Bayreuth
Basketball

Rückkehrer Meisner führt Bayreuth zum Sieg

MedBayreuth landete in Weißenfels den sechsten Bundesliga-Saisonsieg.
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Medi-Spieler James Robinson setzt zum Korbleger an, der Ex-Bayreuther David Brembly (vorne) kann nicht mehr verteidigen. Rechts Reid Travis. hinter ihm Sergio Kerusch. Foto: Peter Mularczyk
Medi-Spieler James Robinson setzt zum Korbleger an, der Ex-Bayreuther David Brembly (vorne) kann nicht mehr verteidigen. Rechts Reid Travis. hinter ihm Sergio Kerusch. Foto: Peter Mularczyk
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth ist erfolgreich in das neue Jahr gestartet: Beim Tabellenschlusslicht Mitteldeutscher BC feierten die Wagnerstädter aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel einen verdienten 102:88 (49:57)-Auswärtserfolg.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Korner-Schützlingen nicht: Bereits am Mittwochabend gastiert man im FIBA-Europa-Cup beim belgischen Spitzenclub Spirou Charleroi.

Beide Teams lieferten sich vor 2800 Zuschauern, darunter zahlreiche mitgereiste Bayreuther Fans, vom Start weg eine offensiven Schlagabtausch und legten zunächst wenig Fokus auf die Defensivarbeit. Weil die ohne ihre drei Center Micovic, Dorsey und Turudic angetretenen Sachsen-Anhalter jedoch überraschend beim Rebound beherzter zugriffen, konnten sie sich erstmals absetzen.

Beim Stand von 24:18 bzw. 9:4 Rebounds für die Hausherren zog Raoul Korner mit einer Auszeit die Notbremse. Danach präsentierten sich die Bayreuther verbessert und konnten bis zur ersten Viertelpause wieder herankommen (29:27).

Auch im zweiten Viertel zeigte sich ein ähnliches Bild. Nach ausgeglichenem Start erarbeiteten sich die Wölfe mit schneller Ballbewegung und guter Wurfauswahl zunehmend Vorteile, die in einen 58:49-Pausenvorsprung mündeten. "Wir haben keinen Weg gefunden, sie in der ersten Halbzeit zu stoppen und keinen Zugriff in der Defensive bekommen", analysierte Medi-Trainer Raoul Korner nach der Partie.

Bayreuther 14:0-Lauf

Die zweite Halbzeit eröffnete Nachwuchscenter Anthony Okao für die Hausherren, bei denen danach jedoch für längere Zeit Korbflaute herrschte. Bayreuth war nun deutlich aggressiver und eroberte sich mit einem 14:0-Lauf (59:63, 25.) die Führung, die auch zur letzten Viertelpause (72:74) Bestand hatte.

Ein Spieler tat sich dabei besonders hervor: Lukas Meisner. In seinem ersten Pflichtspiel nach mehrwöchiger Verletzungspause (Bänderriss) avancierte der Flügelspieler mit einem neuen persönlichen Bundesliga-Rekord von 20 Punkten zum Bayreuther Matchwinner.

Meisner zeigte das komplette Programm, versenkte drei Dreier, griff sich fünf Rebounds und ließ es mehrfach am Brett der Hausherren ordentlich krachen. "In der zweiten Hälfte hat das ganze Team gut losgelegt. Wir haben Gas gegeben und Weißenfels müde gespielt. Wenn es läuft, dann läuft es halt. Ich bin froh, dass ich nach der Verletzung so zurückgekommen bin", war Lukas Meisner nach Spielende zufrieden.

Viel Unterstützung bekam Meisner von James Woodard, der ebenfalls 20 Punkte erzielte und den Gastgebern mit seinem Dreier zum 80:96 (37.) die letzte Hoffnung auf eine nochmalige Wende raubte.

"In der zweiten Halbzeit haben wir nur 31 Punkte zugelassen, das war der Schlüssel. Wir konnten sie stoppen und wussten, dass wir mit unserem Größenvorteil immer zum Scoring kommen würden", sagte ein zufriedener Raoul Korner.

Mitteldeutscher BC - Medi Bayreuth 88:102 (29:27, 28:22, 15:25, 16:28) Mitteldeutscher BC: Brembly (13/2), Zylka (2), Novak (6/2), Warren (21/5), Okao (6), Gbinje (13/3), Kristanovic, Kerusch (14), Baslyk, Kajami-Keane (13). Medi Bayreuth: Robinson (13), Woodard (20/4), Doreth (8/2), Seiferth (14), Meisner (20/3), Alford (8/1), Travis (5), Bruinsma (2), Grüttner, Linhart (12/2).

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