Bayreuth
Krankheit

Virus an fränkischer Uni: Mehrere Studenten mit Mumps infiziert - Gesundheitsamt reagiert

An der Bayreuther Universität kursiert das Mumps-Virus. Mehrere Studenten sind bereits betroffen. Nun reagiert das Gesundheitsamt.
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An der Universität in Bayreuth haben sich mehrere Studenten mit Mumps angesteckt. Foto: Daniel Karmann/dpa
An der Universität in Bayreuth haben sich mehrere Studenten mit Mumps angesteckt. Foto: Daniel Karmann/dpa

Mumps-Infektionen an Uni Bayreuth: Seit Oktober 2019 ist es an der Bayreuther Universität zu drei Fällen von Mumps gekommen. Die Infektionen stehen Informationen des zuständigen Gesundheitsamtes zufolge im Zusammenhang. Die Universität gibt nun Tipps, um einer weiteren Ausbreitung der ansteckenden Virusinfektion entgegenzutreten.

Mumps an der Uni Bayreuth: Hodenentzündungen möglich

Da das Gesundheitsamt und die Universität davon ausgehen, dass die Infektionen im Zusammenhang stehen, ist klar: Die Betroffenen haben sich gegenseitig angesteckt. Mumps wird entweder über die Luft, das heißt beim Husten, Niesen und Sprechen, oder durch direkten Kontakt, wie beispielsweise beim Küssen, übertragen. Das berichtet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Symptome der Krankheit ähneln im Anfangsstadium einer Grippe: Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen treten meist auf. Spätestens nach sieben Tagen äußert sich Mumps in einer Schwellung der sogenannten "Ohrspeicheldrüse". Diese befindet sich auf Höhe der Nase, nahe der Ohrmuschel. Mumps ist vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem als auch für Schwangere eine Gefahr. Als schwerwiegendste Konsequenz droht Männern eine Hodenentzündung, Frauen eine Entzündung der Brüste oder Eierstöcke. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit können mehr als zwei Wochen vergehen.

Deshalb raten die Behörden nun zu einer Impfung. Der Vorteil daran: Wer sich innerhalb weniger Tage nach der Mumps-Ansteckung impfen lässt, kann den Ausbruch möglicherweise noch verhindern. Das gilt laut Gesundheitsamt allerdings nur für Einzelfälle. Die Impfung helfe jedoch in jedem Fall, die Symptome zu lindern. Immun gegen Mumps sind Menschen, die im Kindesalter zweifach oder als Erwachsener ein Mal geimpft wurden.

tu

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