Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth steht vor Bewährungsproben gegen starke Teams

Medi Bayreuth und Brose Bamberg kämpfen gegen die Riesen Ludwigsburg und den türkischen Erstligisten Darüssafaka Istanbul um den Sieg beim Actic-Cup.
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In vielen Trainingseinheiten hat Trainer Raoul Korner das Medi-Team auf die kommende Saison eingeschworen, jetzt beginnt für die Bayreuther beim Actic-Cup die heiße Phase der Vorbereitung.  Foto: Peter Mularczyk
In vielen Trainingseinheiten hat Trainer Raoul Korner das Medi-Team auf die kommende Saison eingeschworen, jetzt beginnt für die Bayreuther beim Actic-Cup die heiße Phase der Vorbereitung. Foto: Peter Mularczyk

Die Saisonvorbereitung geht in die heiße Phase: Zehn Tage vor dem Bundesliga-Start trifft Gastgeber Medi Bayreuth beim Actic-Cup am heutigen Samstag (17 Uhr) auf den türkischen Erstligisten Darüssafaka Istanbul. Je nach Ausgang der Partie in der Oberfrankenhalle geht es am Sonntag um 14.30 Uhr im kleinen Finale um Platz 3 oder um 17 Uhr im Finale um den Turniersieg. Das zweite Halbfinale bestreiten die BBL-Rivalen Brose Bamberg und Riesen Ludwigsburg (Samstag, 19.30 Uhr).

Vorfreude auf Heimturnier

"Darüssafaka ist ein bekannter Name im europäischen Basketball. Es ist wirklich toll, so eine Mannschaft bei unserem Turnier dabeizuhaben und sich gegen ein derartiges Team die Hörner abstoßen zu können", freut sich Medi-Trainer Raoul Korner auf die Bewährungsprobe. Darüssafaka Spor Kulübü aus Istanbul feierte Anfang der 1960er Jahre zwei Landesmeisterschaften, der nächste Titel sollte aber erst 2018 mit dem Sieg im Eurocup gelingen. In der Vorsaison verpasste das Team in der türkischen Liga als Zehnter die Play-offs. Die Euroleague-Hauptrunde beendete es als Tabellenletzter.

Auch deshalb folgte ein Umbruch. Von Roter Stern Belgrad kam US-Spielmacher Joe Ragland. NBA-Erfahrung, jeweils bei den Milwaukee Bucks, haben Doron Lamb und Bonzie Colson Junior. Von AS Monaco wechselte Jarrod Jones nach Istanbul. Die türkischen Ex-Nationalspieler und Routiniers Sinan Guler (Fenerbahce) und Erkan Veyseloglu (Besiktas) wechselten stadtintern zu Darüssafaka. Eine Ausländerposition ging an einen Deutschen: Mahir Agva, 1996 in Reutlingen geboren, zog es nach BBL-Stationen in Tübingen und Frankfurt sowie zuletzt bei den Gießen 46ers in die Türkei.

Assem Marei kehrt zurück

Zudem dürfen sich die Bayreuther Fans beim Heimturnier auf einen alten Bekannten freuen: Schließlich zählt der ehemalige Medi-Spieler Assem Marei zu den Hoffnungsträgern bei Brose Bamberg. Den 2,06 Meter großen Ägypter zog es nach einer starken Saison beim türkischen Erstligisten Pinar Karsiyaka Izmir, in der er im Saisonschnitt ein Double-Double aus 18 Punkten und zehn Rebounds verzeichnete, zurück in die Bundesliga.

"Natürlich ist es schön, wieder nach Bayreuth zurückzukommen, die alten Weggefährten zu treffen", wird Marei in einer Brose-Mitteilung zitiert. Aber er weiß auch, dass die zwei Spiele beim Actic-Cup für die Entwicklung des runderneuerten Bamberger Teams sehr wichtig sind: "Daher ist die Wiedersehensfreude zwar da, es wird aber hart gearbeitet. Wir haben noch einige Sachen, in denen wir besser werden können. Die zwei Spiele in Bayreuth sind dafür ein guter Anfang."

Ludwigsburger im Umbruch

Im Halbfinale treffen die Bamberger auf Ludwigsburg. Im Mai waren die Barockstädter als Hauptrundenzehnter erstmals seit fünf Jahren Zuschauer, als die Play-offs begannen. Das hatte Folgen: Trainer John Patrick entschied sich, den Riesen ein neues Gesicht zu geben.

Nur zwei Spieler gehalten

Nur Christian von Fintel und Konstantin Konga sind vom letztjährigen Aufgebot übrig geblieben. Centerspieler Jonas Wohlfahrt-Bottermann (Frankfurt) sowie David Brembly und Hans Brase (beide Mitteldeutscher BC) sind neu auf den deutschen Positionen, auf denen auch der 17-jährige Center Ariel Hukporti aus dem Riesen-Nachwuchsprogramm Erstligaerfahrung sammeln soll.

Bei der Suche nach geeigneten Spielern für die sechs Kontingentstellen blickte Patrick einmal mehr nicht auf die Topligen. So kam mit Khadeen Carrington ein athletischer, Point-Guard vom belgischen Erstligisten Limburg. Jairus Lyles war zuletzt bei den Salt Lake City Stars in der G-League unter Vertrag. Von der Iowa State University kam Nick Weiler-Babb, der jüngere Bruder des Ex-Ulmers Chris Babb. Seine Profikarriere startet in Ludwigsburg auch der 22-jährige Jehyve Floyd (Holy Cross University).

Zweimal bedienten sich die Schwaben in der ProA: US-Spielmacher Jaleen Smith spielte zuletzt in Heidelberg, sein Landsmann Tanner Leissner überzeugte als Topscorer in Ehingen. Letztgenannter wird mit US-Neuzugang Thomas Wimbush (Long Island Nets/G-League) um Einsatzzeit konkurrieren.

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