Bayreuth
Verkehrsunglück

A9 in Oberfranken: Lkw kracht ungebremst in Baustelle - Anhänger "nur noch Schrott"

Auf der A9 bei Bayreuth hat sich am Mittwoch ein Unfall ereignet, bei dem ein Lkw-Fahrer ungebremst in eine Baustelle krachte.
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Auf der A9 in Oberfranken ist es zu einem Unfall gekommen. Symbolfoto: Stefan Weis/Adobe Stock
Auf der A9 in Oberfranken ist es zu einem Unfall gekommen. Symbolfoto: Stefan Weis/Adobe Stock

Lkw-Unfall auf der A9 bei Bayreuth: Am frühen Mittwochnachmittag (27. November 2019) ereignete sich auf der A9 kurz nach der Anschlussstelle Bayreuth-Süd in Fahrtrichtung München ein Verkehrsunfall. Das teilte die Polizei mit.

Ein 36-jähriger Lkw-Fahrer aus Baden-Württemberg fuhr mit seinem Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen. Hier war eine Tagesbaustelle wegen Kanalreinigungsarbeiten eingerichtet. Trotz mehrfacher Vorwarnung wechselte der Trucker den Fahrstreifen nicht und krachte so mit voller Wucht in einen Warnleitanhänger. Das Absicherungsgerät war laut Polizei nur noch Schrott.

Auf A9: Lkw-Fahrer kann Frontalstoß im letzten Moment vermeiden

Auch die rechte Seite der Zugmaschine des Lasters wurde massiv eingedrückt und teilweise weggerissen. Der junge Mann hatte laut Angaben der Polizei Glück, dass er sein Steuer im letzten Augenblick nach links reißen konnte. So vermied er zumindest einen Frontalanstoß und blieb unverletzt. Ein Beifahrer befand sich nicht mit im Führerhaus. Für diesen wäre der Unfall wohl nicht so glimpflich ausgegangen, mutmaßt die Polizei.

Polizisten werten Kontrollgerät des Lastwagens aus

Weitere Verkehrsteilnehmer waren von dem Unfall nicht betroffen. Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth lasen bei der Unfallaufnahme das Kontrollgerät des Lasters aus, das zu keiner Zeit einen Bremsvorgang zeigte - weder bei der Zufahrt auf die Gefahrenstelle noch beim Anstoß. Erst dann setzte die Verzögerung ein. Der Mann blieb demnach ununterbrochen auf dem Gaspedal.

Verkehrsbehinderungen nach Unfall auf der A9

Das Fahrzeug und der Warnleitanhänger standen nach dem Unfall beschädigt quer über die Südfahrbahn und ließen sich nicht mehr bewegen. Dadurch kam der gesamte Verkehr zum Erliegen und konnte erst nach Bergung des Warnleitanhängers über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Das Abschleppen des Sattelzuges gestaltete sich etwas langwieriger, weshalb es zu Verkehrsbehinderungen kam. Es entstand ein Schaden von mindestens 100.000 Euro. Der Unfallverursacher wurde wegen nicht angepasster Geschwindigkeit angezeigt.

In Unterfranken hat sich am Dienstagabend ebenfalls ein schwerer Unfall ereignet. Dabei ist ein Auto frontal in einen Lkw gekracht.

 

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