Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth verliert auch beim Schlusslicht

Bundesligist Medi Bayreuth hat seine Negativserie auch am Mittwochabend nicht stoppen können.
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Der Bayreuther Kassius Robertson (rechts, gegen Ben Magden) überzeugte als Distanzwerfer, aber die Medi-Niederlage gegen Crailsheim konnte auch er nicht verhindern.  Foto: Peter Mularczyk
Der Bayreuther Kassius Robertson (rechts, gegen Ben Magden) überzeugte als Distanzwerfer, aber die Medi-Niederlage gegen Crailsheim konnte auch er nicht verhindern. Foto: Peter Mularczyk

Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge unterlagen die Bayreuther auch bei Aufsteiger Merlins Crailsheim mit 90:97 (52:42) - und das obwohl sie in der ersten Halbzeit schon hoch führten.

Medi Bayreuth legte in der Arena Hohenlohe einen Blitzstart auf das Parkett: Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da sah sich Merlins-Trainer Tuomas Iisalo beim Stand von 0:8 zur ersten Auszeit genötigt. Die zeigte den gewünschten Erfolg: Mit einem 13:3-Lauf erzwangen die Schwaben den Führungswechsel (13:11, 6.): Danach fingen sich die Bayreuther wieder und zogen bis zur ersten Viertelpause auf 26:21 davon.

Robertson überzeugt aus der Distanz

Bayreuths frisch nominierter Allstar Andreas Seiferth profitierte zu Beginn des zweiten Viertels mehrfach von den tollen Zuspielen von Gregor Hrovat. Seiferth gelangen sechs Punkte in Folge, sein Team lag erstmals zweistellig in Front (21:32, 12.). Als der Australier Ben Madgen die Merlins an der Dreierlinie wieder bis auf 32:35 (16.) herangeworfen hatte, nahm Kassius Robertson die Partie für Medi Bayreuth in die Hand. Ein sehenswerter Dreier aus mehr als acht Metern mit Zusatzfreiwurf sowie wenig später zwei weitere erfolgreiche Würfe aus mehr als 6,75 Metern Entfernung ließen den Bayreuther Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 52:42 wachsen.

Mit viel Schwung kamen die Hausherren aus der Kabine und bis auf 49:52 (22.) heran. Medi-Trainer Raoul Korner lud daraufhin zur Lagebesprechung an die Seitenauslinie. Doch die Merlins blieben am Drücker: Joseph Lawson, der Seiferth in der Defensive immer wieder vor Probleme stellte, glich zum 57:57 (26.) aus.

Hallensprecher aus der Arena verwiesen

Kurzzeitig drohte die Lage im Crailsheimer Hexenkessel nach strittigen Entscheidungen gegen die Hausherren zu eskalieren. Zwei Hallensprecher wurden vom Schiedsrichter-Trio der Arena verwiesen. Anschließend sicherte der bis dahin glücklose Medi-Center Eric Mika den Bayreuthern einen knappen 66:64-Vorsprung vor den finalen zehn Minuten.

Bayreuth legte zwar einen kurzen Zwischenspurt (72:80, 34.) hin, doch die Merlins hatten die passenden Antworten: Dwayne Russels Dreier zum Führungswechsel (83:82, 37.) und Wysockis Dreier zum 86:82 und 89:84 (38.). Das Momentum lag nun klar auf Seiten der Gastgeber, die sich den Vorsprung gegen die verunsicherten Bayreuther in der Schlussphase nicht mehr nehmen ließen.

Erfolgreichster Werfer der Partie war der Crailsheimer Lawson mit 27 Punkten, für Medi kam Robertson auf 20 Zähler.



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