Bayreuth
Eishockey

Tigers-Gegner hinken Erwartungen hinterher

Sowohl in den Leistungen als auch in der Tabelle hinken die kommenden Gegner des Zweitligisten Bayreuth Tigers ihren eigenen Erwartungen hinterher.
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Im Hinspiel lieferten sich die Bayreuther um Ville Järveläinen (Mitte) mit den Tölzern (links: Manuel Edfelder, rechts: Christoph Kiefersauer) ein enges Duell, das die Tigers nach Verlängerung gewannen.  Foto: P. Mularczyk
Im Hinspiel lieferten sich die Bayreuther um Ville Järveläinen (Mitte) mit den Tölzern (links: Manuel Edfelder, rechts: Christoph Kiefersauer) ein enges Duell, das die Tigers nach Verlängerung gewannen. Foto: P. Mularczyk

So sieht sich der neuntplatzierte Freitagsgegner Tölzer Löwen (19.30 Uhr, in Bad Tölz) als klarer Play-off-Kandidat. Und auch der ESV Kaufbeuren (Sonntag, 17 Uhr, in Bayreuth) erhofft sich deutlich mehr als den vorletzten Platz.

Die Tölzer erlebten in den vergangenen Wochen ein Tief, ließen zuletzt aber mit einem 5:1 gegen Tabellenführer Kassel Huskies aufhorchen. Dieses Ergebnis zeigt, welches Potenzial in dem stark aufgerüsteten Kader von Trainer Kevin Gaudet steckt. Torwart Sinisa Martinovic, die Stürmer Shwan Weller und Tyler McNeely sowie Verteidiger Andreas Schwarz sind klangvolle Namen in der DEL2. Eingeschlagen hat vor allem DEL-Rückkehrer Marco Pfleger (11 Tore/8 Vorlagen), der vor dem aktuell gesperrten Kanadier Max French (8/7) Topscorer der Löwen ist. Weitere Leistungsträger sind Offensivverteidiger Matt MacKenzie und die erfahrenen Stürmer Lubor Dibelka und Johannes Sedlmayr.

In Fahrt kommt nach seiner Verletzungspause auch der Ex-Bayreuther Stefan Reiter: In seinen vier Saisoneinsätzen erzielte er vier Treffer. Trotz aller Qualität der Tölzer gehen die Bayreuther selbstbewusst in das Auswärtsspiel. Zum einem zeigten sie zuletzt einen Aufwärtstrend, zum anderen gewannen die Tigers in dieser Saison bereits gegen die Tölzer (3:2 nach Verlängerung). Zudem zeigt sich die Abwehr der Löwen nicht sattelfest. 54 Gegentreffer sind der zweitschlechteste Wert der Liga.

Am Sonntag gegen den ESV

Am Sonntag sind die Tigers Gastgeber für ihren unteren Tabellennachbarn aus Kaufbeuren. Vor allem auswärts hat der ESV große Probleme und holte erst zwei Punkte auf fremden Eis. Im eigentlich eingespielten Team des Vorjahreshalbfinalist sind einige Leistungsträger nur sehr schwer in die Saison gekommen. Torwart Stefan Vajs ist nicht in der überragenden Verfassung der vergangenen Jahre und auch die Defensivabteilung um Julian Eichinger hat noch nicht die Vorjahresform. Zudem sind die Allgäuer vom Verletzungspech geplagt. So kommen wichtige Spieler wie Jere Laaksonen, Alexander Thiel, Florin Ketterer und Philipp de Paly nur auf ganz wenige Saisoneinsätze. Zudem trägt das herausragende Duo Branden Gracel (er muss auch verletzt passen) und Sami Blomquist ziemlich alleine die Scoring-Last. So ist Kaufbeuren leicht ausrechenbar.

Welche Marschroute sich die Bayreuther für die Partie gegen den angeschlagenen Gegner zurechtgelegt haben, will Tigers-Trainer Petri Kujala nicht preisgeben. Zumal durch die Verpflichtung von Drew Melanson jetzt mehr Variationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Das heißt aber auch, dass einer der jetzt fünf Kontingentspieler auf die Tribüne muss. Der US-Neuzugang und der formstarke Simon Karlsson sollten jedoch im Team gesetzt sein. red

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