Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth vor Pflichtaufgabe bei Kellerkind Erfurt

Um sich in eine bessere Play-off-Situation zu bringen, muss Medi Bayreuth bei den Erfurt Rockets siegen.
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Im Derby bei Brose Bamberg war Medi-Spieler Steve Wachalski an der Dreierlinie stark. Trotz eines Acht-Punkte-Vorsprungs zur Halbzeit kassierte Bayreuth eine 73:88-Niederlage.  Foto: Daniel Löb
Im Derby bei Brose Bamberg war Medi-Spieler Steve Wachalski an der Dreierlinie stark. Trotz eines Acht-Punkte-Vorsprungs zur Halbzeit kassierte Bayreuth eine 73:88-Niederlage. Foto: Daniel Löb
Nach der 73:88-Niederlage beim Oberfrankenderby in Bamberg wird es für Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth noch einmal spannend im Kampf um gute Voraussetzungen bei den Play-offs. Am Sonntag (20.15 Uhr) sollten sie beim Tabellenvorletzten Erfurt Rockets punkten, denn im Anschluss stehen den Bayreuthern noch einige schwere Aufgaben bevor, unter anderem gegen Ludwigsburg und in Würzburg.


Bundesliga

Erfurt Rockets -
Medi Bayreuth
Ein spannendes Duell zeichnet sich ab: Während Medi aussichtsreich im Rennen um einen Play-off-Platz liegt und sich eine möglichst gute Ausgangsposition sichern will, macht sich der Vorletzte nach zwei Siegen in Folge wieder Hoffnung im Abstiegskampf. "Wir müssen hellwach sein und dagegenhalten!", mahnt daher auch Medi-Trainer Raoul Korner sein Team davor, die bevorstehende Aufgabe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit Siegen gegen Bremerhaven und zuletzt in Göttingen haben die Thüringer jüngst für Aufsehen gesorgt und den Abstand zum "rettenden Ufer" auf nur noch zwei Zähler reduziert.


Medi will Position sichern

Die Bayreuther liegen punktgleich mit Bonn (Platz 4) und Bamberg (Platz 6) auf den Rängen vier bis sechs. Ein weiteres Abrutschen sollte vermieden werden, um in der ersten Play-off-Runde einem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer (derzeit Ligafavorit FC Bayern München) oder dem Tabellenzweiten (derzeit das formstarke Alba Berlin) aus dem Weg zu gehen.
Im Hinspiel im Dezember feierte Medi einen deutlichen 93:72-Heimsieg. Gabe York, der in Bamberg vor allem wegen des bissigen Brose-Verteidigers Aleksej Nikolic nicht zur Entfaltung kam, brillierte damals mit 20 Punkten als Topscorer. Das Team der Erfurt Rockets hat sich seit der Hinrunde stark verändert, nach der Trennung von Hauptsponsor Oettinger zum Jahreswechsel befindet sich der Verein nicht nur im wirtschaftlichen Umbruch: US-Spielmacher Darrell Mitchel und der Ex-Bayreuther Ekene Ibekwe haben die Rockets verlassen. Dafür steht der Ex-Ulmer Dane Watts nach verheilter Knieverletzung wieder zur Verfügung und mit Jugendnationalspieler Ferdinand Zylka engagierte Erfurt ein weiteres Nachwuchstalent aus dem Programm von Alba Berlin.
Mit dem 30 Jahre alten Jerome Randle kam Anfang März ein sehr erfahrener US-Spielmacher dazu, der die Thüringer zum Klassenerhalt führen soll. Randle spielte zuletzt bei den Sydney Kings in Australien und führte dort die Liga als Top-Scorer (durschnittlich starke 19,8 Punkte pro Spiel) und bester Assist-Geber (5,3 im Schnitt) an. Der Aufbauwirbelwind blickt auf eine beeindruckende sportliche Profi-Karriere mit Stationen in der Türkei, Israel, Ukraine, Belgien, Frankreich und Litauen zurück.


Gefährlicher Korbjäger

Besonderes Augenmerk sollten die Bayreuther außerdem auf Erfurts besten Korbjäger Retin Obasohan legen. Der 24-jährige belgische Nationalspieler mit nigerianischen Wurzeln punktet aus allen Lagen, in Göttingen gelangen ihm zuletzt 24 Punkte. Im Saisonmittel erzielt er 14,3 Punkte und 5,3 Rebounds pro Spiel.
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