Dörfles-Esbach
Bilanz

2015 hat die Wohnungsbaugenossenschaft Coburg Land viel modernisiert

1205 Wohnungen in 235 Häusern hat die "Gemeinnützige Baugenossenschaft des Landkreises Coburg eG". Vor kurzem gab es die aktuellen Daten.
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Symbolfoto: Josef Hofbauer
Symbolfoto: Josef Hofbauer

Die Erneuerung und Pflege des Wohnungsbestandes sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis nannte Vorstandsvorsitzender Rainer Mayerbacher als wichtige strategische Ziele der "Gemeinnützigen Baugenossenschaft des Landkreises Coburg eG". "Das Geschäftsjahr 2015 war geprägt durch intensive Modernisierungsmaßnahmen", sagte er bei der Mitgliederversammlung der Genossenschaft in Dörfles-Esbach.

Die Baugenossenschaft habe im vergangenen Jahr rund 3,5 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandhaltung ihres Bestandes ausgegeben. Das seien im Schnitt 43,30 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gewesen. Ein Jahr zuvor (2014) habe das Wohnbauunternehmen 2,6 Millionen Euro investiert, 38,48 Euro pro Quadratmeter.

Mayerbacher machte für die anwesenden Mieter und Mitglieder der Genossenschaft noch eine anschauliche andere Rechnung auf: Von einem Euro Miete fließen 42 Cent in den Kapitaldienst, und 40 Cent werden für die Instandhaltung ausgegeben. Und da habe sich doch einiges getan, wie Mayerbacher anmerkte. So seien die Wohnungen mit Breitband (mit Kabelfernsehen, Radio und Internet) erschlossen worden. Darum kümmere sich ein Unternehmen, das auch für die Wohnbau Stadt Coburg tätig ist. Die Heizkostenverteiler seien auf Funkbetrieb umgestellt worden; Rauchmelder kämen auch noch dazu.

Zum Jahresende umfasste der Bestand der Genossenschaft 1205 Wohnungen in insgesamt 235 Häusern mit einer Wohnfläche von über 80.000 Quadratmetern. Hinzu kämen noch 123 Garagen, 37 Carports und 171 Stellplätze.


Mieten stiegen

Die Durchschnittsmiete bei der Genossenschaft gab Mayerbacher mit 4,01 Euro pro Quadratmeter an. Den Sprung von 3,58 Euro Durchschnittsmiete im Jahr 2014 auf 4,01 Euro 2015 begründete der Vorstandsvorsitzende mit den Modernisierungsmaßnahmen. Die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien sei derzeit kein Problem. "Die Situation ist im Moment eher entspannt." Die Bilanzsumme der Genossenschaft betrug im vergangenen Jahr knapp 53 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse im Jahr 2015, also vor allem die Mieteinnahmen, summierten sich auf 5,486 Millionen Euro. Im vorvergangenen Jahr (2014) seien dies 4,57 Millionen Euro gewesen, sagte Mayerbacher.

 

Den heftigen Sprung nach oben begründete er damit, dass 228 Wohnungen, die im Rahmen eines Finanzierungsmodells an eine mittlerweile aufgelöste Tochtergesellschaft übertragen worden waren, nunmehr wieder zum direkten Bestand der Genossenschaft gehören.

Fast 60.000 Euro Mietrückstände 2015 lösten keine Begeisterung aus. In sozialen Konfliktfällen arbeite die Baugenossenschaft mit den betroffenen Mietern und der Schuldnerberatung der Caritas an einer Lösung. Nur in einem Fall sei es im vergangenen Jahr zu einer Zwangsräumung gekommen, informierte Mayerbacher auf eine Frage hin.

Landrat Michael Busch (SPD), Vorsitzender des Aufsichtsrates, lobte das Unternehmen: "Wir wissen, was wir an der Wohnbau haben!" Es sei gut, dass sich die Wohnbau Land weiter in kommunaler Hand befinde, während anderswo die öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften ihren Wohnungsbestand leichtfertig verkauft hätten.


Keine Dividende ausgezahlt

Die Baugenossenschaft zählte zum Jahresende 2015 fast 1600 Mitglieder. Diese Shareholder oder Genossen sind im Grunde ihre eigenen Mieter. Sie genehmigten sich keine Dividende. Der Jahresüberschuss von fast 270.000 Euro, einschließlich des ausgewiesenen Bilanzgewinns von fast 33.000 Euro, fließt in die Rücklagen. Wie man aus den Ausführungen Mayerbachers schlussfolgern konnte, gibt es ja auch in den kommenden Jahren für die Baugenossenschaft noch einiges zu tun.

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