Ahorn
Ereignis

100 Rocker zu Gast bei Biker-Hochzeit in Ahorn

Als sich Katja Kupek und Florian Griebel am 1. Mai das Ja-Wort geben, sorgen mehr als 100 Rocker für ein dröhnendes Geleit.
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Gruppenbild mit Hubraum: Am 1. Mai haben Katja Kupek und Florian Griebel in der Alten Schäferei in Ahorn geheiratet. Mehr als 100 Biker waren dabei. Foto: Christoph Winter
Gruppenbild mit Hubraum: Am 1. Mai haben Katja Kupek und Florian Griebel in der Alten Schäferei in Ahorn geheiratet. Mehr als 100 Biker waren dabei. Foto: Christoph Winter
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Glocken läuten nicht, als am Maifeiertag Katja Kupek und Florian Griebel den Bund fürs Leben schließen. Auch der Hochzeitsmarsch von Mendelssohn und andere oft gewählte Stücke bleiben an diesem Tag in der Alten Schäferei bei Ahorn stumm. Dafür erklingt satter und starker Sound aus mehr als 100 Motorrädern. Denn Bräutigam Florian Griebel ist Mitglied des Motorradclubs Angeli Negri und viele Schwarze Engel sowie Mitglieder befreundeter Clubs sind angerollt.

Kurz nach 11 Uhr ist bei der Alten Schäferei ein leichtes Wummern zu vernehmen. Das Geräusch nimmt an Stärke und Intensität stetig zu, bis die Lichter der ersten schweren Maschinen auf dem Weg zum Gerätemuseum auftauchen.


Brautkleid ist ein weißer Fleck

Hells Angels, Mitglieder der Blood Red Section und Dirty Fingers schwenken in langer Schlange auf den Platz vor dem Museum ein, vorbei an Katja Kupek, die im weißen Brautkleid aus dem allgegenwärtigen Schwarz der Biker hervorleuchtet. Nur die gelben und roten Clubabzeichen auf den sogenannten Kutten bringen Farbe ins Spiel. Florian Griebel hat über den schwarzen Anzug ebenfalls die Kutte der Angeli Negri geworfen, mit dem Emblem des Clubs.

Ahorns Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) vollzieht in der Alten Schäferei die Zermonie der Eheschließung. "Es ist für mich eine besondere Trauung", sagt er. Schließlich kennen sich Florian Griebel und Martin Finzel schon seit Kindertagen.

Neben dem Brautpaar, den Trauzeugen und dem Rathauschef steht, ganz ungewohnt, eine schwere Harley Davidson. Und so vergleicht Martin Finzel die Ehe auch mit der Fahrt auf einem Motorrad. Fahrer und Sozius müssten zusammenarbeiten, damit die Fahrt gelinge. In den Rückspiegeln sehe der Fahrer das Geschehen hinter der Maschine, aber die Spiegel zeigten auch die schon zurückgelegte Strecke.
"Genauso wichtig ist es, in der Ehe einmal innezuhalten und Rückschau zu halten, besonders wenn es einmal nicht so harmonisch läuft", rät Martin Finzel.

Nach der Zeremonie führen die Eheleute in einem US-amerikanischen Pick-up den Korso der schweren Maschinen an. Durch Schorkendorf und Scheuerfeld, am Coburger Bahnhof vorbei und auf nach Süden aus der Stadt hinaus dröhnen die Motoren.


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