Würzburg
Basketball

Medi Bayreuth verspielt Riesenvorsprung

Sage und schreibe 20 Punkte Vorsprung hat Medi Bayreuth im Frankenderby der Basketball-Bundesliga in Würzburg verspielt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Würzburger Florian Koch (links) legt den Ball in den Bayreuther Korb, Gregor Hrovat kommt zu spät. Foto: Jan Hübner
Der Würzburger Florian Koch (links) legt den Ball in den Bayreuther Korb, Gregor Hrovat kommt zu spät. Foto: Jan Hübner
+2 Bilder

Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat den dritten Sieg im vierten Bundesligaspiel aufgrund eines Totaleinbruchs nach dem Seitenwechsel verpasst: Im Frankenderby bei den bis dahin noch punktlosen Korbjägern von s.Oliver Würzburg zeigten die Wagnerstädter bis zur Pause ihre bislang beste Saisonleistung, um am Ende noch mit 69:73 (46:33) zu verlieren.

Die Bayreuther starteten ungemein giftig in die Partie und erwischten die Würzburger damit ganz offensichtlich auf dem falschen Fuß. Mehrfach konnten die aggressiv und ungemein eng verteidigenden Oberfranken den Unterfranken den Ball entwenden und in der Offensive über De' Mon Brooks und Hassan Martin konsequent abschließen. 26:13 (10.) lagen die Bayreuther nach dem ersten Viertel in Front.

Nationalcenter Andreas Seiferth ließ Mitte des zweiten Abschnitts die Führung auf 20 Punkte anwachsen (22:42, 17.), bevor die Unterfranken bis zum Seitenwechsel wieder etwas herankommen konnten (33:46).

Würzburger Aufholjagd

Alles, was die Bayreuther mit ihrem bis dahin besten Saisonauftritt vor der Pause richtig gemacht hatten, wollte ihnen im dritten Viertel nicht mehr gelingen. Das Momentum wechselte zu den Hausherren, die angetrieben vom starken Brad Loesing Punkt um Punkt verkürzen konnten und vor dem letzten Abschnitt beim Stand von 55:56 (30.) auf Schlagdistanz herangekommen waren.

Skyler Bowlin traf dann für die Würzburger zur Führung (58:56/31.), Loesing tat es ihm gleich (61:58, 32.). Die Partie kippte nun vollends auf Seiten der Unterfranken, die immer wieder geduldig ihre gefährlichen Distanzwerfer in Position bringen konnten, während die verunsicherten Bayreuther als Mannschaft zusehends zerfielen. Johannes Richter erzielte die erste zweistellige Führung für Würzburg (70:60, 34.), bevor sich die Korner-Schützlinge doch nochmals aufraffen konnten.

Trainer frustriert

Als dann jedoch Bayreuths Bester, der US-Center Hassan Martin (15 Punkte, 16 Rebounds), an der Freiwurflinie zwei Fahrkarten schoss (70:67, 39.), war es endgültig um die Oberfranken geschehen.

"Alles, was wir vor der Pause getroffen haben, haben wir danach verworfen. Unser Selbstvertrauen war dann komplett weg. Das hatte sich schon kurz vor der Pause in ein, zwei unglücklichen Situationen angedeutet", kommentierte ein sichtlich frustierter Medi-Trainer Raoul Korner.

s. oliver baskets Würzburg - Medi Bayreuth 73:69 (13:26, 20:20, 22:10, 18:13) Würzburg: Olaseni (6), Hulls (8/2), Richter (10), Cooks (5/1), Loncar, Bowlin (7/1), Koch (7/1), Wells (8), Ellis (11/1), Loesing (11/2).

Medi Bayreuth: Thomas (2), Robertson (10/2), Stockton (7/1), Doreth (9/3), Seiferth (4), Martin (15), Wachalski, Hrovat (9/1), Brooks (13/1).

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren