Neustadt bei Coburg
Wissenstest

29 Jugendliche mit Spaß am Ehrenamt

Der Neustadter Feuerwehrnachwuchs ist gut drauf: Alle Teilnehmer bestanden die Prüfung rund um "Brennen und Löschen".
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Prüfung bestanden: 29 Jugendliche aus dem Neustadter Raum haben sich am Samstag beim Wissentest den Fragen zum Thema "Brennen und Löschen" gestellt.  Fotos: Daniela Pondelicek
Prüfung bestanden: 29 Jugendliche aus dem Neustadter Raum haben sich am Samstag beim Wissentest den Fragen zum Thema "Brennen und Löschen" gestellt. Fotos: Daniela Pondelicek
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Im Gemeinschaftsraum der Feuerwehr ist die Anspannung der Jugendlichen deutlich zu spüren. Manche schauen noch einmal in ihre Unterlagen, andere versuchen, sich durch Gespräche mit den Freunden abzulenken, bevor sie Handys und Aufzeichnungen endgültig wegpacken und zum Wissenstest antreten müssen. Insgesamt 29 Jugendliche aus Neustadt und Umgebung stellen sich in diesem Jahr der bayernweiten Prüfung, die sich in diesem Jahr um das Thema "Brennen und Löschen" dreht.


Andreas Steller, Stadtbrandmeister und stellvertretender Kommandant der Neustadter Kernstadt-Feuerwehr, überwacht den Wissenstest. "Die Themen sind jedes Jahr unterschiedlich. Doch meistens geht es um Themen aus der Grundausbildung", erklärt er. Am Vormittag haben sich die Jugendlichen auf den Test vorbereitet.
"Wir hätten den Unterricht auch unter der Woche am Nachmittag machen können, aber wir wollten die Jugendlichen nur einmal zeitlich binden", sagt Steller zum Zeitplan.


Praxis für die "Profis"

Ein wichtiger Teil bei der Prüfung dreht sich um die Entstehung eines Feuers. Deshalb werden das "Verbrennungs-Dreieck", die verschiedenen Brandklassen und entzündliche Stoffe abgefragt. Darauf baut dann der Teil mit Fragen zu den Löschmitteln auf. "Die Prüflinge müssen verschiedene Löschverfahren und deren Wirkung beherrschen", sagt der Stadtbrandmeister.


Die zwei Teile spiegeln sich dann auch im praktischen Teil der Prüfung wieder. Dabei müssen die Jugendlichen anhand eines Feuerzeugs ein "Verbrennungs-Dreieck" darstellen und zeigen, wie man eine Löschdecke richtig einsetzt. All das bewerten die Prüfungsrichter nach verschiedenen Kriterien, erklärt Andreas Steller: "Bei der Löschdecke zum Beispiel ist es wichtig, dass man sein Vorgehen vorher genau erklärt, zügig vorgeht und das Gegenüber vollständig in die Decke wickelt."


Mit der Feuerwehr aufgewachsen

Die Schwierigkeit der Fragen hängt davon ab, auf welcher Stufe des Wissentests sich der Prüfling befindet. Die Stufen I und II haben im theoretischen Teil nur jeweils eine richtige Antwortmöglichkeit. Die Einsteiger müssen im Gegensatz zu den Stufen III und IV nicht zur praktischen Prüfung antreten.


Unter den Prüflingen in diesem Jahr sind Lea Barnikol, Silas Werner und Svenja Apfel. Silas Werner ist seit einem Jahr bei der Feuerwehr. "Ich wollte mitmachen, weil man sich ehrenamtlich und freiwillig dafür einsetzt, anderen Menschen zu helfen", sagt der Nachwuchs-Feuerwehrmann. Auf den Test musste er sich lediglich kurz vorbereiten. "Ich habe aktiv am Unterricht teilgenommen. Da musste ich mir die Aufzeichnungen danach nur ein weiteres Mal noch durchgelesen", erklärt er.


Bei Svenja Apfel und dem Wissenstest war es nicht viel anders: "Im Unterricht habe ich zugehört und das Blatt ausgefüllt." Kein Wunder, schließlich ist Svenja schon seit zwei Jahren bei der Feuerwehr. "Mein Papa hilft auch mit. Da habe ich mir das angesehen und festgestellt, dass das auch was für mich ist", erklärt Svenja Apfel. Lea Barnikol ist sogar schon seit fünf Jahren Mitglied der Feuerwehr.

Durch ihren Opa und ihren Vater ist sie praktisch mit der Feuerwehr aufgewachsen. Warum sie bei der Feuerwehr ist? "Mir macht es Spaß, Menschen zu helfen und sie zu retten.". Die drei Jugendlichen sind sich allerdings in einem Punkt einig: "Eigentlich war der Test ganz leicht", bringt es Silas Werner auf den Punkt. "Es ist gar nicht schwer, sich die Inhalte zu merken", fügt Svenja Apfel hinzu. Und Lea Barnikol findet: "Der Wissenstest ist jedes Jahr einfach."


Man lernt halt nie aus

Warum das so ist, erklärt Andreas Steller: "Für die Prüflinge ist der Test immer machbar, damit sie zum Weitermachen motiviert werden." Und dieses Konzept gehe ja auch auf. In diesem Jahr hat jeder Teilnehmer seine Stufe bestanden. Am Schluss spricht der Stadtbrandmeister noch einmal mit den Jugendlichen die Fragen durch, die weniger gut geklappt haben, denn: "Bei der Feuerwehr kann man nie auslernen."

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