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Bundestagswahl

Bundestagswahl 2017 im Liveticker: Ergebnis steht fest - Herrmann nicht im Bundestag

Die Bundestagswahl 2017 ist gelaufen, das vorläufige Endergebnis liegt vor. Alle Ergebnisse aus Mittel-, Unter- und Oberfranken.
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Das schlechte Abschneiden der CSU bedeutet für Joachim Herrmann, dass er kein Mandat erhalten wird.Foto: Michael Kappeler/dpa
Das schlechte Abschneiden der CSU bedeutet für Joachim Herrmann, dass er kein Mandat erhalten wird.Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Landtagswahl in Bayern 2018: Umfragen, Prognosen, Kandidaten, Ergebnisse

     

    6.58 Uhr: Ergebnis in Bayern - Herrmann nicht im Bundestag

    Die CSU fährt das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte ein. Zwar gewinnt sie alle 46 Direktmandate - aber auch kein Mandat mehr.Für den Spitzenkandidat Joachim Herrmann bedeutet das, dass er nicht in den Bundestag einziehen wird.

    05.55 Uhr: Vorläufiges amtliches Endergebnis steht fest

    CDU/CSU: 33%
    SPD: 20,5%
    FDP: 10,7%
    Grüne: 8,9%
    Linke: 9,2%
    AfD: 12,6%

    Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung:
    CDU/CSU: 246
    SPD: 153
    FDP: 80
    Grüne: 67
    Linke: 69
    AfD: 94

    00.12 Uhr: Alle Wahlkreise ausgezählt: CSU nur noch 38,8 Prozent

    Die CSU ist unter Parteichef Horst Seehofer auf ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 abgestürzt. Nach Auszählung aller 46 Wahlkreise in Bayern erreichte die CSU nur noch 38,8 Prozent. Das bedeutet ein dramatisches Minus von mehr als zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 (49,3 Prozent). Die CSU gewann aber alle 46 Direktmandate im Freistaat.

    Die SPD fuhr in Bayern mit 15,3 Prozent ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg ein (2013: 20,0). Auf dem dritten Platz landete die AfD mit 12,4 Prozent (4,3). Die FDP legte von 5,1 Prozent auf 10,2 Prozent zu, die Grünen verbesserten sich von 8,4 auf 9,8 Prozent, die Linke von 3,8 auf 6,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag im Freistaat mit 78,2 Prozent deutlich über der von 2013 (70,0 Prozent).

    23.59 Uhr: Ergebnisse aus dem Wahlkreis 236 - Bamberg

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 80,0 80,0 (70,5) (+ 9,5) CSU 42,1 38,9 (48,9) (-10,0) SPD 20,4 15,6 (19,8) (- 4,2) Grüne 9,2 9,9 ( 8,9) (+ 1,0) FDP 6,5 9,5 ( 4,8) (+ 4,7) AfD 11,5 12,7 ( 4,1) (+ 8,6) Linke 5,2 6,5 ( 4,1) (+ 2,4) Gewählt: Thomas Silberhorn (CSU)

    23.58 Uhr: Emmi Zeulner ist die Stimmenkönigin der CSU

    Mit dem besten Erststimmenergebnis der CSU zieht Emmi Zeulner erneut in den Bundestag ein. Im Wahlkreis Kulmbach kam die 30-Jährige auf 55,4 Prozent der Erststimmen und sicherte sich damit wieder das Direktmandat. Sie erzielte 1,5 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Als Stimmenkönigin löst die gelernte Krankenschwester Stephan Mayer aus Altötting ab, der bei der Wahl 2013 auf 65,77 Prozent kam und am Sonntag 54,5 Prozent der Erststimmen erhielt.
    Bei den Zweitstimmen fiel das Minus in Zeulners Wahlkreis deutlicher aus: Die CSU kam auf 43,4 Prozent, das sind 8,9 Punkte weniger als vor vier Jahren. Von 2002 bis zu seinem Rückzug 2011 hatte Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Direktmandat des Wahlkreises Kulmbach inne. Auch er brachte es hier zum Stimmenkönig der CSU - und zwar 2009 mit 68,1 Prozent.
    In einer ersten Reaktion schrieb Zeulner am Sonntagabend auf ihrer Facebook-Seite: "DANKE!!!!"

    23.52 Uhr: AfD-Politiker: Bei Landtagswahl "20 plus X" möglich

    Die bayerische AfD hält bei der Landtagswahl in einem Jahr ein Ergebnis von mehr als 20 Prozent für denkbar. Sollte es in Berlin zu einer Jamaika-Koalition kommen, seien für die AfD "20 plus X" möglich, sagte Bundestags-Spitzenkandidat Martin Hebner am Sonntagabend im BR Fernsehen.

    23.30 Uhr: Das Wahlergebnis für Nürnberg Nord

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 72,7 72,7 (65,6) (+ 7,1) CSU 35,6 31,2 (40,5) (- 9,3) SPD 26,5 21,0 (28,5) (- 7,5) Grüne 7,8 9,3 ( 8,0) (+ 1,3) FDP 5,8 8,6 ( 4,2) (+ 4,4) AfD 13,2 14,3 ( 4,8) (+ 9,5) Linke 8,2 8,9 ( 5,8) (+ 3,1) Gewählt: Michael Frieser (CSU)

    23.29 Uhr: Wahlkreis 245 - Nürnberg Süd

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 72,7 72,7 (65,6) (+ 7,1) CSU 35,6 31,2 (40,5) (- 9,3) SPD 26,5 21,0 (28,5) (- 7,5) Grüne 7,8 9,3 ( 8,0) (+ 1,3) FDP 5,8 8,6 ( 4,2) (+ 4,4) AfD 13,2 14,3 ( 4,8) (+ 9,5) Linke 8,2 8,9 ( 5,8) (+ 3,1) Gewählt: Michael Frieser (CSU)


    23.24 Uhr: Wagenknecht verpasst erneut Direktmandat im Bundestag

    Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht hat ein Direktmandat im Bundestag erneut verpasst. In ihrem Düsseldorfer Wahlkreis (Düsseldorf II) erreichte die 48-Jährige am Sonntag 13,0 Prozent der Stimmen. Das ist ein besseres Ergebnis als bei der Wahl vor vier Jahren. Damals hatte Wagenknecht 9,1 Prozent der Stimmen erreicht. Da sie auf Platz eins der NRW-Landesliste der Linken steht, hat sie aber den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft.


