"Für diese Ansiedlung gab es viele Anstrengungen aller Beteiligten", erklärte Oberbürgermeister Norbert Kastner bei der Pressekonferenz. Coburg hatte sich im Wettbewerb gegen elf bayerische Städte durchgesetzt, darunter Schweinfurt. "Eine solche Ansiedlung gibt es nicht von heute auf morgen", erklärte der Ansiedlungsbeauftragte der Stadt, Andreas Herdan. Die erste Anfrage habe es im Juni 2010 gegeben.
Ein Kriterium für den Standort von Service4EVU war die Lage zwischen Nürnberg und Frankfurt, erläuterte einer der beiden Geschäftsführer, Jürgen Kroha. Bei den in Frage kommenden Standorten wurde unter anderem geprüft, ob Personal und Büroflächen zu finden sind und die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung, IHK und Arbeitsagentur gut funktioniert. "Es kann sich etwas entwickeln, das weit über die jetzt 100 Mitarbeiter hinausgeht", sagte Kroha.
Thomas Schmidt, ebenfalls Service4EVU-Geschäftsführer, betonte, man setze auf hohe Servicequalität. Deshalb sollen die Call-Center-Beschäftigten umfassend in Energiethemen geschult und auch weitergebildet werden. Im telefonischen Kontakt mit den Kunden von Mainova und N-Ergie werden sie informieren und beraten. Bisher wurde die Dienstleistung durch externe Anbieter erbracht.
"Coburg ist ein ausgesprochen starker Standort", erklärte Johann Niggl, Leiter von "Invest in Bavaria" im bayerischen Wirtschaftsministerium. Die Ansiedlung in Coburg bezeichnete er als "Paradebeispiel, wie verschiedene Ebenen der Wirtschaftsförderung zusammenarbeiten können - und müssen". "Invest in Bavaria" war maßgeblich an der Standortsuche beteiligt. Der Präsident der IHK zu Coburg, Friedrich Herdan, freute sich über die Ansiedlung als "riesiger Erfolg und Prestigegewinn für die Stadt Coburg, die im Wettbewerb elf andere Städte ausgestochen hat". Er hoffe auf positive Impulse für die gesamte Region.