Bayreuth
Basketball

Schwache Bayreuther verlieren gegen Würzburg

Die Bayreuther Basketballer zeigten im Franken-Derby gegen Würzburg eine schwache Leistung, für die sich ihr Trainer schämte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der aussortierte Spielmacher David Stockton durfte gegen Würzburg wieder ran und war keineswegs der Schlechteste.  Foto: Peter Mularczyk
Der aussortierte Spielmacher David Stockton durfte gegen Würzburg wieder ran und war keineswegs der Schlechteste. Foto: Peter Mularczyk
+2 Bilder

Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth ist mit einer desaströsen Niederlage in die "fränkische Woche" eingestiegen: Drei Tage vor dem Oberfrankenderby am Freitag gegen Brose Bamberg unterlagen die Wagnerstädter vor 3003 Zuschauern gegen s.Oliver Würzburg auch in dieser Höhe verdient mit 84:99 (36:53). Damit sind die letzten Play-Off-Chancen der Wagnerstädter dahin.

Medi-Trainer Raoul Korner hatte mit einer personellen Rochade überrascht: Anstelle von Topscorer und Toprebounder Hassan Martin kam dessen US-Landsmann Eric Mika zum Einsatz, zudem durfte erstmals seit Anfang Februar wieder US-Spielmacher David Stockton ins Geschehen eingreifen. Für ihn musste - ebenfalls aufgrund der geltenden Ausländerbeschränkungen - der slowenische Flügelspieler Gregor Hrovat pausieren.

Das waren Korner aber noch nicht genug Experimente: Der Österreicher schickte erstmals Nik Raivio in der Startformation auf das Feld, der sich gleich mit den ersten Punkten der Partie für das Vertrauen bedankte.

Danach dominierten jedoch die Unterfranken das Auftaktviertel. Mit lockerer Ballbewegung, mehreren Offensivrebounds und bereits vier Dreiern konnten die Schützlinge von Denis Wucherer bis auf 14:27 (9.) davonziehen und beim Stand von 22:30 (10.) in die erste Pause gehen.

Nach nicht einmal drei Minuten im zweiten Viertel zog Korner die Notbremse mit seiner zweiten Auszeit: Statt der erhofften Aufholjagd der Bayreuther hatten die Unterfranken ihren Vorsprung weiter ausgebaut (23:36, 13.). Die Auszeit verpuffte, Würzburg zog weiter davon und hatte zur Pause bereits 53 Zähler eingefahren, während für die Medi-Korbjäger lediglich 36 Punkte zu Buche standen.

Das Loch, das sich die Bayreuther mit ihrem schwachen Auftritt vor dem Seitenwechsel gegraben hatten, war zu groß: Zwar konnten sie noch einmal bis auf 48:59 (24.) herankommen. Dann übernahmen aber wieder die Unterfranken, die mit schnellem Tempo-Basketball in die letzte Pause eilten und dabei den Vorsprung sogar noch weiter ausbauen konnten (55:74, 30.). Den Mantel des Schweigens sollte man über das Schlussviertel decken: Mehrfach gingen Bayreuther Pässe ins Nirwana, einfache Rebounds landeten beim Gegner und offerierten diesem immer wieder zweite Wurfchancen.

Medi-Trainer Raoul Korner schäumte nach der Partie vor Wut: "Ich habe mich in 20 Jahren als Profitrainer noch nie so für eine Leistung geschämt: Das war eine Frechheit, ein Witz! Diese Mannschaft schafft es, mir die Freude am Basketball zu nehmen!" Von seiner Pauschalkritik nahm Korner nur drei Akteure aus: "Doreth, Stockton und Raivio haben sich zumindest bemüht." Medi Bayreuth - s.Oliver Würzburg 99:84 (22:30, 14:23, 19:21, 29:25) Medi Bayreuth: Thomas (4/1), Robertson (4/1), Anderson (0), Doreth (7/1), Seiferth (3), Stockton (19/5), Meisner (4), Brooks (13/1), Raivio (14/2). s.Oliver Würzburg: Hadenfeld, Cooks (15/1), Bowlin (18/6), Koch (6/2), Wells (14/1), Loesing (13/1), Fischer (2), Oliver (13/1), Hoffmann.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren