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Gefrees
Verkehrsunfall

Schwerer Lkw-Unfall auf A9: Laster rast in Unfallstelle - Autobahn stundenlang gesperrt

Am Mittwochabend kam es bei Gefrees im Kreis Bayreuth zu einem folgenschweren Lkw-Unfall auf der A9. Ein nachfolgender Lastwagen raste mit seinem Gespann in eine Unfallstelle. Die Autobahn war bis in die Morgenstunden gesperrt.
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Ein folgenschwerer Lkw-Unfall ereignete sich am Mittwochabend auf der A9 im Kreis Bayreuth. Foto: NEWS5 / Fricke
Ein folgenschwerer Lkw-Unfall ereignete sich am Mittwochabend auf der A9 im Kreis Bayreuth. Foto: NEWS5 / Fricke

Schwerer Lkw-Unfall mit Folgeunfall auf der A9 bei Gefrees: Gegen 20.45 Uhr wollte ein 44-jähriger Kraftfahrer mit seinem Sattelzug die Autobahn 9 verlassen und auf den Parkplatz Streitau bei Gefrees im Kreis Bayreuth fahren, um dort seine Ruhepause zu nehmen. Beim Abfahren von der Autobahn wurde er von einem vorbeifahrenden Lkw mit Anhänger seitlich touchiert. Dabei wurde die Plane des ersten Sattelaufliegers aufgerissen und eine Metallstrebe herausgerissen, die auf die Fahrbahn geschleudert wurde.

Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt fort ohne anzuhalten. Laut Zeugenaussagen soll es sich um einen Lkw mit Anhänger handeln. Auf dem Anhänger befand sich ein gelber Container (oder eine Wechselbrücke) mit der roten Aufschrift "DHL". Die Fahndung nach dem Unfall-Lkw blieb bislang ergebnislos.

Kurz nach der Kollision zwischen den beiden Lkw passierten ein weiterer Lkw und ein Auto die Unfallstelle. Beide Fahrzeuge konnten der auf der Fahrbahn liegenden Metallstrebe nicht mehr ausweichen und fuhren darüber. Am Pkw entstand nur ein leichter Sachschaden in Form von Kratzern, wohingegen am Lkw mit Anhänger, der von einem 49-jährigen Fahrer gesteuert wurde, ein Druckluftbehälter beschädigt wurde. Der Lkw-Fahrer musste seinen Zug deshalb sofort am Standstreifen anhalten.

Während Unfallaufnahme: Lkw rast in Unfallstelle

Die Beamten der Hofer Verkehrspolizei eilten an die Unfallstelle und nahmen den Vorgang zu Protokoll. Verletzte gab es bis dahin nicht zu beklagen. Der Sachschaden betrug etwa 11.000 Euro.

Noch während der Unfallaufnahme und vor Eintreffen eines Reparaturdienstes für den beschädigten Lkw mit Anhänger erkannte ein nachfolgender Lkw-Fahrer das auf dem Standstreifen stehende Lkw-Gespann zu spät. Mit seinem Anhänger prallte der 50-jährige rumänische Kraftfahrer gegen den stehenden Anhänger des ersten Unfalls.

Paketpost über gesamte Fahrbahn verteilt

Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Anhänger aufgerissen, zudem kippte der Anhänger des Unfallverursachers um und lag quer über die Autobahn. Der 49-jährige Fahrer des ersten Lkw, der am Seitenstreifen stand, wurde durch die Wucht des Aufpralls leicht verletzt und mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. Beide Lkw waren mit mehreren Tonnen Paketpost beladen. Diese wurde über die gesamte Fahrbahn verteilt.

Die Autobahn musste zur Bergung der Ladung und zum Abschleppen der beschädigten Lastzüge von der Autobahnmeisterei Münchberg für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Zur Bergung der Unfallfahrzeuge war eine Spezialfirma aus Bayreuth beauftragt. Unterstützung erhielten die Bergungsspezialisten von den Einsatzkräften der Feuerwehr Münchberg, welche die Unfallstelle ausleuchteten und tatkräftig beim Umladen der Pakete halfen.

Beim zweiten Unfall wird der Sachschaden in einer ersten Schätzung auf etwa 250.000 Euro beziffert.

Die Sperrung der Autobahn wird voraussichtlich in den frühen Morgenstunden aufgehoben.

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