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Coburg
Linda-Prozess

14 Jahre Haftstrafe für Jerry gefordert

Am siebten Verhandlungstag im Mordfall Linda fordert Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein in ihrem Plädoyer eine sehr hohe Freiheitsstrafe für den 21-jährigen Täter.
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Der wegen Totschlags an der 16-jährigen Linda H. angeklagte Jerry J. betritt den Sitzungssaal. Foto: CT-Archiv/Oliver Schmidt
Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, dass Jerry J., der zur Tatzeit noch 20 Jahre alt war, bereits nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird. Ursula Haderlein stellte bedauernd fest, dass es noch viele offene Fragen sowie durchaus Zweifel am genauen Tatgeschehen gebe.

Jerrys Verteidiger Karsten Schieseck hat hingegen dafür plädiert, bei Jerry noch das Jugendstrafrecht anzuwenden. Beim Strafmaß wollte er sich nicht ganz festlegen, es sollten aber nicht unter neun Jahre sein.

Ein Raunen ging durch den Gerichtssaal, als Schieseck erhebliche Zweifel an den Fähigkeiten des eingesetzten Gutachters anmeldete. Dieser hatte die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts empfohlen. Sollte das Gericht sich dieser Haltung anschließen wollen, so werde er die Einsetzung neuer Sachverständiger beantragen, kündigte Schieseck an.

Das Urteil soll am Donnerstag, 15. März, 16 Uhr, verkündet werden.

Was das Zivilverfahren betrifft, wurde bereits ein Vergleich geschlossen, wie am Donnerstag bekanntgegeben wurde: Die drei Nebenkläger - bei denen es sich um Lindas Mutter, Lindas Vater sowie Lindas Schwester handelt - erhalten jeweils 3000 Euro Schmerzensgeld, zudem muss Jerry alle Kosten tragen, die aus seiner Tat noch entstehen.


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