Bayreuth
Basketball

Kyan Anderson ist zurück in Bayreuth

Medi hat vor dem Duell mit dem Überraschungsdritten Vechta am Sonntag einen Ex-Spieler zurückgeholt.
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Spielmacher Kyan Anderson (links) spielte bereits in der Saison 2016/17 für Medi Bayreuth. Jetzt ist der US-Amerikaner zurück. Foto: Peter Mularczyk
Spielmacher Kyan Anderson (links) spielte bereits in der Saison 2016/17 für Medi Bayreuth. Jetzt ist der US-Amerikaner zurück. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth hat zum dritten Mal während der laufenden Saison - nach Ziga Dimec und Eric Mika - einen Spieler nachverpflichtet. Der oberfränkische Bundesligist holte Kyan Anderson zurück, der bereits in der Saison 2016/17 für das Medi-Team spielte und auf durchschnittlich 12,0 Punkte, 3,6 Assists und 1,5 Steals bei einer Einsatzzeit von im Schnitt etwas mehr als 25 Minuten kam. Zuletzt stand der 1,80 Meter große US-Amerikaner bei Z-Mobile Prishtina unter Vertrag. Für die Kosovaren absolvierte er sieben Spiele in der Superliga (10,9 Punkte/3,3 Rebounds, 6,6 Assists im Schnitt) sowie elf Partien im FIBA-Europa-Cup (13,1 Punkte/3,6 Rebounds/6,0 Assists). In der Champions-League-Qualifikation war er mit Prishtina in der ersten Runde an den Niederländern von Donar Groningen gescheitert. Der 26-Jährige, der in Prishtina eine Ausstiegsklausel nutzte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Bayreuths Trainer Raoul Korner sagt: "Ich denke, dass Kyan Anderson derjenige ist, bei dem die größten Chancen bestehen, dass er uns sofort weiterhelfen kann. Er kennt uns und weiß ganz genau, worauf er sich einlässt."

Medi will in die Erfolgsspur zurück

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge droht Bayreuth aus den Play-off-Rängen herauszufallen. Gegen Aufsteiger SC Rasta Vechta, der mit 14 Siegen und nur fünf Niederlagen überraschend den 3. Tabellenplatz einnimmt, wollen die Wagnerstädter am morgigen Sonntagnachmittag in die Erfolgsspur zurückkehren und Platz 8 festigen.

Ein eher enttäuschendes Fazit zog Medi-Trainer Raoul Korner nach dem Aus in der Champions League: "Um weiterzukommen, hätten wir in voller Besetzung und mit sehr guter Leistung auftreten müssen. Der erste Punkt war absolut nicht der Fall, und der zweite traf leider auch nicht immer zu 100 Prozent zu. Deshalb war es einfach nicht genug und wir müssen die internationale Saison jetzt abhaken." Die Niederlage beim litauischen Erstligisten BC Neptunas Klaipeda am Mittwochabend spielte schon keine Rolle mehr.

Power Forwards fehlen

Die Ausgangsposition gegen das Überraschungsteam aus dem Oldenburger Münsterland ist für Medi Bayreuth alles andere als optimal: Neben dem Langzeitverletzten Hassan Martin (Sehnenverletzung im Fuß) muss Trainer Korner wie schon zuletzt in Klaipeda auf die Power Forwards De'Mon Brooks (Adduktoren) und Steve Wachalski (Rücken) verzichten.

Die Ausfälle werden nur im Team zu kompensieren sein. Einige Hoffnung setzt man im Bayreuther Lager auf die Medi-Fans, die zuletzt dreimal in Folge für ein ausverkauftes Haus gesorgt hatten.

Lockerer Sieg zum Saisonauftakt

Zum Saisonauftakt siegten die Bayreuther noch locker mit 83:67 beim Aufsteiger Vechta. Doch seitdem haben die Pferdestädter schon 14 Siege, zuletzt deren acht, gefeiert und stehen sensationell auf Platz 3.

Der erst 34-jährige spanische Coach Pedro Calles hat aus einigen Aufstiegshelden und gezielten Verstärkungen eine kampfstarke Einheit geformt, die sich vor allem durch ihre leidenschaftliche Defensivarbeit auszeichnet und damit schon weitaus höher einzuschätzende Teams wie Ex-Meister Bamberg zum Stolpern gebracht hat.

Die beiden US-Guards Josh Young und Chris Carter, Power Forward Seth Hinrichs, Kämpfer Robin Christen und Jugend-Nationalspieler Philipp Herkenhoff sind mit Vechta in die Bundesliga aufgestiegen.

Neu sind Flügel- und Centerspieler Michael Kessens aus Bremerhaven, US-Topscorer Austin Hollis (Gießen), Spielmacher Max diLeo (Köln) und der hochgewachsene Guard T.J. Bray von Kolossos Rhodos.

Das letzte Puzzleteil

Anfang Dezember fand Rasta Vechta mit dem ehemaligen Tübinger und Braunschweiger Power Forward Tyrone Nash noch das letzte fehlende Puzzleteil für seinen Kader.



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