Coburg
Ostereiersuche

700 Nester waren im Coburger Hofgarten

Die Ostereier-Suche im Hofgarten lockte heuer noch viel mehr Kinder. Einige unverschämte Erwachsene aber sorgten auch für Ärger: Sie räumten massenweise ab.
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Tuana und Carolina, beide zehn Jahre alt, sprinten gemeinsam mit den anderen Kindern los, um eines der 700 versteckten Nester zu finden.
Tuana und Carolina, beide zehn Jahre alt, sprinten gemeinsam mit den anderen Kindern los, um eines der 700 versteckten Nester zu finden.
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Auf flinken Pfoten und mit prall gefüllten Osternestern im Gepäck hoppelt der Osterhase durchs Coburger Land und versteckt derzeit allerlei große und kleine Schätze. Im Hofgarten hat er in diesem Jahr besonders viele Nester dagelassen: Bei der zweiten großen Ostereiersuche am Gründonnerstag wurden alle Kinder aus Coburg Stadt und Land unter zehn Jahren dazu aufgerufen, dort jeweils eines von insgesamt 700 versteckten Osternestern ausfindig zu machen.
Und das lassen sich die Kinder nicht zwei Mal sagen. Zahlreicher noch als im letzten Jahr sind sie erschienen und warten vor Beginn der Suche schon ganz wild darauf, endlich auf Entdeckungsreise durch den Hofgarten gehen zu dürfen.
Nachdem ihnen Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) eine fröhliche Ostersuche gewünscht hatte, gab Radio-Eins-Moderator Thomas Apfel mit "An die Nester, fertig, los!" den ersehnten Startschuss, und die Kinderschar stürmt los. Lange dauert es nicht, bis die ersten Kinder ein Nest gefunden haben und mit einem Lächeln im Gesicht zu ihren Eltern zurückkehren.
Nach und nach füllen sich auch die beiden Spielplätze in der Nähe des Kunstvereins. Und weil Eiersuche und Toben richtig hungrig machen, sind am Ende der Aktion alle der etwa 600 Bratwürste weg.


Eltern auf der Jagd

Die Ostereiersuche, die eigentlich dazu gedacht war, den Kindern der Region eine Freude zu bereiten, wird aber auch von einem bitteren Beigeschmack begleitet: Trotz mehrerer Appelle von Thomas Apfel an die Vernunft der Erwachsenen gingen einige Eltern selbst auf die Jagd nach den Nestern und brachen dabei sogar die Regel, nur ein Osternest pro Kind mitzunehmen. Gleich mehrere Osternester verschwanden in Plastiktüten, und Kinder, die etwas später zur Suche kamen, fanden oftmals nur noch leergeräumte Osternester.
Die fleißigen Helfer vom Projekt Bauart, dem Immobilienprojekt Costbar - Leben am Hofgarten und Radio Eins, die die Ostereiersuche vorher mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail vorbereitet hatten, mussten dem Osterhasen erneut unter die Läufe greifen und organisierten kurzerhand weitere Schokohasen und Süßigkeiten, die den enttäuschten Kindern wenigstens eine kleine Freude bereiten sollten.
Die Gier mancher Erwachsener stimmte den Radio Eins-Moderator Thomas Apfel fassungslos. "Manch einer, der heute große Beute gemacht hat, sollte sich mal hinterfragen", schreibt er auf der Facebookseite von Radio Eins und verspricht: "Nächstes Jahr gibt es noch mehr Nester und ein gerechteres System mit Aufsicht!"


Trotzdem viel Freude

Trotz der Schwierigkeiten war die Freude der Kinder, die ein Osternest erhaschen konnten, riesengroß. Tuana und Carolina, beide zehn Jahre alt, waren zusammen zum zweiten Mal zur Ostereiersuche in den Hofgarten gekommen. "Ein Nest zu finden war mittelmäßig schwer", erklärt Tuana. Carolina fügt hinzu: "Wir haben nicht sofort eins gefunden, aber mussten nicht zu lange suchen - das war schon in Ordnung." Auch, wenn es um das ideale Osternest geht, sind sich die beiden einig. "Auf jeden Fall müssen richtig viel Süßigkeiten drin sein", findet Tuana und Carolina stimmt ihr zu.
Klara, sechs Jahre alt, ist zum ersten Mal bei der Ostereiersuche im Hofgarten dabei. Sie fand die Suche richtig schön, auch wenn sie für sie nicht ganz einfach war: "Immer wenn ich ein Nest gesehen habe, bin ich ganz schnell darauf zu gerannt - aber meistens hat es mir jemand vor der Nase weggeschnappt!" Am Ende hat es für sie doch noch geklappt und sie darf eines der Nester stolz mit nach Hause nehmen. Den Osterhasen hat sie noch nicht gesehen, aber sie kann sich gut vorstellen, wie er wohl aussieht: "Er hat braunes Fell und einen weißen Bommelschwanz!"


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