Coburg
Bilanz

HUK-Open-Air-Sommer: 18 000 Besucher bei drei Konzerten

Veranstalterin Gaby Heyder zieht eine positive Bilanz für den HUK-Open-Air-Sommer auf dem Coburger Schlossplatz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Für jeden etwas dabei: Die drei Konzerte des HUK-Open-Air-Sommers sprachen ganz unterschiedliche Altersgruppen an. Foto: Barbara Herbst
Für jeden etwas dabei: Die drei Konzerte des HUK-Open-Air-Sommers sprachen ganz unterschiedliche Altersgruppen an. Foto: Barbara Herbst
"Das war gigantisch!" Gaby Heyder, Geschäftsführerin des Veranstaltungsservice Bamberg (VSB) und bekennender Westernhagen-Fan, ist am Tag nach dem Konzert des Deutschrockers auf dem Coburger Schlossplatz noch immer ganz begeistert. "Für mich persönlich war das seit Jahren das absolute Highlight", schwärmt sie.
Gute 18 000 Zuschauer hat der HUK-Open-Air-Sommer mit den Söhnen Mannheims, Andreas Bourani und Marius Müller-Westernhagen auf den Schlossplatz geholt; ein vorläufiges Ergebnis, "denn die Endabrechnung fehlt noch", wie Gaby Heyder berichtet. "Insgesamt kann man sagen, wir haben uns übers Wochenende gesteigert." Bei den Söhnen Mannheims wurden rund 4000 Besucher gezählt. "Da sind wir hinter unseren Erwartungen zurück geblieben", gibt Heyder zu. Andreas Bourani am Samstag sei mit knapp 7000 Besuchern dann wieder im Rahmen des Erwarteten geblieben. "Er hat aber auch kein aktuelles Produkt dieses Jahr."


In Bayern hat's Marius schwer

Bei Westernhagen wiederum gebe es von jeher ein starkes Nord-Süd-Gefälle, was den Publikumszulauf angeht. Sogar er selbst sei skeptisch gewesen, wer zu seinem Konzert in Coburg kommen werde, wie der Sänger bei seinem Auftritt zugab. "In Bayern hat er sich schon immer schwer getan, deshalb haben wir auch die bestuhlte Variante gewählt", erklärt Gaby Heyder. Am Ende waren es aber auch hier ungefähr 7000 Besucher.
Westernhagen sei auch für sie eine Premiere gewesen, "den habe ich noch nie veranstaltet". Kurios: Beim Soundcheck vor dem Konzert ließ sich Westernhagen nicht auf der Bühne blicken. Einer seiner Musiker habe stattdessen seinen Platz eingenommen, erzählt Gaby Heyder. Ein wenig gewundert habe sie sich darüber schon. Doch dann tauchte der Sänger plötzlich auf: "Er kam mit seiner Frau auf den Platz, hat sich da mitten rein auf die leeren Stühle gesetzt und sich seinen eigenen Soundcheck angehört. Er will eben wissen, wo sein Publikum ist."
Apropos, wo sie selbst bei der Zugabe "Johnny Walker" sein wollte, hat Gaby Heyder schon gewusst, als sie den Künstler buchte: Mit einem Whisky mitten auf dem Platz. Hat das geklappt? Die VSB-Chefin lacht. "Ich war mit einem Glas Rotwein, zusammen mit dem Tourmanager mitten auf dem Platz - und wir haben es genossen." Whisky sei auf die Schnelle nicht zu haben gewesen, "außerdem wurde mir gesagt, Johnny Walker schmeckt sowieso nicht".


Bei Xavier war es stürmisch

Dass Westernhagen angekündigt hat, er wolle gerne wiederkommen, überrascht die Veranstalterin nicht. "Bourani hat das auch gesagt. Man spielt eben gerne auf schönen Plätzen." Und auch Rolf Stahlhofen von den Söhnen Mannheims hat es in Coburg offenbar gefallen - so gut, dass er gleich dageblieben ist und am Samstag noch das Bourani-Konzert besucht hat.
Bei den Söhnen Mannheims ging es am Freitag sprichwörtlich stürmisch zu, ein heftiger Gewitter-Schauer durchnässte die Fans bis auf die Haut. "Irgendwie hat das Unwetter thematisch dazu gepasst", sagt Gaby Heyder in Anspielung auf den Wirbel, den das Konzert im Vorfeld ausgelöst hatte. "Wir standen ab halb neun in Kontakt mit dem Wetterdienst, schließlich drohte Windstärke 8." Bei Windgeschwindigkeiten ab 60 km/h hätte man das Konzert ab- oder zumindest unterbrechen müssen. Doch vom Wetterdienst sei Entwarnung gekommen und auch vom Bühnenbauer, der auf dem Dach gesessen habe, um den Wind zu messen. Mehr als 45 km/h seien es zum Glück an diesem Abend nicht geworden.
Die zweite Gefahr sei der heftige Regen gewesen, sagt Gaby Heyder. "Wir haben uns gefragt, ob die Anlage hält. Wenn Wasser auf Strom trifft, dann wird's echt gefährlich." Die Band um Xavier Naidoo blieb allerdings cool und spielte unverdrossen weiter. Auf das Publikum wirkte das Wasser offenbar noch anregend: "Die Söhne, das war eine große Party!"
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren