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Ludwigsburg bleibt der Bayreuther Angstgegner

Die Bayreuther stoppen erst gegen Jena ihre Talfahrt, um gestern von Ludwigsburg eine Packung zu kassieren.
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Bayreuths Leistungsträger De'Mon Brooks (rechts) blieb beim Debakel gegen Ludwigsburg mit fünf Punkten weit unter seiner Normalform. Hier wird er von Karim Jallow verteidigt.  Foto: Peter Mularczyk
Bayreuths Leistungsträger De'Mon Brooks (rechts) blieb beim Debakel gegen Ludwigsburg mit fünf Punkten weit unter seiner Normalform. Hier wird er von Karim Jallow verteidigt. Foto: Peter Mularczyk
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Basketball-Bundes- ligist Medi Bayreuth kann doch noch gewinnen - allerdings nicht gegen Angstgegner MHP Riesen Ludwigsburg. Am Doppelspieltag stoppten die Wagnerstädter zunächst ihre Negativserie mit einem 103:78-Erfolg gegen Science City Jena, bevor sie gegen den Tabellennachbarn aus Schwaben mit 81:109 (38:41) untergingen.

Medi Bayreuth - MHP Riesen Ludwigsburg 81:109 (10:29, 28:12, 29:39, 14:29) Wie schon im vorangegangenen Heimspiel gegen Jena verschliefen die Wagnerstädter auch gegen Ludwigsburg den Start und sahen sich nach den ersten zehn Minuten bereits mit 10:29 im Hintertreffen. Erst danach nahm der Motor von Medi Bayreuth langsam Fahrt auf. Die Wagnerstädter konnten sich mit viel Energie bis zur Pause wieder auf 38:41 herankämpfen. Herausragend war in dieser Phase war Adonis Thomas, der zur Halbzeit bereits bei zwölf Punkten angelangt war, sowie der Deutschamerikaner Nik Raivio, der acht Punkte und sechs Rebounds zur Bayreuther Aufholjagd beisteuerte. Kyan Anderson konnte die Partie gleich nach dem Seitenwechsel ausgleichen (41:41, 21.), doch die Schwaben ließen sich davon nicht beeindrucken.

Kealan Martin und Adam Waleskowski hielten für die Gäste aus der Ferne erfolgreich dagegen. So entwickelte sich bis kurz vor Ende des dritten Viertels ein echter Schlagabtausch, in dem sich zunächst kein Team absetzen konnte. Erst ein Ballverlust von Gregor Hrovat (29.) leitete dann einen Ludwigsburger 11:0-Zwischenspurt in die letzte Pause (67:80, 30.) ein. Hiervon konnten sich die Hausherren nicht mehr erholen. Die Wagnerstädter zerfielen vielmehr in ihre Einzelteile. Ludwigsburg nahm kein Gas weg und deklassierte Medi Bayreuth mit 109:81.

"Es war im dritten Viertel, als würde uns jemand den Stecker rausziehen. Emotional waren wir nicht mehr vorhanden. Ludwigsburg hat drei, vier Dreier getroffen, wo wir schlecht in der Defensive kommuniziert haben. Dann war plötzlich der große Frust da und dann ging es einfach dahin", resümierte ein sichtlich frustrierter Medi-Trainer Raoul Korner.

Medi Bayreuth: Mika (17), Thomas (12/1), Robertson (13/3), Anderson (9/1), Doreth, Seiferth (2), Hrovat (7/1), Meisner, Brooks (5), Raivio (13/1), Krug.

MHP Riesen Ludwigsburg: Crawford (17/1), Best (12/2) Klassen (9), Klein (12/3), Knight (4), Waleskowski (14/3), Jones (8), von Fintel (3/1), Martin (23/4), Jallow (7/1).

Zuschauer: 3158.

Medi Bayreuth - Science City Jena 103:78 (17:28, 22:17, 32:13, 32:20) Nach diesem klaren Sieg sah es vor der Pause nicht aus. Die Gäste hatten den besseren Start in die Partie erwischt und konnten sich Mitte des zweiten Viertels gegen die bis dahin stark verunsicherten Wagnerstädter bis auf 41:27 (16.) absetzen. Erst dann fanden die Korner-Schützlinge besser ins Spiel und konnten - angeführt von De'Mon Brooks und Kassius Robertson - noch vor dem Seitenwechsel wieder bis auf sechs Zähler herankommen.

Ein erfolgreicher Dreier von Brooks (20/6) eröffnete den zweiten Durchgang, dann folgte eine Schlüsselszene: Adonis Thomas bearbeitete Jenas Reggie Williams mit knallharter Verteidigungsarbeit und zwang den 206-fachen NBA-Veteran zu einem Ballverlust. Sekunden später ließ Robertson mit einem weiteren Dreier den 45:45-Ausgleich folgen. Nur noch einmal konnten die Thüringer durch ihren Topscorer Ronald Roberts (45:47) parieren, danach brachen sie unter der Intensität und Spielfreude der Korner-Schützlinge zusammen, die über 71:58 (30.) zu einem 103:78 -Kantersieg eilten.

Bester Mann bei Medi Bayreuth war US-Center Eric Mika, der die Bretter an beiden Enden des Parketts dominierte und die Partie mit 23 Punkten, sechs Rebounds und einem starken Effizienzwert (+27) beendete. Seine bislang beste Vorstellung im Medi-Dress zeigte Rückkehrer Kyan Anderson. Der Point Guard dirigierte den Aufbau der Wagnerstädter ruhig und überlegt und beendete die Partie mit neun Zählern und starken zehn Assists.

"Ich möchte meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Es war für uns ein sehr wichtiges Spiel. Generell waren die letzten Wochen alles andere als einfach für uns. Man hat auch gesehen, dass uns die Leichtigkeit abhanden gekommen ist", sagte Trainer Raoul Korner. "Die Reaktion, die die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, war ausgezeichnet." Medi Bayreuth: Mika (23), Thomas (17/2), Robertson (18/4), Anderson (9/1), Doreth (4/1), Seiferth (4), Hrovat (8/2), Meisner, Brooks (20/6), Raivio, Krug.

Science City Jena: Reyes-Napoles (2), Theis (2), Wolf (6/2), Jenkins (3/1), Roberts (16), Allen (12), McElroy (6), Joyce (12/2), Marin (2), Mackeldanz, Williams (15/3), Heber (2).

Zuschauer: 3217.

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