Ludwigsburg (Württemberg)
Basketball

Play-off-Aus für Medi Bayreuth: Totaleinbruch in zweiter Halbzeit

Auch im dritten Spiel des Play-off-Viertelfinales gegen Ludwigsburg kassierte Medi Bayreuth eine Niederlage
Artikel drucken Artikel einbetten
Medi-Forward Demon Brooks zeigte gegen Ludwigsburg eine starke Leistung, vor allem in der ersten Hälfte.  Foto: Peter Mularczyk
Medi-Forward Demon Brooks zeigte gegen Ludwigsburg eine starke Leistung, vor allem in der ersten Hälfte. Foto: Peter Mularczyk
Nach einer starken ersten Hälfte auf Augenhöhe wollte den Bundesliga-Basketballern von Medi Bayreuth im zweiten Abschnitt des dritten Play-off-Viertelfinalspiels bei den Riesen Ludwigsburg nichts mehr gelingen. Sie kassierten eine deutliche 70:95-Niederlage. Damit scheidet Medi mit 0:3-Siegen aus den Play-offs aus.


Play-off-Viertelfinale, Spiel 3

Riesen Ludwigsburg -
Medi Bayreuth 95:70 (42:41)

Im Unterschied zu den ersten beiden Viertelfinal-Partien gelang es den Bayreuthern diesmal, die Center-Garde ins Spiel zu bringen, die zum 42:41-Pausenstand zusammen 25 Punkte beisteuerte (Brooks, Seiferth je 10, Marei 5). Dafür stach ein anderer Trumpf der Bayreuther überhaupt nicht: Die sonst so gefürchteten Distanzschützen um Topscorer Gabe York verwerteten vor dem Seitenwechsel nur zwei von elf Dreierversuchen, während die Gastgeber in dieser für sie untypischen Disziplin deutlich besser (5 von 15) abschnitten.


Vom Frust leiten lassen

"Wir haben uns nach der Pause vom Frust leiten lassen und waren den Ludwigsburgern damit physisch und mental unterlegen", analysiert Medi-Trainer Raoul Korner den Einbruch seines Teams nach dem Seitenwechsel. Während es die Bayreuther zum Beginn der zweiten Halbzeit weiter erfolglos mit Dreiern versuchten, legten die Schwaben mit einem 19:2-Lauf nach. Ein Offensivfoul von Nate Linhart beim Zug zum Korb, gefolgt von einem technischen Foul für den Bayreuther Allrounder wegen Meckerns (26. Minute) bescherte den Hausherren die erste zweistellige Führung (56:46), die den Widerstand der Bayreuther noch weiter erlahmen ließ.

Mit einem 50:68-Rückstand ging es in den Schlussabschnitt, in dem die Hausherren weiter davonzogen. Zwischenzeitlich lag Ludwigsburg stolze 32 Punkte in Front (92:60, 38.). In den Schlussminuten verbesserte das Medi-Team das Ergebnis noch etwas. Überragender Mann auf dem Parkett war Ludwigsburgs Dwayne Evans mit 23 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists. Bei Bayreuth überzeugten De'Mon Brooks und Nationalcenter Andreas Seiferth (je 14 Punkte).
"Wir haben es in dieser Serie leider nur ein einem Spiel geschafft, Ludwigsburg Paroli zu bieten. Die anderen Spiele waren klar und deutlich", resümiert Korner. "Wenn man in einer Saison sieben Mal gegeneinander spielt und sechs Mal verliert, muss man zugeben, dass das andere Team besser ist." Trotz der Niederlage zog Korner eine positive Saisonbilanz: "Ich darf meiner Mannschaft zu einer überragenden Saison gratulieren. Ich denke, wenn man sich unsere Erfolge anschaut, können wir mehr als zufrieden sein."

Medi Bayreuth: Brooks (14), Seiferth (14), Marei (10), York (8/1 Dreier), Robinson (8), Linhart (6/1), Doreth (3/1), Wachalski (3/1), Amaize (2), Cox (2), Wenzl, Adler.
Riesen Ludwigsburg: Evans (23/1), Waleskowski (16/1), Johnson (15/1), Senglin (14/2), Cook (11/2), Walkup (8/1), Peter-McNeilly (5/1), Müller (3/1), Koch, Geske, McCray, Thiemann.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren