Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth steht im Viertelfinale der Champions League

Bei Besiktas Istanbul verteidigte das Medi-Team den Vorsprung aus dem Hinspiel mit einem 84:84-Unentschieden.
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Andreas Seiferth (Mitte) erzielte sechs seiner acht Punkte im ersten Viertel, in dem die Bayreuther den Grundstein zum Weiterkommen legten.  Foto: Andreas Bär
Andreas Seiferth (Mitte) erzielte sechs seiner acht Punkte im ersten Viertel, in dem die Bayreuther den Grundstein zum Weiterkommen legten. Foto: Andreas Bär
Überraschend kann Medi Bayreuth weiter vom Gewinn der Basketball Champions League (BCL) träumen: Im Achtelfinale holte der Bundesligist nach seinem 84:79-Hinspielsieg am Dienstagabend beim favorisierten türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul ein 84:84 (39:37) und gehört nun zu den besten acht Teams der BCL.


Champions League, Achtelfinale

Besiktas Istanbul - Medi Bayreuth 84:84

Die Bayreuther fanden in der Offensive schnell ihren Rhythmus und setzten sich Punkt um Punkt bis auf 20:13 (17.) ab. Vor allem Andreas Seiferth gelangen viele gute Aktionen, der Center markierte bis zu seiner ersten Auswechslung (6.) sechs Zähler für die Bayreuther.

Nach einer Auszeit (18.) meldeten sich die Türken jedoch mit einem 5:0-Lauf zurück (18:20, 10.) und profitierten nicht zuletzt davon, dass Medi-Topscorer Gabe York zweimal in Folge einfache Würfe nicht im gegnerischen Korb unterbrachte.

Vor allem verwandelte Dreier des Ex-Bayreuthers Kyle Weems und von Cady Lalanne sorgten im zweiten Abschnitt für den Führungswechsel (24:20, 11.). Doch die Medi-Korbjäger ließen sich nicht abschütteln und fanden immer wieder passende Antworten. So auch als Istanbuls US-Forward Earl Clark von der Dreierlinie zum 37:31-Zwischenstand traf und damit erstmals die Führung in Addition der beiden Spiele auf die Seite der Türken zog: Denn Dreier von York und James Robinson brachten die Bayreuther bis zur Pause wieder auf 39:37 (20.) heran.


Linhart setzt die Akzente

Nach dem Seitenwechsel machten sich die Gäste das Leben zuweilen selbst schwer und gaben zu viele Offensivrebounds ab. Doch Nate Linhart schulterte die Verantwortung und hielt sein Team mit mehreren starken Aktionen im Spiel. Ab Mitte des dritten Viertels trafen die Bayreuther konstanter und lagen nach einem weiteren Dreier von York 60:53 (28.) in Front. Allerdings schmolz der Vorsprung bis zur 30. Minute wieder auf 63:59.

Clark eroberte Mitte des Schlussviertels die Führung für Istanbul zurück (71:70) - auch diesmal boten die Bayreuther im richtigen Moment Paroli. Steve Wachalski, Assem Marei und Linhart konterten mit einem 5:0-Lauf zum 76:71 für Medi. Als die Türken in der Schlussminute durch Josh Adams ausgeglichen (81:81) hatten, holte York mit einem krachenden Dunking die Führung zurück.

Schließlich traf Robinson bei einer Restspielzeit von vier Sekunden an der Freiwurflinie zum 84:84 - der Einzug von Medi ins Viertelfinale war perfekt.

Besiktas Istanbul: Clark (13 Punkte), Veyseloglu, Adams (9/2 Dreier), Sanli (6), Strawberry (23/3), Sipahi, Diebler (3/1), Weems (12/4), Lalanne (18/1).

Medi Bayreuth: Robinson (9/2), Cox (4), Linhart (14/1), Doreth (3/1), Seiferth (8), Wachalski (2), Amaize, Brooks (12), York (17/5), Marei (15).
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