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Rödental
Stadtentwicklung

57 mal günstiger Wohnraum für Rödental

Ein Investor will ein leer stehendes Industriegebäude in Mönchröden sanieren.
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Die Industriegebäude am Ortsrand von Mönchröden werden voraussichtlich noch in diesem Jahr zu Wohnungen umgebaut. Foto: Rainer Lutz
Die Industriegebäude am Ortsrand von Mönchröden werden voraussichtlich noch in diesem Jahr zu Wohnungen umgebaut. Foto: Rainer Lutz
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Wohnraum ist gefragt. Das gilt nicht nur, aber offenbar besonders für Rödental. Baugebiete für gehobene Ansprüche, wie etwa am Mahnberg, sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt aber auch lange Wartelisten für günstigen Wohnraum. Da freut es die Stadtführung, dass jetzt ein Investor Pläne vorlegte, wie er einen leer stehende Industriekomplex in Mönchröden umgestalten will.


Der Bausenat erteilte bei seiner Sitzung am Dienstag das Einvernehmen zu den Plänen, die 57 neue Wohnungen nach Rödental bringen sollen. Der Komplex an der Straße Am Stammbach besteht aus mehreren miteinander verschachtelten Gebäuden. Die ebenerdig erreichbaren Wohnungen, erklärte Bürgermeister Marko Steiner (FW), wolle der Bauherr barrierefrei gestalten. Dort sollen auch ebenerdig begehbare Duschen eingebaut werden.


Der Investor muss für jede Wohnung einen Stellplatz nachweisen.
Die vor dem Gebäude gelegenen städtischen Parkplätze zählen dabei nicht mit, wie Marco Steiner klarstellte. Geplant ist nach Auskunft des Bürgermeisters, den kompletten Umbau in diesem Jahr abzuschließen. Die Pläne gehen jetzt zur Genehmigung an das Landratsamt Coburg.


450 000 Euro für Straßen

Der Haushalt der Stadt wurde in diesem Jahr zeitig fertig. Es kann also auch zeitig investiert werden. Das kommt Rödentals Planern gelegen, denn sie haben einiges vor. 450 000 Euro wurden für die Sanierung der Straßen im Stadtgebiet vorgesehen.


Ein großer Batzen ist für die Ortsverbindungsstraße zwischen Fischbach und Fornbach gedacht. 105 000 Euro soll der Abschnitt zwischen der neuen Brücke über die ICE-Trasse und dem Wald oberhalb von Schönstädt kosten. "Sollten wir nicht das Geld aufheben und ein Jahr warten, damit wir die ganze Straße in einem Stück machen können?", wandte Matthias Löffler (CSU) ein. Marco Steiner ließ aber die Hoffnung anklingen, dass sich die Bahn an den Kosten für die Sanierung beteiligen wird.

Die Straße wurde teilweise von Schwerfahrzeugen beim Bau der neuen Trasse genutzt. "Wenn wir da heuer schon etwas bekommen, können wir vielleicht gleich ein Stück in Richtung Fischbach mehr machen", sagte Steiner. Ein weiterer Bauabschnitt von der Brücke bis zum Ort wird dann später in Angriff genommen. Für den jetzt geplanten Abschnitt rechnet die Stadt mit einer Bauzeit unter Vollsperrung von etwa drei Wochen.


Neue Decke für die Breslauer

Für voraussichtlich 35 000 Euro erhält die Breslauer Straße einen neuen Asphaltdeckenüberzug. Gleichzeitig werden die Gehsteige saniert, die zurzeit mit Kinderwagen oder Rollator schwer zu befahren sind.


Etwa den gleichen Betrag wird die Stadt aufwenden, um den Hauptweg des Friedhofs in Oeslau auf einer Breite von drei Metern und einer Länge von 180 Metern von Grund auf zu sanieren und zu asphaltieren. Das war immer wieder von Bürgern gefordert worden. Außerdem soll damit die Zufahrt für Bestatter und Steinmetze erleichtert werden.


Am Mönchrödener Rießberg sind noch einige Straßenabschnitte in sehr desolatem Zustand. Es wird nicht möglich sein, in diesem Jahr schon alles in Ordnung zu bringen. Aber auch hier sollen Fortschritte spürbar werden.
Der Festplatz in Oeslau wird vom Sanierungspaket in diesem Jahr ebenfalls profitieren. Etwa 44 000 Euro werden in die Hand genommen, um die Entwässerung zu verbessern und Teile des Altasphalts zu entfernen, die dann durch eine neue Deckschicht ersetzt werden.
Für etwa 10 000 Euro bekommt die Lauterburgstraße in Oberwohlsbach entlang des Friedhofs einen provisorischen Gehsteig.


Parkdeck kann warten

Zurückgestellt wurde die Sanierung des Parkdecks an der Mecklenburger Straße. Dort soll das Pflaster ausgebaut und durch eine Asphaltschicht ersetzt werden. Seit einigen Jahren schon dringt Wasser durch die Decke in die darunter liegende Tiefgarage.Die Mehrheit des Senats war der Ansicht, dass diese rund 100 000 Euro teure Maßnahme noch ein Jahr warten kann.

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