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Medi Bayreuth: Knoten platzt auch in der Bundesliga

Dem Bundesligisten Medi Bayreuth gelingt bei den Skyliners Frankfurt ein überraschend klarer 88:74-Erfolg.
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James Woodard (Mitte) war nicht nur am vergangenen Mittwoch im Europe Cup gegen Prishtina Bayreuther Topscorer, sondern führte das Medi-Team mit 26 Punkten nun auch in der Bundesliga zum Sieg.  Foto: Peter Mularczyk
James Woodard (Mitte) war nicht nur am vergangenen Mittwoch im Europe Cup gegen Prishtina Bayreuther Topscorer, sondern führte das Medi-Team mit 26 Punkten nun auch in der Bundesliga zum Sieg. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth hat, wie unlängst von Trainer Raoul Korner gefordert, den Bock umgestoßen. Bei den Skyliners Frankfurt gelang der erste Sieg in dieser Bundesliga-Saison - und der fiel mit 88:74 überraschend klar aus.

"Wir haben vor dem Spiel die Rebounds als Schlüssel für das Spiel ausgemacht. Dass wir dann aber drei Viertel lang fast auf perfektem Level spielen, offensiv wie defensiv, freut mich sehr", lobte Korner nach der Partie.

Der erste Höhepunkt der Partie gehörte aber den Frankfurtern. Gerade zweieinhalb Minuten waren gespielt, da wurde Ligageschichte geschrieben. Frankfurts Quantez Robertson verteilte den 1000 Assist seiner Profilaufbahn - Nutznießer war ein Ex-Bayreuther: Centerspieler Leon Kratzer legte den Ball zur 9:2-Führung in den Bayreuther Korb.

Dies sorgte für eine Initialzündung, allerdings nicht bei den Hausherren, sondern bei Medi Bayreuth. Das Korner-Team präsentierte sich schlagartig hellwach, zog an den Hessen vorbei, lag nach den ersten zehn Minuten mit 25:16 in Führung und ging mit einem komfortablen 51:31-Vorsprung in die Halbzeitpause. Dabei setzten die Bayreuther nahtlos an ihren erfolgreichen Auftritt vom vergangenen Mittwoch gegen Prishtina im Europe Cup an. Schnell lief der Ball in der Bayreuther Offensive, geduldig wurden günstige Wurfpositionen gesucht und sicher verwandelt. Zudem packten die Bayreuther beim Rebound entschlossen zu.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein unverändertes Bild: Medi hatte auf alle Versuche der Hausherren, dem Spiel eine Wende zu geben, die passende Antwort parat und zog weiter davon (77:52, 30.). Lediglich im Endspurt betrieben die Hessen etwas Ergebniskosmetik. "Frankfurt hat am Ende alles in die Waagschale geworfen und ist mit einer kleinen Aufstellung hohes Risiko gegangen. Wir sind dadurch ins Zögern geraten, aber als gut gecoachte Mannschaft haben wir unseren Weg gefunden. Am Ende konnten wir die wichtigen Big Plays machen und haben das Spiel endgültig auf Eis gelegt", fasste Korner zusammen.

Bester Spieler der Partie war der Bayreuther James Woodard mit 26 Zählern (4 Dreier), vier Rebounds und drei Assists, gefolgt von Evan Bruinsma (14 Punkte, 8 Rebounds). Nate Linhart verbuchte bei seiner Rückkehr auf das Bundesliga-Parkett 13 Punkte.

Am Mittwoch peilt Medi gegen Apoel Nikosia den nächsten Sieg im Europe Cup an, am Sonntag gastiert Braunschweig in der Oberfrankenhalle.

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