Bayreuth
Eishockey

Tigers-Geschäftsführer Wendel: "Wir können in der Liga mithalten"

Der Geschäftsführer der Bayreuth Tigers, Matthias Wendel, sieht das Team auf einem positiven Weg.
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Der aus Mainleus stammende Matthias Wendel führt die Geschäfte der Bayreuth Tigers Eishockey GmbH. Gemeinsam mit Trainer Petri Kujala will er "längerfristig etwas aufbauen", sagt er im Interview. Foto: Alex Vögel
Der aus Mainleus stammende Matthias Wendel führt die Geschäfte der Bayreuth Tigers Eishockey GmbH. Gemeinsam mit Trainer Petri Kujala will er "längerfristig etwas aufbauen", sagt er im Interview. Foto: Alex Vögel

Den Anhängern der Bayreuth Tigers wird auch in dieser Saison der 2. Eishockey-Bundesliga (DEL 2) einiges an Leidensfähigkeit abverlangt. Wiederholt hat sie die Mannschaft enttäuscht, vor allem beim 0:7 am vergangenen Freitag gegen den Vorletzten aus Deggendorf. Das gellende Pfeifkonzert der Fans hat aber die Mannschaft scheinbar aufgeweckt, denn dem Debakel ließ sie zwei Auswärtssiege nach Verlängerung folgen. Nach dem 4:3 in Dresden gewannen die Wagnerstädter auch am Dienstag bei den Bietigheim Steelers mit 3:2 (siehe Bericht rechts). Dennoch hängt die Rote Laterne weiter im Städtischen Eisstadion zu Bayreuth.

Im Interview verrät Tigers-Geschäftsführer Matthias Wendel, dass man sich weiterhin nach Verstärkungen umschaut. Zudem gibt er einen neuen Kooperationspartner - und der ist eine echte Überraschung.

Herr Wendel, der Start in die Saison war schwierig.

Ja, aber wir haben uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen und in Ruhe weitergearbeitet.

Die Mannschaft hat eine Zeit gebraucht, um sich zu finden. Wie sehen Sie aktuell die sportliche Lage?

Wir haben 15 Neuzugänge, einen neuen Trainer integriert und natürlich auch ein begrenztes Budget. Es braucht seine Zeit, bis sich gewisse Automatismen einspielen. Inzwischen sind wir aber auf einem guten Weg. Die letzten sechs Spiele - klammern wir mal das Heimspiel gegen Deggendorf aus - haben gezeigt, dass das Team intakt ist und in der Liga mithalten kann. Gegen durchaus starke Gegner haben wir in den vergangenen vier Auswärtsspielen gepunktet.

Können Sie die trotzdem aufkommende Unruhe im Fankreisen verstehen?

Natürlich. Die Fans sind besorgt und manchmal auch verärgert, und das ist verständlich. Wir Verantwortliche können und dürfen uns aber nicht von einzelnen Spielen leiten lassen. Ich und Petri Kujala wollen längerfristig etwas aufbauen. Und die Entwicklung geht meines Erachtens in eine gute Richtung.

Sie wollen auch neues Publikum gewinnen.

Zum einen wollen und müssen wir neue Zuschauer gewinnen, zum anderen möchten wir den langjährigen Fans etwas zurückgeben. Sei es das Vorbereitungsspiel gegen Regensburg mit freiem Eintritt oder zuletzt der gut angenommene Studententag. Als nächstes wird es am 9. Dezember einen Familientag geben, an dem Jugendliche bis 14 Jahre in Begleitung der Eltern freien Eintritt erhalten.

Wie ist das Verhältnis mit den Verantwortlichen des Stammvereins EHC Bayreuth?

Inzwischen sehr gut. Wir tauschen uns aus und sprechen alle relevanten Dinge regelmäßig durch. Auch sind wir unseren Zusagen auf finanzieller Ebene nachgekommen und haben kürzlich die vereinbarten 22000 Euro überwiesen. Die noch schwebende Klage des Vereins wird zurückgenommen werden.

Der Kader brachte viele Veränderungen zum letzten Jahr. Und kürzlich wurden mit Newton und Mannes zwei weitere Akteure unter Vertrag genommen. Kann man mit weiteren Personalentscheidungen rechnen?

Wir beobachten den Markt. Wenn sich wie zum Beispiel im Fall Newton eine Gelegenheit ergeben sollte, könnten wir sicherlich noch einmal aktiv werden.

Derzeit stehen zehn Verteidiger im Kader. In diesem Bereich ist man also ganz gut aufgestellt.

Grundsätzlich ja. Aber wir haben in dieser Woche den Vertrag mit Marvin Walz auf Grund seiner Belastung durch sein Studium in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben. Zudem arbeiten wir ab sofort mit dem VER Selb aus der Oberliga Süd zusammen und haben auch bereits zwei Förderlizenzen ausgestellt. Mit Noah Nijenhuis und Gustav Veisert - mit deren Entwicklung wir sehr zufrieden sind - werden künftig zwei Akteure auch für Selb spielberechtigt sein, um weiterhin so viel Spielpraxis wie möglich zu erhalten.

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