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Medi Bayreuth ist im Reisestress

Von Zypern an die Waterkant: Nach dem erfolgreichen Europe-Cup-Auftritt in Nikosia sind die Bayreuther nun beim Bundesliga-Neuling Hamburg Towers gefordert.
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Medi Bayreuth um Reid Travis (links, gegen den Bonner Stephan Zimmerman) muss sich in der Bundesliga aktuell nicht verstecken, mit starken Leistungen verbesserte sich das Team auf Platz 11. Foto: Peter Mularczyk
Medi Bayreuth um Reid Travis (links, gegen den Bonner Stephan Zimmerman) muss sich in der Bundesliga aktuell nicht verstecken, mit starken Leistungen verbesserte sich das Team auf Platz 11. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth gastiert am Samstag (20.30 Uhr) erstmals in der edel-optics.de Arena in Hamburg-Wilhelmsburg: Bei Bundesliga-Aufsteiger Hamburg Towers, der wie die Telekom Baskets Bonn und der Mitteldeutsche BC erst einen Sieg geholt hat und Tabellenvorletzter ist, peilen die Bayreuther ihren vierten Saisonerfolg an.

Nach ihrem deutlichen 83:68-Auswärtssieg im Europe-Cup beim zypriotischen Erstligisten Apoel Nikosia am zurückliegenden Mittwoch ist die Mannschaft von Trainer Raoul Korner direkt nach Hamburg weitergereist. Und für den Trip in den hohen Norden haben sich die Bayreuther einiges vorgenommen: Mit einem Sieg bei den Towers soll der Vormarsch in der Bundesliga - in den vergangenen vier Partien gab es nur eine Niederlage - fortgesetzt werden.

Hamburg mit zwei Neuzugängen

Doch Vorsicht: Obwohl die Hanseaten nur bei den Gießen 46ers (79:75) gewannen und schon einige Male böse unter die Räder gekommen sind, sind sie nicht zu unterschätzen - nicht zuletzt wegen ihrer jüngsten Aktivitäten auf dem Transfermarkt. Zur Verstärkung im Spielaufbau engagierten die Towers Mitte November zunächst den mexikanischen Nationalspieler Jorge Gutierrez, der auf 47 NBA-Spiele für die Milwaukee Bucks und die Charlotte Hornets zurückblickt. Vor wenigen Tagen nahmen die Hamberger zudem den kurz zuvor bei Brose Bamberg aussortierten venezolanischen Forward Michael Carrera unter Vertrag. Von ihm erwartet Trainer Mike Taylor, der in Personalunion auch die polnische Nationalmannschaft trainiert und im vergangenen September zur Weltmeisterschaft geführt hat, einen ganz besonderen Impuls für sein Team: "Sein Motor läuft immer auf Hochtouren, er gibt alles. Wir glauben, dass allein sein unermüdlicher Einsatz schon positive Auswirkungen haben wird", sagt Taylor über den Neuzugang.

Bei der Analyse der Hamburger stellt Medi-Trainer Korner fest, dass die Towers in vielen Partien gute Phasen hatten, in denen sie zeigten, auf welchem Niveau sie spielen können. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann es ihnen gelinge, ihre Stärken über ein gesamtes Spiel auf das Feld zu bringen. "Wir werden alles daran setzen, dass es an diesem Samstag aber noch nicht der Fall sein wird, indem wir mit unserer Verteidigung viel Druck auf sie machen werden und sie selbst auch in der Defensive arbeiten lassen werden", gibt Korner die Marschroute vor. "Für uns wird der Schlüssel darin liegen, über die gesamte Spielzeit die Intensität hochzuhalten." Für Justin Raffington, dessen Kurzzeitvertrag nach diesem Spiel endet, wird die Samstagspartie kein gewöhnliches Bundesligaspiel, hat er doch in Vorsaison noch zum Aufstieg der Hamburg Towers beigetragen und kehrt nun in seinem letzten Spiel im Trikot von Medi Bayreuth in seine Geburtsstadt zurück.

Aarhus, Charleroi und Lissabon

Zudem stehen mittlerweile die Gegner von Medi Bayreuth in der nächsten Gruppenphase des Europe-Cups fest. Dabei bekommt es das Korner-Team mit dem dänischen Rekordmeister Bakken Bears aus Aarhus, dem vielfachen portugiesischen Meister und Pokalsieger Benfica Lissabon sowie dem belgischen Spitzenclub Spirou Charleroi zu tun. Die Runde startet für Medi am 11. Dezember mit einem Auswärtsspiel in Aarhus.

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