    23.18 Uhr: Wahldebakel für SPD in ihrer früheren Hochburg Nürnberg

    Die Sozialdemokraten haben bei der Bundestagswahl auch in ihrer früheren Hochburg Nürnberg eine schwere Niederlage hinnehmen müssen - ebenso wie die CSU. Die SPD kam nach einem Stimmenverlust von 8,2 Prozentpunkten nur noch auf einen Zweitstimmenanteil von 19,5 Prozent. Die Nürnberger SPD fuhr damit - wie auch die CSU - ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1961 ein. Die AfD konnte mit einem zweistelligen Ergebnis triumphieren.
    Der Stimmenanteil der CSU schmolz auf 28,9 Prozent zusammen - 8,2 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Dennoch gehen die beiden Nürnberger Direktmandate erneut an die CSU.
    Die kleineren Parteien legten dagegen zu. Die AfD konnte sich mit 12,0 Prozent (plus 7,4 Prozentpunkte) als viertstärkste Kraft etablieren - hinter den Grünen, die es auf 12,4 Prozent brachten (plus 1,5 Punkte). Für die Linkspartei stimmten 10,6 Prozent der Nürnberger Wähler (plus 4,0 Punkte), für die FDP 9,6 Prozent (plus 4,7 Punkte).

    23.16 Uhr: Die Ergebnisse für Main-Spessart und Miltenberg

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 80,2 80,2 (72,4) (+ 7,8) CSU 46,6 41,8 (49,5) (- 7,7) SPD 22,6 18,5 (21,6) (- 3,1) Grüne 7,1 7,7 ( 7,1) (+ 0,6) FDP 5,0 8,8 ( 4,5) (+ 4,3) AfD 9,1 10,8 ( 3,9) (+ 6,9) Linke 4,8 5,5 ( 3,4) (+ 2,1)
    Gewählt: Alexander Hoffmann (CSU) Alle Ergebnisse für den Wahlkreis 249 Main Spessart und Miltenberg

    23.12 Uhr: So hat der Wahlkreis 247 Aschaffenburg gewählt

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 79,1 79,1 (71,3) (+ 7,8) CSU 48,1 38,3 (47,7) (- 9,4) SPD 16,6 17,6 (22,0) (- 4,4) Grüne 9,2 9,4 ( 8,6) (+ 0,8) FDP 8,0 10,9 ( 5,4) (+ 5,5) AfD 10,5 11,6 ( 4,1) (+ 7,5) Linke 4,8 6,1 ( 3,6) (+ 2,5)
    Gewählt: Andrea Lindholz (CSU)Alle Ergebnisse aus Aschaffenburg


    22.37 Uhr: Hochrechnung: CSU kleinste Partei im Bundestag

    Die CSU wird nach einer Hochrechnung des BR Fernsehens im neuen Bundestag vielleicht nur noch die kleinste Partei sein. In Bayern kommt sie danach zwar auf 39 Prozent - aber weil die CSU als einzige Partei ausschließlich im Freistaat kandidiert, entspreche das nur 6 Prozent der in Deutschland abgegebenen Stimmen. Damit bliebe ihr nur der siebte Platz nach CDU, SPD, AfD, FDP und Linken. Zusammen mit der von Kanzlerin Angela Merkel geführten Schwesterpartei ist die CSU aber Teil der größten Fraktion.

    22.34 Uhr: So wurde in Fürth und Neustadt/Aisch gewählt

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 78,2 78,2 (70,3) (+ 7,9) CSU 39,9 35,2 (42,8) (- 7,6) SPD 22,9 18,8 (25,2) (- 6,4) Grüne 9,7 10,4 ( 9,1) (+ 1,3) FDP 5,4 8,9 ( 4,7) (+ 4,2) AfD 10,6 11,7 ( 4,4) (+ 7,3) Linke 6,8 7,8 ( 5,0) (+ 2,9)
    Gewählt: Christian Schmidt (CSU) Alle Ergebnisse aus dem Wahlkreis 243

    22.22 Uhr: So hat Würzburg gewählt

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 81,3 81,3 (73,5) (+ 7,8) CSU 42,2 37,2 (44,9) (- 7,7) SPD 18,7 17,7 (22,5) (- 4,8) Grüne 14,0 13,0 (11,7) (+ 1,3) FDP 8,0 10,3 ( 5,1) (+ 5,2) AfD 7,7 8,7 ( 3,9) (+ 4,8) Linke 5,6 7,1 ( 4,0) (+ 3,1) Gewählt: Paul Lehrieder (CSU)
    Hier finden Sie alle Ergebnisse für den Wahlkreis 251 Würzburg.


    22.19 Uhr: Hunderte AfD-Gegner demonstrieren in Großstädten

    Hunderte Menschen haben nach der Bundestagswahl in mehreren Großstädten gegen die rechtsnationale AfD protestiert. Die Partei zieht vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit mehr als 13 Prozent der Stimmen als drittstärkste Kraft erstmals in den Bundestag ein. Vor dem Gebäude der AfD-Wahlparty am Alexanderplatz in Berlin versammelten sich rund 1000 Menschen. Sie versuchten mit lauten Pfiffen die Veranstaltung zu stören und riefen Parolen wie "Haut ab, haut ab" und "AfD Rassistenpack".

    22.17 Uhr: Die Ergebnisse für den Wahlkreis 250 Schweinfurt und Kitzingen

    Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 78,7 78,7 (70,6) (+ 8,1) CSU 47,9 41,1 (51,0) (- 9,9) SPD 17,1 16,9 (20,6) (- 3,7) Grüne 7,4 7,6 ( 7,1) (+ 0,5) FDP 6,2 8,9 ( 4,2) (+ 4,7) AfD 11,1 12,2 ( 3,3) (+ 8,9) Linke 7,8 6,7 ( 5,0) (+ 1,8)
    Gewählt: Dr. Anja Weisgerber (CSU) Hier finden Sie alle Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 für den Wahlkreis 250


    21.58 Uhr: Christian Lindner wird FDP-Fraktionschef

    FDP-Chef Christian Lindner soll Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag werden. FDP-Vize Wolfgang Kubicki will ihn bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion an diesem Montag vorschlagen, wie am Sonntagabend in FDP-Kreisen zu erfahren war. Lindner führte die FDP nach vier Jahren wieder zurück in den Bundestag. Die Liberalen lagen bei den ersten Hochrechnungen bei gut zehn Prozent der Stimmen. Nachdem die SPD eine Wiederauflage der großen Koalition ausgeschlossen hat ist jetzt eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen am wahrscheinlichsten. Lindner sagte, die Liberalen wollten Verantwortung übernehmen. 

