Bayreuth
Fußball

SpVgg Bayreuth will "in drei Jahren oben mitspielen"

Knapp gelang der SpVgg Bayreuth der Klassenerhalt in der Regionalliga. Für die kommenden Spielzeiten gibt es große Pläne.
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Profitrainer Josef "Joe" Albersinger hat große Pläne mit der SpVgg Bayreuth.  Fotos: Peter Mularczyk
Profitrainer Josef "Joe" Albersinger hat große Pläne mit der SpVgg Bayreuth. Fotos: Peter Mularczyk
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Gerade noch mal gut gegangen: Nach einer schwachen ersten Hälfte im Rückspiel der Regionalliga-Relegation gegen den TSV Aubstadt erzielte Julian Kolbeck für die Fußballer der SpVgg Bayreuth zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand, der nach dem 2:2 im Auswärtsspiel zum Klassenerhalt reichte.

Auch wenn es knapp war, "es fühlt sich sehr gut an. Auch ohne gewonnen zu haben waren wir der verdiente Sieger", sagt SpVgg-Trainer Josef "Joe" Albersinger, der den Posten von Christian Stadler für die Relegationsspiele und das Totopokal-Finale gegen Schweinfurt vorzeitig übernommen hatte.
Albersinger ist der erste hauptberufliche Trainer des Bayreuther Traditionsvereins. Mit ihm soll sich der Verein schrittweise professionalisieren. Der Plan steht: "In der kommenden Saison wollen wir uns in der Liga etablieren, mit den Abstiegsrängen nichts zu tun haben. Im zweiten Jahr wollen wir uns weiter festigen, am besten im vorderen Drittel, und in drei Jahren wollen wir oben mitspielen", fasst Albersinger zusammen. Dafür ist noch viel zu tun.


Breiterer, ausbalancierter Kader

Am 14. Juni startet die SpVgg in die Vorbereitung. "Die wichtigste Baustelle ist es, einen breiten Kader zusammenzustellen", sagt Albersinger. Denn auf einen guten Start und Tabellenplatz 2 vom siebten bis zum zehnten Spieltag folgte ein tiefer Fall mit neun Niederlagen in Folge, der in den Abstiegskampf führte. Dafür macht Albersinger vor allem wichtige Ausfälle im Team verantwortlich, "aber alle Teams haben Verletzte. Manche können das kompensieren, Bayreuth konnte das nicht. Es hat an Breite im Kader gefehlt, auch an Konkurrenzkampf."

Schwer zu kompensieren wird der Weggang von Kapitän Kristian Böhnlein sein, der zum Drittliga-Aufsteiger TSV 1860 München wechselt. Seit April habe der Verein Gespräche mit mehreren Spielern geführt, die aber noch die Relegation abwarten wollten. Namen könne Albersinger noch nicht nennen, jedoch sein Ziel: "Wir brauchen einen Führungsspieler, der die Sprache des Trainers spricht und auf dem Platz kommuniziert. Insgesamt brauchen wir eine Balance aus erfahrenen und jungen, ambitionierten Spielern, etwa aus den Nachwuchsleistungszentren", sagt Albersinger, der nach seiner Zeit bei der Jugend der "Löwen" und der Reserve des FC Ingolstadt einen guten Ruf als Talentausbilder genießt.

Im Verein sieht Albersinger viel Potenzial: "Da steckt viel drin, man kann was draus machen." Die Altstadt hätte den Klassenerhalt seiner Meinung nach auch ohne Relegation schaffen können, wenn man an bestimmten Schrauben früher gedreht hätte. Das soll nun in der Vorbereitung geschehen: "Die Mannschaft muss über einen längeren Zeitraum stabil stehen - und schwierige Phasen besser überstehen lernen." makl
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