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SpVgg Bayreuth zwischen Pokal und Relegation

Beim Totopokalfinale hat die SpVgg die Chance, in den DFB-Pokal einzuziehen. Aber sie könntn auch absteigen - vielleicht sogar bis in die Bezirksliga.
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Bayreuths Tobias Weber liegt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Rosenheim lächelnd in den Maschen. Die SpVgg Team liegt nun am Boden und muss sich wieder aufrappeln, um die Regionalliga zu halten.  Foto: Mularczyk/Archiv
Bayreuths Tobias Weber liegt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Rosenheim lächelnd in den Maschen. Die SpVgg Team liegt nun am Boden und muss sich wieder aufrappeln, um die Regionalliga zu halten. Foto: Mularczyk/Archiv
Die kommenden Wochen sind richtungsweisend für die SpVgg Bayreuth: Am Montag wartet im bayerischen Totopokalfinale (14.30 Uhr) der FC Schweinfurt auf die Altstädter, vier Tage später beginnt die Relegation um den Klassenerhalt in der Regionalliga mit einem Auswärtsspiel beim TSV Aubstadt oder beim Würzburger FV.

"Bei der momentanen Verfassung der Mannschaft ist es fraglich, ob sie die Relegation übersteht", äußerte sich SpVgg-Geschäftsführer Mathias Fleischmann nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Unterföhring kritisch. Fleischmanns Kollege Christian Höreth relativiert: "Die Aussagen sind auch dem Ärger nach der bitteren Niederlage geschuldet, da schwang noch viel Enttäuschung mit. Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft die Qualität und den Charakter hat, die Liga zu halten."


Abstieg in die Bezirksliga?

Doch was, wenn nicht? "Es gibt derzeit keine Planungen für die Bayernliga, da eine belastungsfähige Kalkulationsgrundlage für diese Liga nicht erkennbar ist. Es könnte durchaus sein, dass es für die SpVgg Bayreuth dann in der Bezirksliga weiter geht und die GmbH abgewickelt wird", wurde Fleischmann im Nordbayerischen Kurier zitiert.

Auch in dieser Frage ist Höreth deutlich optimistischer als sein Kollege: "Ich bin absolut überzeugt, dass es dann in der Bayernliga weitergeht", sagt er. "Ob noch alle aus dem bisherigen Kreis der Macher dabei sind, kann ich nicht sagen", so der hauptberufliche Radiomoderator, "aber es werden einige den Weg nach unten mitgehen." Nicht mit dabei sein wird in diesem Fall nach seinen eigenen Worten Mathias Fleischmann. "Im Falle eines Abstieges stehe ich nicht zur Verfügung", sagt er deutlich. Und auch sein langjähriger Mitstreiter Wolfgang Gruber trägt sich mit diesem Gedanken.
"Eines ist auf jeden Fall klar", so Höreth, "die Beiden haben große Verdienste daran, dass es die Altstadt in der jetzigen Form noch gibt. Daher wäre es vermessen, ihnen nicht auch eine deutliche Meinung zuzugestehen." Kritische Töne schlägt Höreth allerdings auch an. "Manchmal kommt man da schon ins Zweifeln", sagt er hinsichtlich der Zuschauerzahlen, die mit einem Durchschnitt von 1098 zwar noch im vor der Saison kalkulierten Rahmen liegen, aber doch Sorgen bereiten. Schließlich schönen die drei Partien gegen den TSV 1860 München die Bilanz. "Mit diesem Schnitt brauchen wir uns keine Gedanken darum machen, ganz oben mitzuspielen", meint Fleischmann.
Beide Geschäftsführer sind sich darüber einig, dass auch die unzureichende Infrastruktur für die niedrigen Besucherzahlen verantwortlich ist. "Das Thema wird jetzt offensiv angegegangen", verrät Höreth. In die Karten spielen würde den Altstädtern nicht nur im Bezug auf die Zuschauer der mögliche Einzug in den DFB-Pokal. "Das wäre ein Riesending", sagt Höreth, der nicht daran glaube, dass die SpVgg in die Bezirksliga absteigen wird. Ernsthafte Gedanken müsse sich der Verein aber machen, mit welchem Etat er in die nächste Saison gehen kann. "Da gibt es aber bereits Pläne", sagt er, "die Lichter werden sicherlich nicht ausgehen."


Info: Warum die SpVgg Bayreuth in die Bezirksliga absteigen könnte



Sollte die SpVgg Bayreuth die Abstiegsrelegation der Regionalliga nicht überstehen, steht sie sportlich als Absteiger in die Bayernliga fest. Nimmt sie das Spielrecht in der Bayernliga nicht wahr, besteht die Möglichkeit, den Platz der zweiten Mannschaft einzunehmen. Die SpVgg-Reserve kämpft gegen den Abstieg aus der Landesliga Nordost. Dort steht sie auf einem Relegationsplatz, kann aber auch direkt absteigen. red
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