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Basketball

Medi Bayreuth wahrt Chance aufs Halbfinale

Medi Bayreuth wahrt mit dem 82:83 in Cluj alle Chancen für das Rückspiel im Europa-Cup-Viertelfinale.
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Bayreuths Kapitän Bastian Doreth (rechts) überragte in Cluj mit 19 Punkten. Hier wird er vom Ex-Ludwigsburger Kerron Johnson beschattet. Foto: Andreas Bär
Bayreuths Kapitän Bastian Doreth (rechts) überragte in Cluj mit 19 Punkten. Hier wird er vom Ex-Ludwigsburger Kerron Johnson beschattet. Foto: Andreas Bär

Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat gute Chancen auf das Weiterkommen im FIBA Europa-Cup: Im Viertelfinal-Hinspiel beim rumänischen Erstligisten U-BT Cluj-Napoca mussten sich die Wagnerstädter am Mittwochabend nur hauchdünn mit 82:83 (48:39) geschlagen geben. Die beste aller Niederlagen ist eine gute Basis für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Oberfrankenhalle. U-BT Cluj-Napoca - Medi Bayreuth 83:82 (25:25, 23:14, 17:19, 18:24) Die Bayreuther waren mit einer Rumpftruppe nach Rumänien gereist. Aufgrund der Ausfälle von Gruettner-Bacoul und James Woodard nahm neben Lukas Pryszcz als zehnter lizenzierter und verfügbarer Spieler Johannes Krug auf der Bank Platz - der ist nach seinem Kreuzbandriss aber noch weit davon entfernt, spielfähig zu sein. Was er in der wunderschönen Halle zu sehen bekam, trug aber dann vielleicht sogar zur Genesung bei. Im Herzen Transsilvaniens behielten die Wagnerstädter Anfangs die Ruhe, lagen bis zum 13:12 sogar in Führung, wobei Lukas Meisner herausragte (fünf Punkte, ein Steal).

Nur schwer von den Bayreuthern zu kontrollieren waren die jedoch beiden US-Boys Peak und Moore, die bis zum 19:13 bereits zwölf bzw. sieben Zähler sammelten.

Mehr Sorgen als diese beiden bereiteten Medi-Coach Raoul Korner andere Dinge: Zwar konnte Geburtstagskind James Robinson nach einer kurzen Behandlungspause aufgrund einer Handverletzung (3.) schnell wieder aufs Feld, dafür kassierte Andreas Seifert schon in der 11. Minute sein drittes persönliches Foul.

Cluj konnte sich daraufhin etwas absetzen, doch wieder konterten die Bayreuther zum 35:34.

Es sollte sich nun ein zerfahrenes Spiel entwickeln: Cluj versuchte mit zahlreichen Wechseln das Tempo gegen die kleine Medi-Rotation hochzuhalten, biss sich allerdings auch desöfteren an der galligen Verteidigung der Korner-Schützlinge die Zähne aus. Und offensiv war es erneut Medi-Kapitän Doreth, der mit zwei Dreiern seine Farben im Spiel hielt. Auch von einem Zehn-Punkte-Rückstand, dem dritten Foul Bruinsmas und dem vierten Seiferts ließen sich die Oberfranken nicht aus dem Konzept bringen. Sie forcierten die Defensive und verkürzten schnell wieder auf 63:65 (32.).

Gegen zuhause international in dieser Saison noch unbesiegte Rumänen hielt Bayreuth diese Intensität auf beiden Seiten des Feldes hoch und glich zwei Minuten vor dem Ende durch Bruinsma zum 78:78 aus, nachdem Robinson vorher von der Dreierlinie einsandte. Nate Linbrachte die Gäste sogar in Führung.

Linhart vergibt Siegchance

Diese konnte Medi aber diese allerdings nicht ins Ziel retten. Mit einem krachenden Dunking brachte Peak die Hausherren 16 Sekunden vor dem Spielende erneut in Front, während Linharts Wurfversuch zwei Sekunden vor Ablauf der Uhr vom Ring zurücksprang.

Bester Bayreuther war Kapitän Bastian Doreth, der unentwegt voranmarschierte und die Partie als Topscorer mit 19 Punkten (6 Dreier) beendete. Reid Travis schrammte mit zwölf Punkten und acht Rebounds knapp an einem Double Double vorbei. U-BT Cluj-Napoca: Peak (19/2), Tarolis (15), Johnson (6), Zganec (7), Richard (17/3), Planinic (10), Ate (7/1), Kuti (2), Uta.

Medi Bayreuth: Robinson (12/2), Doreth (19/6), Seiferth (3), Meisner (7), Alford (12/2), Travis (12), Bruinsma (10), Linhart (7).