    21.52 Uhr: Die Ergebnisse in Bad Kissingen

    Die CSU-Politikerin und Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär, hat in ihrem Wahlkreis das Direktmandat gewonnen. Sie holte am Sonntag im Wahlkreis Bad Kissingen 51,1 Prozent der abgegeben Erststimmen. Das waren 6,8 Punkte weniger als vor vier Jahren. Bei den Zweitstimmen holte die CSU laut Landeswahlleiter nur 44,6 Prozent der Stimmen. Das waren 9,3 Prozentpunkte weniger als 2013.

    Bilder zur Bundestageswahl: Freude und Trauer liegen am Wahlabend nah beieinander

    Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld gehören zum Wahlkreis 248. Das sind die Ergebnisse des Wahlkreises bei der Bundestagswahl 2017. Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben 79,6 79,6 (71,3) (+ 8,3) CSU 51,1 44,6 (53,9) (- 9,3) SPD 19,1 15,8 (18,2) (- 2,4) Grüne 7,1 6,7 ( 6,4) (+ 0,3) FDP 5,6 8,9 ( 4,8) (+ 4,1) AfD 10,5 11,6 ( 3,2) (+ 8,4) Linke 5,4 5,9 ( 4,5) (+ 1,4)
    Gewählt: Dorothee Bär (CSU)

    21.49 Uhr: Dobrindt verliert in seinem Wahlkreis fast zehn Prozentpunkte

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat in seinem oberbayerischen Wahlkreis Weilheim deutlich an Zustimmung eingebüßt. Er verlor bei den Erststimmen 9,5 Prozentpunkte und landete nach dem vorläufigen Endergebnis vom Sonntagabend bei 47,9 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte er 57,4 Prozent erreicht. Bei den Zweitstimmen verloren die Christsozialen in dem Wahlkreis noch stärker an Zustimmung. Sie landeten bei 42,9 Prozent, ein Verlust von 9,9 Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013.

    21.46 Uhr: Die Ergebnisse des Wahlkreises 241 Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen

    Die Landkreise Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen haben abgestimmt. Das sind die Ergebnisse des Wahlkreises 241 bei der Bundestagswahl 2017.


    21.44 Uhr: Silberhorn und Schwarz für Bamberg/Forchheim in den Bundestag

    Kurz vor Ende derAuszählung in Bamberg-Forchheim ist klar: Thomas Silberhorn (CSU) gewinnt erneut das Direktmandat. Aber auch zwei Konkurrenten jubeln.

    21.30 Uhr: Wahlkreis 239 Landkreis Hof/Wunsiedel: Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

    Die Landkreise Hof und Wunsiedel im Wahlkreis 239 haben bei der Bundestagswahl 2017 ihr Kreuz gesetzt. Hier gibt es die Ergebnisse.

    21.28 Uhr: Ergebnisse im Wahlkreis 242 Erlangen-Höchstadt/Stadt Erlangen

    Die Ergebnisse im Wahlkreis 242 Erlangen-Höchstadt/Stadt Erlangen werden langsam konkret. Hier sehen Sie, wie die Wähler entschieden haben.

    21.15 Uhr: So hat der Wahlkreis 237 Landkreis Bayreuth abgestimmt

    Hier gibt es die Ergebnisse der Erst- und Zweitstimmen des Wahlkreises 237. So hat der Landkreis Bayreuth bei der Bundestagswahl 2017 abgestimmt.


    21.00 Uhr: Die Ergebnisse in Kulmbach/Lichtenfels

    Die CSU-Politikerin Emmi Zeulner hat vier Jahre nach ihrem Einzug in den Bundestag erneut das Direktmandat im oberfränkischen Wahlkreis Kulmbach gewonnen. Die 30-Jährige holte 55,4 Prozent der Erststimmen - 1,5 Prozentpunkte weniger als 2013. Bei den Zweitstimmen fiel das Minus am Sonntag deutlicher aus: In dem laut Landeswahlleiter ersten ausgezählten Wahlkreis in Bayern kam die CSU auf 43,4 Prozent, das sind 8,9 Punkte weniger als vor vier Jahren. Von 2002 bis zu seinem Rückzug 2011 hatte Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Direktmandat des Wahlkreises Kulmbach inne.

    Wahlkreis 240 - Kulmbach Bundestag 2017 %Erstst. %Zweitst. (%Zweitst. 13) (%Diff) Abgegeben ---- 79,3 (70,9) (+ 8,4) CSU 55,4 43,4 (52,3) (- 8,9) SPD 16,1 17,7 (21,5) (- 3,8) Grüne 4,4 5,9 ( 5,3) (+ 0,6) FDP 4,0 7,7 ( 3,7) (+ 4,0) AfD 11,6 13,4 ( 4,0) (+ 9,4) Linke 3,8 4,8 ( 3,6) (+ 1,2)
    Gewählt: Emmi Zeulner (CSU)


    20.40 Uhr: Meuthen zur Rolle der AfD: "Krawall ist für uns keine Kategorie"

    Die AfD will sich nach Worten von Parteichef Jörg Meuthen im neuen Bundestag als konstruktive und harte Oppositionskraft einbringen. "Krawall ist für uns keine Kategorie, wir wollen eine sehr harte, deutliche Opposition machen. Die hat dieses Land auch bitter nötig, denn die hat dieses Land bis jetzt nicht gehabt", sagte Meuthen am Sonntagabend in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF, in der die Vertreter der Parteien das Ergebnis der Bundestagswahl diskutierten. Die AfD beklage massive Rechtsbrüche der Regierung in der Migrations- und Europapolitik, sagte Meuthen. Wer regiert, werde sich warm anziehen müssen. Meuthen ist AfD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag. Im Gegensatz zur zweiten Parteivorsitzenden Frauke Petry kandidierte er selbst nicht für den Bundestag.

    20.24 Uhr: Merkel: Scheue mich nicht vor Flüchtlings-Untersuchungsausschuss

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zurückhaltend zu AfD-Forderungen nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu ihrer Flüchtlingspolitik geäußert. "Ich scheue mich vor keinem Untersuchungsausschuss", sagte Merkel am Sonntag in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. Die CDU-Chefin ergänzte aber: "Wir müssen nur aufpassen, dass wir noch genug Zeit haben, uns um die Zukunft zu kümmern." Es gehe um die wirtschaftliche Zukunft des Landes, Deutschland befinde sich "in einer der dramatischsten Umbrüche der Menschheit", der Digitalisierung. "Deshalb rate ich uns, die Legislaturperiode nicht mit Vergangenheitsschau allein" zu beginnen. Merkel kündigte zugleich eine sehr harte Auseinandersetzung mit der AfD auf dem Boden des Grundgesetzes im Parlament an.


    20.00 Uhr: Herrmann: Haben Rot-Rot-Grün verhindert

    CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann hat das Wahlergebnis seiner Partei in Bayern als "klar enttäuschend" bezeichnet. Immerhin sei es gelungen, ein rot-rot-grüne Regierung zu verhindern, sagte er am Sonntagabend in ARD und ZDF. Ohne CDU und CSU könne in Berlin nicht regiert werden. Es komme jetzt darauf an, die "rechte Flanke zu schließen", sagte er und betonte zugleich: "Wir haben mit AfD-Positionen überhaupt nichts am Hut." Die CSU-Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge wiederholte Herrmann nicht. Bei Koalitionsverhandlungen könne sich niemand zu 100 Prozent durchsetzen.

    19.50 Uhr: Demonstration vor AfD-Wahlparty in Berlin

    Einige hundert Demonstranten haben am Abend der Bundestagswahl in Berlin vor der Wahlparty der AfD protestiert. Etwa 300 Menschen versammelten sich am Sonntagabend vor einem Hochhaus am Alexanderplatz, wo die AfD in einem der unteren Geschosse ihren Einzug in den Bundestag feierte.

    Viele Demonstranten pfiffen, riefen Parolen wie "Haut ab, haut ab" und "AfD Rassistenpack" oder machten Krach mit verschiedenen Instrumenten. Darunter waren auch Vertreter linksradikaler Gruppen wie der Antifa. Auf einem Transparent stand "Rassismus ist keine Alternative". Manche AfD-Politiker und -Anhänger fotografierten und filmten vom Balkon aus die Demonstranten. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten

    19.45 Uhr: Union stabil bei 33 Prozent

    CDU/CSU: 33%
    SPD: 20,8%
    FDP: 10,5%
    Grüne: 9,1 %
    Linke: 8,7%
    AfD: 13,3%
    Sonstige: 4,6 %

    Dies würde folgende Sitzverteilung bedeuten:

    CDU/CSU: 218
    SPD: 138
    Linke: 58
    Grüne: 60
    FDP: 69
    AfD: 88

    19.25 Uhr: Hochrechnung: Ergebnis kaum verändert, AfD weiter drittstärkste Kraft

    CDU/CSU: 33,2%
    SPD: 20,8%
    FDP: 10,4%
    Grüne: 9,2 %
    Linke: 8,7%
    AfD: 13,1%
    Sonstige: 4,8 %

    Dies würde folgende Sitzverteilung bedeuten:

    CDU/CSU: 220
    SPD: 137
    Linke: 57
    Grüne: 61
    FDP: 69
    AfD: 87

    19.02 Uhr: Seehofer will CSU trotz Desasters weiter führen


    CSU-Chef Horst Seehofer will seine Partei trotz des voraussichtlich schlechtesten Bundestagswahlergebnisses seit 1949 weiter führen. "Ich bin dazu bereit", sagte Seehofer am Sonntagabend im BR Fernsehen. Angesichts der zu erwartenden innerparteilichen Angriffe forderte der Parteichef die CSU-Kollegen auf, "menschlich anständig" miteinander umzugehen. Die CSU wolle bis zur bayerischen Landtagswahl in einem Jahr Vertrauen zurückgewinnen.

    Seehofer deutete an, die umstrittene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge in Berliner Koalitionsverhandlungen einbringen zu wollen. Er sagte den Parteifreunden zu, dass die CSU alles tun und "keine falschen Kompromisse" eingehen werde, um den Bayernplan durchzusetzen.

    19 Uhr: Neue Hochrechnung - AfD stabil bei 13,3 Prozent, Union bei 33,1 Prozent

    CDU/CSU: 33,1%
    SPD: 20,4%
    FDP: 10,4%
    Grüne: 9,3 %
    Linke: 9%
    AfD: 13,3%
    Sonstige: 4,8 %

    Dies würde folgende Sitzverteilung bedeuten:

    CDU/CSU: 219
    SPD: 135
    Linke: 59
    Grüne: 62
    FDP: 69
    AfD: 87

    18.35 Uhr: Bundestagswahl 2017 - die zweite Hochrechnung

    CDU/CSU: 32,9%
    SPD: 20,2%
    FDP: 10,5%
    Grüne: 9,3 %
    Linke: 8,9%
    AfD: 13,3%
    Sonstige: 4,8 %

    Dies würde folgende Sitzverteilung bedeuten:
    CDU/CSU: 217
    SPD: 134
    Linke: 60
    Grüne: 62
    FDP: 70
    AfD: 88

    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die Wahlniederlage seiner Partei bei der Bundestagswahl eingeräumt. "Heute ist ein schwerer und ein bitterer Tag für die deutsche Sozialdemokratie" sagte Schulz am Sonntagabend. Die SPD habe ihr Wahlziel verfehlt.

    18.30 Uhr: FDP und Grüne gesprächsbereit - Jamaika kein Automatismus

    Grüne und FDP sind nach der Bundestagswahl gesprächsbereit, was eine mögliche Koalition mit der Union angeht. Einen Automatismus für ein Jamaika-Bündnis gebe es aber nicht. FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte am Sonntagabend in der ARD: "Man kann uns nicht in eine Koalition hineinzwingen." Dies gelte ungeachtet der Tatsache, dass die SPD eine Fortsetzung der großen Koalition ablehne.

    Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, seine Partei werde "sehr ernsthafte Gespräche" mit den anderen demokratischen Parteien führen. Das gute Abschneiden der AfD sei "bitter für alle Bürger".

    18.20 Uhr: Gauland: "Wir werden sie jagen"

    AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat das gute Wahlergebnis seiner Partei als Kampfansage an die künftige Bundesregierung gewertet. "Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen", sagte er am Sonntagabend in Berlin. "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen." Die Rechtspopulisten sind nach den Prognosen bei der Bundestagswahl am Sonntag drittstärkste Kraft geworden.

    18.15 Uhr: Bundestagswahl: Das ist die erste Hochrechnung

    CDU/CSU: 32,7%
    SPD: 20,2%
    FDP: 10,5%
    Grüne: 9,4 %
    Linke: 8,9%
    AfD: 13,4%
    Sonstige: 5%

    18.10 Uhr: Prognose: CSU stürzt auf 38,5 Prozent ab


    Die CSU hat bei der Bundestagswahl nach einer Prognose des Bayerischen Fernsehens ein Debakel erlebt: Die Christsozialen von Parteichef Horst Seehofer stürzten demnach am Sonntag auf 38,5 Prozent ab - nach 49,3 Prozent vor vier Jahren.

