Bayreuth
Fußball-Regionalliga Bayern

Hof gegen Bayreuth: der fränkische "clasico"

Die SpVgg Bayreuth gastiert am Dienstag in der 2. Verbandsrunde beim Bayernligisten SpVgg Bayern Hof.
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Bayreuths Trainer Josef Albersinger (rechts) braucht endlich Erfolge. Eine Niederlage im Pokal-Derby bei der SpVgg Bayern Hof würde  seine Position weiter schwächen. Foto: Peter Mularczyk
Bayreuths Trainer Josef Albersinger (rechts) braucht endlich Erfolge. Eine Niederlage im Pokal-Derby bei der SpVgg Bayern Hof würde seine Position weiter schwächen. Foto: Peter Mularczyk

Auf ein traditionsreiches Derby, den fränkischen "clasico" freuen sich die Fußball-Fans der Region. Denn auf der "Grünen Au" in Hof kreuzen am Dienstag ab 18.15 Uhr die SpVgg Bayern Hof und SpVgg Bayreuth in der zweiten Hauptrunde des bayerischen Totopokals die Klingen.

Die Derbys waren oft Volksfeste für die Massen, mitunter spektakulär anzusehende Spiele mit häufig einem siegreichen Gastgeber. Es hat fast schon Tradition, dass sich das anreisende Team in Pflichtspielen mit Niederlagen von den frustrierten Gästeanhängern verabschieden musste - zuletzt traf es die Bayreuther am 15. Juli 2016 bei der 2:4-Auftaktniederlage in der Regionalliga vor 2600 Zuschauern. Aber auch im Pokal kassierten die Bayreuther schon bittere Niederlagen in Hof. Erinnert sei an das Pokal-Aus im Elfmeterschießen vor wenigen Jahren.

Auch am Dienstag reisen die Altstädter keineswegs als hoher Favorit nach Hof, haben sie doch in der Regionalliga Bayern mit sechs Pleiten ohne eigenen Treffer einen in ihrer langen Geschichte einmaligen Fehlstart hingelegt. Deshalb will sich die SpVgg mit einem Sieg beim Erzrivalen neues Selbstvertrauen für das anstehende Kellerderby gegen den FC Ingolstadt II (Freitag, 18.15 Uhr) holen. Es wäre der erste Erfolg auf der "Grünen Au" seit 2003, als die Altstädter 3:0 siegten.

Die Bayreuther sind durchaus gewarnt vor dem Gegner. Denn die Hofer tankten zuletzt Selbstvertrauen, gewannen gegen den ASV Neumarkt mit 3:0 und haben sich damit ihre Ergebniskrise der letzten Wochen von der Seele geschossen. Das Team des blutjungen Trainers Alex Spindler (30) steht mit 14 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

Bei Bayreuth braucht Coach Josef Albersinger endlich Erfolge, auch um seinen Job zu retten. Der 52-Jährige ist keineswegs unumstritten, gibt sich aber auch vor dem Auftritt in Hof betont zuversichtlich. "Wir wollen in Hof eine erfolgreiche Woche starten", sagt er. Einer seiner Hoffnungsträger ist Anton Makarenko. Schon beim Pokalsieg in Coburg mit seinem siegbringenden Doppelpack und bei der Niederlage gegen Eichstätt untermauerte der zu Saisonbeginn verletzte Stürmer seine Wichtigkeit für die Mannschaft.

Verzichten muss Albersinger auf Laurin Michaelis (Sprunggelenkverletzung) und die Rekonvaleszenten Darius Held und Alexander Skowronek. Aus dem blutjungen Hofer Kader fehlen Richard Fleischer (Urlaub), der Ex-Bayreuther Felix Strößner und der aus Wirsberg stammende Youngster Elia Bifano (beide Kreuzbandriss, dessen Vater Fulvio (ehemals Coach des ASV Marktschorgast) Co-Trainer der Hofer Bayern ist. In der Hofer Anfangself wird aber mit Mikel Seiter ein weiterer ehemaliger Altstädter erwartet.

Winter im BR-Fernsehen

Am Montag war die Hofer Bayernliga-Truppe Gast des Bayerischen Fernsehens bei "Blickpunkt Sport". Sie sahen, wie dort ihr Mitspieler Kevin Winter für den "Bayern-Treffer des Monats Juli" ausgezeichnet wurde. Der 25-Jährige hatte im Eröffnungsspiel der Bayernliga Nord gegen die DJK Gebenbach seine Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvt und in der 27. Minute zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung (Endstand 3:2) eingeschoben. ab/cs



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