Bayreuth
Basketball

Neue Taktik bringt Medi Bayreuth den ersten Sieg

Medi Bayreuth gelingt im Europe Cup ein verdienter 97:89-Heimerfolg gegen Sigal Prishtina.
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Andreas Seiferth (links) und Nate Linhart (rechts, gegen Divine Myles) gaben dem Bayreuther Spiel wichtige Impulse.  Foto: Peter Mularczyk
Andreas Seiferth (links) und Nate Linhart (rechts, gegen Divine Myles) gaben dem Bayreuther Spiel wichtige Impulse. Foto: Peter Mularczyk

Aufatmen bei Medi Bayreuth nach dem 97:89 (56:45) gegen Sigal Prishtina im Europe Cup. Im siebten Anlauf feierte der Bundesligist wettbewerbsübergreifend seinen ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison. Vor knapp 2200 Zuschauern glich das Korner-Team seine europäische Bilanz gegen den kosovarischen Meister aus.

"Herzlichen Glückwunsch an meine Mannschaft, die es in der nicht einfachen Situation, in der wir uns gerade befinden, geschafft hat, mental und physisch im Spiel zu sein", lobt Medi-Trainer Raoul Korner. "Wir haben vom Beginn des Spiels an das gemacht, was wir uns auch vorgenommen hatten."

Die Gäste aus dem Kosovo erwiesen sich als harter Brocken. Bayreuth erwischte einen guten Start (11:2), doch Prishtina ließ sich nicht abhängen (11:9) und antwortete zumeist durch Topscorer Dardan Berisha. Dieser fand immer den Abschluss und markierte 22 seiner insgesamt 30 Punkte bereits vor dem Seitenwechsel.

Medi behält kühlen Kopf

Dennoch setzten sich die Bayreuther bis auf 16 Zähler ab (51:35, 17.). Mitte des dritten Viertels kamen die Kosovaren jedoch wieder bedrohlich nahe (62:60, 25.). Nun behielt das Medi-Team aber kühlen Kopf. Angeführt von James Robinson, Bastian Doreth und Nate Linhart, behauptete es die Führung und zog durch einen fulminanten Dunking von Lukas Meisner (inklusive Bonusfreiwurf) vorentscheidend auf 71:61 (27.) davon.

Am Ende stand ein verdienter Heimsieg für Medi Bayreuth, der im Hinblick auf das Erreichen der Zwischenrunde alle Optionen offenhält. Doch Korner tritt sofort auf die Euphorie-Bremse: "Für uns ist es ein Beginn, aber es kann im Moment noch nicht mehr sein. Das heißt unsere Entwicklung muss weiter in eine positive Richtung gehen, dann werden wir auch wieder in ruhigere Gewässer gelangen."

Bestätigt durfte sich Korner in seiner veränderten taktischen Grundausrichtung sehen: Erstmals standen Andreas Seiferth und Reid Travis gemeinsam in der Startformation, und auch Rückkehrer Nate Linhart durfte von Beginn an auf das Parkett - die Maßnahmen zahlten sich aus. Seiferth und Travis gaben den Bayreuthern die zuletzt vermisste physische Stabilität an beiden Enden des Spielfelds und kamen auf jeweils 16 Punkte. Linhart (12 Punkte, 3 Rebounds, 3 Ballgewinne) nahm die Fäden in die Hand und gab der Mannschaft Struktur. Topscorer bei Bayreuth war James Woodard (17), Spielmacher James Robinson verteilte elf Assists und ergatterte sich die meisten Rebounds (8).

Am Samstag in Frankfurt

Den Bayreuthern bleibt nach dem ersten Erfolgserlebnis kaum Zeit zum Verschnaufen Schon am Samstag bietet sich ihnen die nächste Möglichkeit, ihren Aufwärtstrend zu bestätigen. In der Bundesliga geht es zu den Skyliners Frankfurt. Spielbeginn in der Fraport-Arena ist um 18 Uhr. Am Mittwoch (20 Uhr) wird es dann wieder international: Am 3. Spieltag des Europe Cups gastiert Apoel Nikosia in der Oberfrankenhalle.

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