    Die SPD kam in Bayern laut BR auf 15 Prozent (2013: 20,0). Auf dem dritten Platz landete demnach die AfD mit 12,5 Prozent (2013: 4,3). Die Grünen erreichten 10,5 Prozent (2013: 8,4), die FDP 10 Prozent (2013: 5,1) und die Linke 6,5 Prozent (2013: 3,8).
    Für die CSU und Seehofer persönlich ist dies ein sehr schlechtes Signal, da in einem Jahr ein neuer Landtag gewählt wird. Dort droht der CSU wieder, wie 2008, der Verlust der absoluten Mehrheit.

    18.05 Uhr: SPD will in die Opposition gehen

    Die SPD-Spitze hat sich nach dem historischen Absturz bei der Bundestagswahl einmütig dafür ausgesprochen, in die Opposition gehen. Das erfuhren die Deutsche Presse-Agentur und "Focus" nach einer Telefonschalte unter Leitung des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz am Sonntag.

     


    18 Uhr: Bundestagswahl 2017 - die erste Prognose

    Die Bundestagswahl2017 ist gelaufen, die Wahllokale haben geschlossen. Nach einer ersten Prognose ist die Stimmenverteilung wie folgt:

    CDU/CSU: 32,5%
    SPD: 20%
    FDP: 10,5%
    Grüne: 9,5 %
    Linke: 9%
    AfD: 13,5%
    Sonstige: 5%

    Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung:
    CDU/CSU: 216
    SPD: 133
    FDP: 70
    Grüne: 63
    Linke: 60
    AfD: 89



    17.40 Uhr: Merkel und Schulz im Wahllokal optimistisch

    Der Herausforderer war schnell, die Amtsinhaberin ließ sich Zeit. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gab am Sonntag als einer der ersten Spitzenpolitiker in seiner Heimatstadt Würselen seine Stimme zur Bundestagswahl ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tat dies erst am Nachmittag in Berlin. Zuversicht versuchten beide auszustrahlen.

    Gemeinsam mit Ehemann Joachim Sauer schritt die Kanzlerin in Berlin-Mitte an die Wahlurne. Im Wahllokal, wo sonst Studierende zu Mittag essen, warteten zahlreiche Journalisten auf das Paar. Auf dem Weg dorthin hielt der Chemieprofessor einen Schirm schützend über seine Frau - das Wetter in Berlin war regnerisch. Die Kanzlerin präsentierte sich dennoch gut gelaunt und fand noch Zeit für einen Schwatz mit den Wahlhelfern. Für den Wahltag hatte Merkel einen blutorangefarbenen Blazer gewählt, ihr Mann entschied sich für eine grüne Krawatte.

    Auch Schulz gab sich optimistisch. Immerhin war das Wetter in Würselen viel besser als in Berlin. Hand in Hand mit Ehefrau Inge betrat er in schwarzem Anzug und mit rot gemusterter Krawatte das Rathaus seiner Heimatstadt. In der Nacht vor der Bundestagswahl habe er sehr gut geschlafen. "Ich bin optimistisch, dass die SPD mit einem guten Resultat aus diesem Wahlkampf herauskommt", sagt Schulz im Anschluss. Vor dem Wahllokal zeigte der SPD-Chef das Victory-Zeichen. Als er später zu dem wartenden Auto geht, fragt ihn jemand: "Wie viel holt die SPD heute?" Schulz stutzt kurz: "Genug, dass ich Kanzler werde."

    17.30 Uhr: Kleine Pannen bei der Bundestagswahl

    Schreck für Wahlhelfer: In Bad Lobenstein im Saale-Orla-Kreis ging bei der Bundestagswahl am Sonntag die Tür zum Wahllokal nicht gleich auf. Statt die ersten Wähler warten zu lassen, improvisierten die ehrenamtlichen Helfer und ermöglichten kurzerhand die Stimmabgabe in einem anderen Raum, wie Landeswahlleiter Günter Krombholz berichtete. Das Problem sei noch in der ersten Stunde nach Wahlbeginn behoben worden.

    In Dornburg im Saale-Holzland-Kreis behalfen sich Wahlhelfer wiederum mit einer Decke. Der Grund: Nahe am Wahllokal stand ein Auto mit einem Aufkleber, der als unerlaubte Wahlwerbung verstanden werden konnte. Bis der Besitzer den Wagen wegfahren konnte, blieb der Aufkleber abgedeckt.

    16.55 Uhr: Bundestagswahl: Wahlbeteiligung in Bayern höher, vor allem in Städten

    Bei der Bundestagswahl zeichnet sich in Bayern eine deutlich höhere Beteiligung ab als 2013. In den meisten größeren Städten im Freistaat berichteten Wahlämter am Nachmittag von teils weitaus mehr Urnengängern als vor vier Jahren - damals hatten am Ende so wenige abgestimmt wie nie zuvor. Zugleich haben heuer viele ihr Kreuz schon vorher gemacht: Es gab ein deutliches Plus bei den Briefwählern.

    Aus Nürnberg meldete das Wahlamt ein relativ hohe Beteiligung: Bis 14.00 Uhr wählten inklusive Briefwahl 47,7 Prozent der Wähler - 2013 waren es 41,9 Prozent. "Wir haben eine Reihe von Events in Nürnberg und es könnte sein, dass der ein oder andere früher zum Wählen gegangen ist, damit er später zu einer Veranstaltung kann", sagte Kreiswahlleiter Wolf Schäfer. Gleichwohl habe es bei der Briefwahl heuer einen Rekord gegeben. Rund 93 000 Wahlscheine seien ausgestellt worden, von denen mehr als 90 Prozent zurückgekommen seien. 2013 waren es noch etwa 80 000.

    16.45 Uhr: Diese Suchworte sind am Wahlsonntag bei Google beliebt

    Google hat auf seiner Facebookseite geschrieben, dass die Begriffe "Personalausweis" und "Wählen ohne Wahlbenachrichtigung" besonders stark am heutigen Wahlsonntag gesucht werden. Besonders Vergessliche scheinen ein gesteigertes Informationsbedürfnis zu besitzen.Tatsächlich darf jeder Wähler auch wählen gehen, wenn er oder sie die Benachrichtigung nicht mehr hat. Einfach den Personalausweis vorzeigen.

     

     




    15.45 Uhr: Wahlbeteiligung bis 14 Uhr - niedriger als bei Bundestagswahl 2013

    Bei der heutigen Bundestagswahl haben bis 14:00 Uhr 41,1 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Dabei sind die abgegebenen Stimmen der Briefwählerinnen und Briefwähler nicht berücksichtigt.
    Der Bundeswahlleiter hat diesen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung in Zusammenarbeit mit den Landeswahlleitungen auf Grundlage der Wahlbeteiligung in ausgewählten Wahllokalen für ganz Deutschland ermittelt.
    Bei der letzten Bundestagswahl 2013 hatte die Wahlbeteiligung bis 14:00 Uhr bei 41,4 Prozent gelegen; die Wahlbeteiligung insgesamt hatte 71,5 Prozent betragen.

     


    Der Zwischenstand wird auf Grundlage der Beteiligung in ausgewählten Wahllokalen ermittelt. Allerdings sind in den Berechnungen nicht die Stimmen der Briefwähler enthalten. Experten erwarten in diesem Jahr einen Rekord an Briefwahlstimmen.

    15 Uhr: Rege Wahlbeteiligung bis Mittag in Großstädten

    Bei der Bundestagswahl deutet sich am Sonntag vielerorts eine höhere Beteiligung als 2013 an. Das geht aus Mitteilungen der Landeswahlleiter zu mehreren Großstädten hervor. In der bayerischen Landeshauptstadt zeichnet sich am Nachmittag eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als 2013 ab. Bis 14.00 Uhr gaben einschließlich Briefwahl 71,6 Prozent ihre Stimme ab - vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt erst 57,6 Prozent.

    Bei der Stimmabgabe für einen neuen Bundestag hat sich am frühen Sonntagnachmittag in Hessen eine höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als 2013. Bis 14 Uhr gaben rund 45,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, vor vier Jahren waren es zur selben Zeit lediglich 40 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte.

    14.50 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel wählt - und schweigt
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zusammen mit ihrem Mann Joachim Sauer zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl gegangen. In einem orangeroten Blazer und mit silberner Halskette gab Merkel unter großer Medienbeteiligung am Sonntagmittag im Wahllokal der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte ihre Stimme ab - und schwieg. Sie gab kein Statement ab, sondern sprach nach dem Urnengang nur kurz mit den Wahlhelfern. Ihr Mann trug ein schwarzes Sakko mit goldenen Knöpfen - zusammen mit einer grünen Krawatte.

    14.30 Uhr: Wie geht es nach der Wahl weiter?
    Nach der Bundestagswahl geht es an die Bildung der neuen Regierung. Spätestens 30 Tage nach der Abstimmung muss der Bundestag erstmals zusammenkommen, das wäre der 24. Oktober. Bis dahin amtiert die bisherige Koalition. Der Alterspräsident eröffnet die konstituierende Parlamentssitzung mit einer Rede. Dann wird unter anderem über den Bundestagspräsidenten abgestimmt. Den Bundeskanzler wählen die Abgeordneten in einer späteren Sitzung, in der in der Regel auch die gesamte Regierung vereidigt wird. 2013 trat Angela Merkel (CDU) erst in der vierten Bundestagssitzung am 17. Dezember ihre erneute Kanzlerschaft an - also fast drei Monate nach der Wahl.

    13.17 Uhr: Rund 60 Wahlbeobachter der OSZE im Einsatz
    Bei der Bundestagswahl sind rund 60 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) im Einsatz. Dies bestätigte ein Sprecher in Berlin. Die Mission wird von George Tsereteli aus Georgien geleitet. Nach 2009 und 2013 sind Beobachter der OSZE zum dritten Mal bei einer Bundestagswahl dabei. Sie waren von der Bundesregierung eingeladen worden. Dies sei "übliche Praxis" der OSZE-Mitgliedsstaaten, sagte Tsereteli.

    Teams von jeweils zwei Beobachtern sollten Wahllokale in mehreren deutschen Städten besuchen. Sie informieren sich über die Abläufe, sprechen mit den Wahlhelfern und beobachten die Stimmabgabe. "Wir sind keine Wahl-Polizei", betonte Tsereteli. Schon vor Monaten hatte die OSZE erklärt, es bestehe kein Zweifel an den rechtmäßigen Abläufen, allerdings hätten einige Ansprechpartner Sorge über gleiche Chancen im Wahlkampf und bei dessen Finanzierung geäußert.
    Am Montag wird die Beobachtermission in Berlin über ihren Einsatz berichten.

    13.12 Uhr: Auch in anderen Städten Deutschlands gab es bis zum Mittag eine rege Wahlbeteiligung
    In Hamburg hatten bis 11.00 Uhr 37,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es nach Angaben des Statistikamtes Nord zu diesem Zeitpunkt erst 35,4 Prozent. In Bremen wählten bis 12.00 Uhr 27,1 Prozent nach 24,9 Prozent 2013.

    Einen ähnlichen Trend gab es in Baden-Württemberg. In Stuttgart hatten bis 12.00 Uhr 19,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze gemacht. Das waren 0,5 Prozentpunkte mehr als 2013.

    In Potsdam bildeten sich nach Angaben eines Stadtsprechers vielerorts Schlangen vor den Wahllokalen. In Sachsen-Anhalt hatten bis 12.00 Uhr 29,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 25,8 Prozent.

    Allerdings meldeten einige Bundesländer auch einen ruhigen Start der Wahl. In Sachsen blieb die Wahlbeteiligung bis zum Mittag im Vergleich zu 2013 unverändert. In Thüringen sank sie sogar auf 24,5 Prozent. 2013 hatten zu diesem Zeitpunkt schon 31,2 Prozent gewählt.

    13.07 Uhr: Großstädte in Bayern melden höhere Wahlbeteiligung
    Die Bundestagswahl lockt in Bayern bislang deutlich mehr Menschen an die Urnen als 2013. In den meisten größeren Städten im Freistaat lag die Beteiligung bis zum Mittag höher als bei der Wahl vor vier Jahren - damals hatten am Ende so wenige abgestimmt wie nie zuvor. Gleichwohl haben viele ihr Kreuz schon vorher gemacht: Die Wahlämter meldeten ein deutliches Plus bei den Briefwählern.

    In München lag die Wahlbeteiligung bis 12.00 Uhr einschließlich der Briefwahl bei 57,1 Prozent, vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 44,3 Prozent. Auch aus Nürnberg meldete das Wahlamt ein stärkeres Interesse: Dort gaben einschließlich Briefwahl 29,6 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2013 waren es noch 26,4 Prozent.

    In Augsburg machten bis 12.00 Uhr 29,4 Prozent der Wähler im Wahllokal ihr Kreuz, vor vier Jahren waren es zur gleichen Zeit 23,0 Prozent, wie der Leiter des Wahlamts mitteilte. Deutlich stärker als 2013 war der Andrang auch in Regensburg. Dort gaben bis 12.00 Uhr 26 Prozent der Wähler ihre Stimme ab - sechs Prozentpunkte über dem Niveau von 2013. "Die Urnengänger waren fleißiger als vor vier Jahren", sagte ein Sprecher des Wahlamts dazu. Auch aus Würzburg wurde eine höhere Beteiligung gemeldet: Dort gaben bis 12.00 Uhr laut einer Stichprobe 16,6 der Wahlberechtigten ihre Stimme im Wahllokal ab, 2013 waren es 14,9.

    12.18 Uhr: Steinmeier dankt Wahlhelfern
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den rund 650.000 Wahlhelfern bei der Bundestagswahl gedankt. Sie trügen auch in diesem Jahr zu einem reibungslosen Ablauf der Wahl bei, sagte er am Sonntag bei der Stimmabgabe in Berlin. Steinmeier kam bei kühlem, regnerischen Wetter in Begleitung seiner Frau Elke Büdenbender in das Wahllokal in einer Grundschule im Stadtteil Zehlendorf. Dort reihten sich beide zunächst geduldig in die Warteschlange ein und redeten mit anderen Wahlberechtigten, ehe sie zur Wahl schritten. Steinmeier zeigte sich erfreut über die offenkundig rege Wahlbeteiligung, die er in der Schule erleben konnte.

    11.03 Uhr: Feuerwehr muss Wahllokal in Augsburg öffnen
    Sie hatten keine andere Wahl als den Notruf: Weil sich ein Wahllokal in Augsburg nicht öffnen ließ, ist am Sonntag die Feuerwehr angerückt. Als die Wahlhelfer am Sonntagmorgen den Raum in einer kirchlichen Einrichtung aufschließen wollten, gab es ein technisches Problem. "Der Transponder für das elektronische Schloss an der Tür hat nicht funktioniert", teilte ein Sprecher der Stadt Augsburg mit. Die alarmierte Feuerwehr habe die Eingangstür aus- und unbeschädigt wieder eingehängt. Die Wahl konnte um 08.00 Uhr ordnungsgemäß beginnen. "Mit einem altmodischen Schlüssel wäre das nicht passiert", sagte der Sprecher.

     

     

     


    10.39 Uhr: Schulz gibt Stimme ab
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat in Würselen seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Gegen 10 Uhr betrat er zusammen mit seiner Ehefrau Inge das Wahllokal im Rathaus seiner Heimatstadt. Er hoffe, dass das schöne Wetter dazu beitrage, dass möglichst viele Menschen an der Wahl teilnehmen, sagte der 61-Jährige. "Ich hoffe, dass heute möglichst viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und eine demokratische Zukunft der Bundesrepublik Deutschland bestärken, indem sie demokratischen Parteien ihre Stimme geben."

     

     

     




    Viele Wähler seien bis zuletzt unentschlossen, wen sie wählen sollen, sagte Schulz. "Ich glaube, auch heute am Wahltag gibt es nach wie vor Bürgerinnen und Bürger, die überlegen, was sie mit ihrer Stimme machen." Er sei zuversichtlich, dass viele der Unentschlossene ihre Stimme seiner Partei geben. "Ich bin optimistisch, dass die SPD mit einem guten Resultat aus diesem Wahlkampf herauskommt."

    10.07 Uhr: Bis 18 Uhr kann gewählt werden
    An diesem Sonntag wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Bundeswahlleiter Dieter Sarreither ruft alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, an der Wahl teilzunehmen: "Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Grundrecht unserer Demokratie Gebrauch. Sie können so Einfluss auf künftige politische Entscheidungen in Deutschland nehmen, die Sie persönlich, aber auch uns alle gemeinsam betreffen." Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet.

    Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier forderte die Bürger eindringlich zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl auf. "Wahlrecht ist Bürgerrecht", schrieb Steinmeier in einem Wahlaufruf in der "Bild am Sonntag". "Für mich ist es in einer Demokratie vornehmste Bürgerpflicht. Gehen Sie zur Wahl! Überlassen Sie Ihre Stimme nicht anderen."

    Wer nicht wähle, lasse nur andere über die Zukunft des Landes entscheiden: "Darüber, wie es weitergeht bei Arbeit und Wirtschaft, Bildung und Gesundheit, Pflege und Alterssicherung, in der Flüchtlingspolitik und bei der Integration, bei innerer und äußerer Sicherheit, bei Klima und Umwelt."

    Es sei vielleicht noch nie so spürbar gewesen wie jetzt, dass es in Wahlen auch um die Zukunft der Demokratie und die Zukunft Europas gehe, schrieb Steinmeier. "Es geht bei dieser Wahl um viel. Wenn Sie wählen, geht es um das, was Ihnen wichtig ist."

    09.46 Uhr: Künftiger Bundestag erreicht voraussichtlich Rekordgröße
    Der nächste Bundestag wird Berechnungen zufolge so groß werden wie nie zuvor. Nach Schätzungen des Friedrichshafener Politologen Joachim Behnke dürften im künftigen Parlament zwischen 680 und 700 Abgeordnete Platz nehmen. "Keine andere Demokratie der Welt hätte dann so viele Sitze im Parlament", sagte Behnke der Deutschen Presse-Agentur. Der bislang größte Bundestag hatte 672 Sitze. Das war nach der Wahl 1994.

    Behnkes Schätzungen basieren auf dem letzten ZDF-"Politbarometer" vor der Wahl. Demnach käme die SPD auf 21,5 Prozent der Stimmen, die Union auf 36 Prozent. Derzeit sitzen im Parlament 631 Abgeordnete. Regulär vorgesehen sind 598.

    Behnke erklärt den vermuteten deutlichen Anstieg unter anderem mit dem voraussichtlichen Einzug von FDP und AfD ins Parlament: "Allein dadurch bekommen wir voraussichtlicht auf 25 bis 30 zusätzliche Sitze." Durch die zusätzlichen Parteien sinke der Zweitstimmenanteil der anderen Parteien, was vor allem bei der CDU zu deutlich mehr Überhangmandaten führen dürfte. Damit diese das Stimmenverhältnis nicht verzerren, werden sie mit sogenannten Ausgleichsmandaten für die anderen Parteien aufgewogen.

    Schon nach der Wahl 2013 hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Größe des Parlaments kritisiert. Eine effiziente Arbeit sei bei zu vielen Abgeordneten nicht mehr gewährleistet. Immer wieder brachte Lammert eine Obergrenze ins Spiel - allerdings vergeblich.

