Bayreuth
Basketball

Steigerung bringt Medi Bayreuth den Auswärtssieg

Medi Bayreuth legt mit einer starken Leistung im dritten Viertel den Grundstein zum 95:81-Auswärtserfolg bei Bundesliga-Aufsteiger Hamburg Towers.
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Selbst im Fallen legte Lukas Meisner (rechts, gegen den Hamburger Michael Carrera) noch den Vorwärtsgang ein. Der 24-Jährige war der auffälligste Bayreuther beim Auswärtssieg in der Hansestadt.  Foto: Peter Mularczyk
Selbst im Fallen legte Lukas Meisner (rechts, gegen den Hamburger Michael Carrera) noch den Vorwärtsgang ein. Der 24-Jährige war der auffälligste Bayreuther beim Auswärtssieg in der Hansestadt. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Im neunten Bundesliga-Saisonspiel gelang mit dem 95:81-Auswärtserfolg bei den Hamburg Towers der vierte Sieg. Diesen brachte in der lange Zeit umkämpften Partie eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

Es waren noch keine vier Minuten gespielt, da beorderte Medi-Trainer Raoul Korner seine Mannschaft sichtlich erzürnt zu einer Auszeit an die Seitenauslinie. Sein Team hatte den Start komplett verschlafen und lag mit 3:13 im Hintertreffen.

Knappes Spiel in Halbzeit 1

Für James Robinson übernahm danach Kapitän Bastian Doreth vorübergehend die Regie - und leitete mit fünf Zählern in Folge die Aufholjagd ein. Nach den ersten zehn Minuten waren die Bayreuther wieder in Schlagdistanz (18:15). Bryce Alford, mit insgesamt 19 Punkten Bayreuths bester Werfer der Partie, eroberte Mitte des zweiten Viertels an der Freiwurflinie die erste Führung (26:28, 16.) für die Gäste. Doch im folgenden Schlagabtausch konnte sich kein Team nachhaltig absetzen. Beim Zwischenstand von 41:41 ging es in die Halbzeitpause.

Als die Bayreuther nach dem Seitenwechsel in allen Bereichen zulegten, war es schnell um den Aufsteiger aus Hamburg geschehen. Gegen die nun aufmerksame Medi-Defensive kamen die Hanseaten kaum noch in gute Wurfpositionen, während das Korner-Team offensiv schnell den Rhythmus fand, sich Punkt um Punkt absetzte und das dritte Viertel mit 25:14 gewann. Beim Stand von 66:55 für Medi war die Vorentscheidung gefallen.

Harte Spielweise

"Für circa zehn Minuten haben wir die Qualität gezeigt, die wir abrufen können", lobte Korner. "Allerdings haben wir sehr schlecht begonnen, waren viel zu inkonstant. Am Ende war es Kampf. Ich habe volles Verständnis für Abstiegskampf, das ist jedoch eine schmale Linie, und diese wurde heute von einigen Spielern überschritten, so dass wir froh sein können, dass nichts passiert ist."

Bei den Hanseaten, die in der ersten Halbzeit ihre Chance auf den zweiten Saisonsieg gewittert hatten, machte sich nach dem klar verlorenen dritten Spielabschnitt zusehends Frust breit. Dieser äußerte sich in zuweilen rüden Attacken, die von den Schiedsrichtern immer wieder konsequent geahndet wurden. Für Towers-Neuzugang Michael Carrera - er kam von Brose Bamberg - war die Partie Mitte des Schlussviertels nach einem Ellbogencheck gegen Nate Linhart sogar vorzeitig mit einem disqualifizierenden Foul beendet. "Leider haben wir unsere emotionale Disziplin nach der Halbzeit verloren und zu häufig falsche Reaktionen zu den Schiedsrichtern und Gegnern gezeigt”, gestand Towers-Trainer Mike Taylor ein.

Meisner mit Karrierebestwert

Dagegen war Korner zufrieden: "Glückwunsch an meine Jungs, die in hitziger Atmosphäre einen kühlen Kopf bewahrt haben." Herausragender Bayreuther war Lukas Meisner mit einer Bundesliga-Karrierebestleistung von 18 Punkten. "Das war ein Kampf heute, nicht besonders schön, aber mit hoher Intensität", sagte Meisner. "Wir haben diesen nach Startproblemen rechtzeitig angenommen und dagegengehalten. Am Ende haben wir uns durchgesetzt, weil wir die einfachen Dinge gemacht haben und das bessere Team sind." Hamburg Towers: Gutierrez (23/1), Hollartz (6), Walker, Ibeh (7), Beech (8/1), Schaffartzik (12/3), Müller, Freese (6), Carrera (8), Ogunsipe (4), Franke (7/1). Medi Bayreuth: Robinson (12/1), Woodard (7/1), Doreth (12/2), Seiferth (6), Meisner (18/2), Alford (19/3), Travis (10), Raffington, Bruinsma (4), Linhart (6), Grüttner Bacoul (1)

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