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Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth: Coup vor leeren Rängen

Beim "Geisterspiel" gegen Cluj reicht Medi Bayreuth ein überragendes drittes Viertel, um ins Halbfinale einzuziehen.
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Nate Linhart (am Ball) zieht zum Korb und markiert zwei seiner insgesamt 15 Punkte. Gegen Cluj zogen die Bayreuther vor leeren Rängen ins Europapokal-Halbfinale ein.  Foto: Marcus Förster/Medi Bayreuth
Nate Linhart (am Ball) zieht zum Korb und markiert zwei seiner insgesamt 15 Punkte. Gegen Cluj zogen die Bayreuther vor leeren Rängen ins Europapokal-Halbfinale ein. Foto: Marcus Förster/Medi Bayreuth

Medi Bayreuth steht erstmals im Halbfinale des FIBA-Europe-Cups: Am Mittwochabend siegte der Basketball-Bundesligist im Viertelfinal-Rückspiel gegen den rumänischen Vertreter U-BT Cluj Napoca mit 100:87 (46:48) und machte die 82:83-Niederlage aus dem Hinspiel wett. Im Halbfinale wartet der türkische Tabellenführer Pinar Karsiyaka.

FIBA-Europe-Cup, Viertelfinale

Medi Byreuth - U-BT Cluj Napoca 100:87 (20:22, 26:26, 36:20, 18:19)

Die Bayreuther starteten in der ungewohnt stillen "Oberfrankenhölle" schleppend in die Partie und liefen vor der Pause einem Rückstand hinterher. Das erste Viertel ging mit 22:20 an die Gäste und auch zur Pause lagen die Rumänen um ihren anfangs kaum zu kontrollierenden Topscorer Darryl Leon Peak auf Halbfinalkurs (48:46).

Wie ausgewechselt kamen die Bayreuther aus der Kabine zurück: Mit aggressiver Defensivarbeit provozierte die Mannschaft von Trainer Raoul Korner mehrfach Fehler im Aufbau der Rumänen. Nach vier Minuten war der Rückstand korrigiert und in die erste zweistellige Führung gewandelt. Ein weiterer Dreier, diesmal von Bryce Alford, sorgte wenig später für die höchste Führung der Partie (79:63, 29.). Mit einem 82:68 ging das Medi-Team in das vierte Viertel.

Medi wackelt nur kurz

Der Start in den Schlussabschnitt hätte aus Bayreuther Sicht kaum schlechter verlaufen können: Es dauerte rund vier Minuten, bevor Woodard den 7:0-Lauf der Gäste mit einem Dreier stoppte (85:75). Kurz darauf verabschiedeten sich Seiferth (34.) und Reid Travis (35.) mit dem jeweils fünften Foul aus der Partie. Bayreuth wackelte kurz, fiel aber nicht, weil nun Meisner und Bruinsma mit viel Engagement Center-Aufgaben übernahmen und entscheidende Offensivbeiträge leisteten.

Bruinsma traf einen Dreier zum 90:82, Meisners Dreipunktspiel zum 95:87 raubte den Rumänen die letzte Hoffnung und deren Coach offensichtlich den letzten Nerv: Mihail Silvasan kassierte in der Schlussminute zwei technische Fouls und erlebte das Spielende nicht mehr in der Halle. Nate Linhart, mit 15 Punkten, sechs Rebounds und sieben Assists herausragender Bayreuther, sowie James Woodard sorgten an der Freiwurflinie für den 100:87-Endstand.

"Ich bin glücklich und stolz. Wir sind verdient unter den letzten vier Mannschaften eines internationalen Wettbewerbs - das hat noch keine Bayreuther Mannschaft zuvor geschafft. Es ist traurig, dass wir diesen Erfolg nicht mit unseren Fans feiern können", sagte Medi-Coach Korner. "Wir hatten heute Foulprobleme auf den großen Positionen, aber Evan und Lukas haben das hinten raus dann souverän zu Ende gebracht. "

Medi Bayreuth: Woodard (15/1), Doreth (14/3), Meisner (10/1), Bruinsma (11/1), Linhart (15/2), Robinson (3), Seiferth (15), Alford (10/2), Travis (7)

U-BT Cluj Napoca: Peak (23/1), Tarolis (13/2), Johnson (17/1), Zganec (2), Richard (13/2), Planinic (8), Ate (9/3), Kuti (2)