    09.28 Uhr: Grünen-Chef Özdemir wählt in Berlin
    Der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir, hat am Sonntagmorgen als einer der ersten Spitzenpolitiker seine Stimme bei der Bundestagswahl abgegeben. Gut gelaunt grüßte er wartende Journalisten, Wahlhelfer und andere Wähler, verließ danach das Wahllokal im Berliner Bezirk Kreuzberg aber kommentarlos. Die Grünen kämpfen mit anderen kleineren Parteien um den dritten Platz. Umfragen sahen sie zuletzt bei nur sieben bis acht Prozent.

     

     

     

     


    08.15 Uhr: Wahlkampf bis zum Schluss
    Ungeachtet der erwarteten Verluste für die Regierungsparteien Union und SPD gilt bei der Bundestagswahl am Sonntag eine Bestätigung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als sicher. Ungewiss bleibt aber, wie stark sie aus der Wahl hervorgeht und welche Koalition sie künftig anführt. Mit Sorge wird vor allem auf das Abschneiden der AfD geblickt, die als drittstärkste Kraft und zweistellig in den Bundestag einziehen könnte.

     

     

     


    Koalitionsfrage offen

    Merkel, ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz und andere Spitzenkandidaten kämpften am Samstag bis zuletzt um die Stimmen unentschlossener Wähler. Schulz warb in Aachen noch einmal für einen Regierungswechsel unter seiner Führung. "Wir kämpfen bis zur letzten Minute", sagte der 61-Jährige. Es gelte, eine "Regierung der sozialen Kälte" und einen Erfolg der AfD zu verhindern. "Es droht zum ersten Mal seit 1945, dass im Bundestag wieder die Totengräber der Demokratie das Wort ergreifen", warnte er.

    Merkel besuchte zum Abschluss des Wahlkampfs ihren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie vor vier Jahren 56,2 Prozent der Erststimmen erhalten hatte. Aufmerksam wird registriert werden, wie viele Stimmen sie dort am Sonntag an die AfD abgeben muss. Zuvor rief sie die CDU noch einmal zum Kampf um die Stimmen unentschiedener Wähler auf. "Viele entscheiden sich erst in den letzten Stunden", sagte sie bei einem Treffen mit jungen CDU-Wahlkampfhelfern in Berlin. Deshalb gelte nun die Parole: "Ran an den Speck!"

    Rund 61,5 Millionen Deutsche sind am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale haben von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Letzte Umfragen sehen die Union zwischen 34 und 36 Prozent. Die SPD steht bei 21 bis 22 Prozent. Die AfD käme auf 11 bis 13 Prozent, die Linke auf 9,5 bis 11, die FDP auf 9 bis 9,5 Prozent. Die Grünen stehen bei 7 bis 8 Prozent.

    Damit könnte neben einer neuen großen Koalition aus Union und SPD auch ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen möglich werden. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Union 41,5 Prozent bekommen, die SPD 25,7 Prozent, die Linke kam auf 8,6, die Grünen erreichten 8,4 Prozent. FDP (4,8) und AfD (4,7) scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

    SPD-Kanzlerkandidat Schulz konnte unmittelbar vor der Wahl im direkten Vergleich mit Merkel den Abstand deutlich verringern. Nach einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" würden sich 45 Prozent für Merkel und 32 Prozent für Schulz entscheiden, wenn der Bundeskanzler direkt gewählt würde. Vor vier Wochen hatte Merkel noch mit 51 zu 22 Prozent geführt.

     

     


    Wie stark wird die AfD?

    Wie stark der erwartete Einzug der AfD in den Bundestag das politische Klima in Deutschland verändern wird, beschäftigt unterdessen Politiker und Experten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bezeichnete die AfD als "Wolf im Schafspelz". Der Verfassungsschutz verfolge, "ob sich Rechtsextremisten dieser Partei bemächtigen und ob sie Einfluss auf die Partei haben", sagte er t-online.de.

    Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, äußerte sich besorgt über die hitzige Stimmung vor allem in Ostdeutschland. "Diese Wut und der Hass, der dieser Tage auf der Straße zu beobachten ist, beunruhigt mich schon sehr", sagte er der "Berliner Zeitung" (Samstag). Mit Blick auf das Erstarken der AfD sagte Krüger: "Wir können nur hoffen, dass wir am Wahltag nicht unser blaues Wunder erleben."

    Befürchtungen gibt es auch beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Dessen Präsident Josef Schuster hält es für möglich, dass sich die AfD in Zukunft auch gegen Menschen jüdischen Glaubens wenden könnte. "Es ist eine Partei, die gegen Minderheiten Stimmung macht", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). Im Moment richte sich das vorwiegend gegen Muslime. Aber es könnte auch andere Minderheiten treffen. "Dazu zähle ich auch Juden", sagte Schuster.

    Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, erwartet, dass sich die AfD nach ihrem Einzug in den Bundestag rasch zerstreitet. "Die AfD wird sich zerlegen, weil das bei sektiererischen Gruppen vom rechten Rand bisher immer so war", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Meinungsforscher sieht aber keine Gefahr für die Demokratie, wenn die AfD erstmals im Bundestag vertreten ist. "Es ist unerfreulich, aber keine Katastrophe, weil die Deutschen insgesamt als Demokraten gefestigt sind."

    08.00 Uhr: Die Wahllokale öffnen
    Um 8.00 Uhr haben auch in Bayern die Wahllokale geöffnet: Rund 9,5 Millionen Menschen im Freistaat können bei der Bundestagswahl heute ihre Stimmen abgeben. Damit kommen etwa 15 Prozent aller Wahlberechtigten (61,5 Millionen) aus Bayern, das hinter Nordrhein-Westfalen bundesweit den zweiten Rang einnimmt.

    Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Die Zweitstimme ist die Entscheidende - sie allein bestimmt über die neue Sitzverteilung im Bundestag. Mit der Erststimme wird in jedem Wahlkreis ein Direktkandidat gewählt. Zahlreiche Menschen in Bayern haben ihr Votum allerdings schon per Briefwahl abgegeben und müssen heute nicht mehr zu den Wahlurnen.

    In Bayern sind in diesem Jahr 21 Landeslisten zur Wahl zugelassen. Direkt gewählt werden von Aschaffenburg im Norden bis Berchtesgaden im Süden 46 bayerische Bundestagsabgeordnete. Wegen des Bevölkerungszuwachses ist seit 2013 ein Wahlkreis hinzugekommen.

    Bei der Bundestagswahl 2013 war die CSU am Ende auf 49,3 Prozent der Zweitstimmen gekommen. Die SPD erreichte 20,0 Prozent, die Grünen holten 8,4 Prozent, die FDP 5,1 Prozent, die AfD 4,3 Prozent, die Linke 3,8 Prozent und die Freien Wähler erzielten 2,7 Prozent.