Coburg
Jubiläum

100 Jahre Brose in Coburg: Ein Blick ins Archiv

Coburgs größter Industriearbeitgeber hat sich weltweit einen Namen als Automobilzulieferer gemacht. In der Geschichte des Familienunternehmens spielen aber auch Bügeleisen und Herde eine Rolle.
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Brose-Unternehmensarchivar Uwe Balder mit einem der ersten FensterheberFoto: Matthias Hoch
Brose-Unternehmensarchivar Uwe Balder mit einem der ersten FensterheberFoto: Matthias Hoch

Die heutige Brose-Gruppe hat ihren Ursprung im Jahr 1908. Damals eröffnete Max Brose in Berlin ein Handelsgeschäft für Automobilzubehör. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er 1919 in Coburg zusammen mit Ernst Jühling das Metallwerk Max Brose. Somit wird in diesem Jahr "100 Jahre Brose in Coburg" gefeiert.

Als Kerninnovation in der Firmengeschichte gilt der Kurbelapparat, den sich Max Brose 1926 patentieren ließ. Damit konnten die Autofenster bequem gehoben und gesenkt werden. Durch den Einsatz einer Schlingfederbremse ließen sich die Fensterscheiben in jeder gewünschten Position halten. Ende der 1950er Jahre elektrifizierte Brose seine manuellen Fensterheber und bot diese zunächst als Nachrüst-Satz an. Erstmals serienmäßig verbaut wurde der elektrische Fensterheber von Brose 1963 im BMW 3200 CS, auch "Bertone" genannt.

Die Erfolgsgeschichte von Brose ging auch nach dem Tod des Firmengründers (1968) weiter. Tochter Gisela Brose überbrückte, bis Enkel Michael Stoschek seine Ausbildung beendet hatte und schließlich 1971 die Führung übernahm. Brose präsentierte 1977 auf der Internationalen Automobilausstellung eine elektrische Mehrwege-Sitzverstellung. Erstmals serienmäßig in Europa verbaut wurde die elektrische Sitzverstellung ab 1979 in der Mercedes S-Klasse. Beim Gang durch das Unternehmensarchiv stößt man aber auch auf Bügeleisen, Herde und sogar Skier. Was es damit auf sich hat und warum bei Brose auch schon mal regelmäßig Kanister vom Dach geworfen wurden, lesen Sie hier

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