Bayreuth
Basketball

Erfolg im Herzschlag-Finale

Die Bayreuther Basketballer schlagen Bonn in einem Herzschlag-Finale knapp mit 82:79 und feiern den dritten Saisonsieg in der Bundesliga.
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Lukas Meisner (gelbes Trikot) war mit zwölf Punkten zweitbester Bayreuther Korbschütze gegen Bonn. Hier setzt er sich gegen Bojan Subotic durch. Foto: Peter Mularczyk
Lukas Meisner (gelbes Trikot) war mit zwölf Punkten zweitbester Bayreuther Korbschütze gegen Bonn. Hier setzt er sich gegen Bojan Subotic durch. Foto: Peter Mularczyk
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Die Bayreuther Basketballer haben sich mit dem dritten Saisonsieg Luft im Tabellenkeller der Bundesliga verschafft. Sie rangen die Telekom Baskets Bonn vor 3400 Zuschauern in der ausverkauften Oberfrankenhalle mit 82:79 (39:39) nieder.

Beide Teams lieferten sich vom Start weg einen harten Schlagabtausch. Ihren knappen 21:19-Vorsprung nach den ersten zehn Minuten konnten die Gäste bis auf 26:21 (13.) ausbauen, doch Medi Bayreuth ließ nicht locker und konnte durch Lukas Meisner an der Freiwurflinie ausgleichen (35:35, 18.). Beim Stand von 39:39 (20.) ging es kurz darauf in die Halbzeitpause. Bester Bayreuther war zu diesem Zeitpunkt US-Power Forward Reid Travis, der nahtlos an seine starke Vorstellung in München anknüpfte und die erste Hälfte als Topscorer mit 14 Punkten (vier Rebounds) beendete. Auch die Rheinländer hatten bis hierhin ihren Stärksten am Brett: Martin Breunig ging mit neun Zählern in die Kabine.

Lukas Meisner eröffnete nach dem Wechsel mit Bayreuths zweitem erfolgreichen Dreier. Als kurz darauf James Woodard Andreas Seiferth glänzend zum 46:44 (24.) in Szene setzte, beorderte Gästecoach Thomas Päch seine Mannen erstmals zur Lagebesprechung an die Auslinie. Doch Bayreuth hatte jetzt den Turbo gezündet, ein Dunking von Meisner brachte die erste zweistellige Führung: 58:47 (27.). Doch die Rheinländer kamen zurück, weil US-Spielmacher Branden Frazier besser ins Spiel fand. So schmolz der Medi-Vorsprung auf 64:58 (30.).

Brendan Frazier krönte einen Bonner Zwischenspurt von der Dreierlinie mit dem 72:73-Führungswechsel (36.). Raoul Korner justierte seinen Mannen umgehend mit einer Auszeit neu, Andreas Seiferth eroberte die Führung mit einem Hakenwurf zurück und gab den Startschuss zu einem echten Herzschlagfinale. Hier brachte Frazier nach zwei erfolglosen Wurfversuchen von James Robinson die Bonner 13 Sekunden vor dem Spielende mit 79:78 erneut in Führung. Robinson antwortete umgehend an der Freiwurflinie (80:79) - Auszeit Bonn. Martin Breunig tankte sich zum Bayreuther Brett durch, doch Andreas Seiferth konnte ihn stoppen, wurde umgehend gefoult und durfte an die Freiwurflinie gehen. Dort traf der Bayreuther Nationalcenter zweimal zum entscheidenden 82:79.

Medi-Coach Raoul war "sehr froh über diesen Sieg. Vorentscheidend war unser Lauf im dritten Viertel. Mein Team hat im Endspurt die Big Plays gemacht!" Bonns Trainer Thomas Päch dagegen ärgerte sich , dass seine Mannen nach "einem gutn Spiel" im Endspurt "die knappen Dinger liegen gelassen" haben. Medi Bayreuth - Telekom Baskets Bonn 82:79 (19:21, 20:20, 25:19, 18:21) Bayreuth: Robinson (17/1), Woodard (7), Doreth (2), Seiferth (10), Meisner (12/2), Alford (6/2), Travis (16), Bruinsma (6), Linhart (2), Grüttner Bacoul (4).

Bonn: Saibou (11/3), McKinney-Jones (7/1), Subotic (6/1), Lischka, Frazier (20/3), DiLeo (7/1), Breunig (15/1), Polas Bartolo (6), Simons (3/1), Zimmerman (4).

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