Neben den Trübenbacher, Weidhäuser und Neuensorger Aktiven rückten auch Einsatzkräfte aus Marktgraitz mit aus. Da eine Person aus dem Dachgeschoss gerettet werden musste, wurde die Drehleiter aus Ebersdorf mit alarmiert.

Für die Übung wurde die Kreisstraße auf beiden Seiten gesperrt. Im Ortsinnern übernahmen dies die Aktiven der Neuensorger Wehr und an der Landkreisgrenze zu Lichtenfels die Kameraden der Feuerwehr Marktgraitz. "Die Tradition, gemeinsam den Ernstfall zu üben, ist richtig und gut", betonte Kreisbrandinspektor Manfred Lorenz. Mit Kreisbrandinspektor Stefan Zapf und Bürgermeister Markus Mönch sowie dessen Stellvertretern Manfred Künzel und Michael Hofmann verfolgten sie das Übungsgeschehen. Außerdem waren zahlreiche große und kleine Interessierte gekommen und versammelten sich rund um den Einsatzort. Etwa 60 ehrenamtliche Einsatzkräfte waren ausgerückt, nachdem sie zu einem angenommenen Wohnhausbrand mitten im Ort gerufen worden waren. "An Wochenenden oder am Abend wäre das eine normale Einsatzstärke. Werktags, wenn viele außerhalb auf der Arbeit sind, sind es meist weniger", erklärte der Kreisbrandinspektor. Aus diesem Grund müsse immer wieder für den Dienst am Nächsten geworben werden. Gerade bei solchen Übungen zeige sich, dass Ortsteilwehren mit ihrer Manpower nicht nur schnell am Einsatzort sind, sondern auch über entsprechende Ortskenntnisse verfügen.

Aufgrund der Dämmerung wurde der Einsatzort von den Weidhäuser Aktiven ausgeleuchtet und ein Löschangriff durch die Trübenbacher Kameraden vorgenommen. Da durch Überhitzung Fett in der Küche des Erdgeschosses in Brand geraten war, machte sich schnell Qualm im ganzen Haus breit. Eine Bewohnerin traute sich deshalb nicht mehr, das Dachgeschoss zu verlassen.

Atemschutzgeräteträger drangen ins Gebäude vor, um sie nach draußen zu bringen und den Mitgliedern der BRK-Bereitschaft Weidhausen zur weiteren Versorgung zu übergeben.