Bayreuth

Die Serie von Medi Bayreuth endet in Gießen

In Gießen wirft Medi Bayreuth 93 Punkte - und geht als Verlierer vom Feld.
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Bayreuths Bryce Alford enteilt in dieser Szene Gießens Alen Pjanic. Für einen Auswärtssieg von Medi Bayreuth reichte es trotz 93 Punkten aber nicht. Foto: Peter Kolb
Bayreuths Bryce Alford enteilt in dieser Szene Gießens Alen Pjanic. Für einen Auswärtssieg von Medi Bayreuth reichte es trotz 93 Punkten aber nicht. Foto: Peter Kolb

Zum Rückrundenauftakt der Basketball-Bundesliga hat die Erfolgskurve von Medi Bayreuth einen Knick bekommen: Bei den Gießen 46ers mussten sich die Bayreuther vor 3251 Zuschauern im Endspurt mit 93:100 (43:43) geschlagen geben.

Bundesliga

Gießen 46ers - Medi Bayreuth 100:93 (22:21, 21:22, 28:19, 19:31)

"Wenn du auswärts 93 Punkte erzielst, dann musst du auch die Punkte mitnehmen. Jetzt brauchen wir erstmal nicht mehr in Richtung der Play-off-Plätze zu schielen", war Andreas Seiferth nach der Partie sichtlich angefressen. Der Bayreuther Nationalcenter war mit 19 Punkten, davon fehlerfreie 13 Zähler vor der Pause, einer der Besten im Dress von Medi Bayreuth und maßgeblich daran beteiligt, dass die Partie zu diesem Zeitpunkt (43:43, 20.) noch völlig offen war.

Gießen startet schwungvoll

Mit viel Schwung kamen die Hausherren aus der Kabine und brachten ihre Distanzwerfer gelungen in Position: Brown, Petrasek, Brown und wiederum Petrasek versenkten in kurzer Folge Dreipunktwürfe im Bayreuther Korb und ließen die Hessen bis auf 67:55 (27.) davonziehen. Medi Bayreuth wackelte bedenklich, ließ sich jedoch nicht abschütteln - und so ging es beim Stand von 71:62 (30.) in den Schlussabschnitt.

James Robinson führte die Aufholjagd der Gäste, die immer wieder sehenswert von Verteidigung auf Angriff umschalteten und Punkt um Punkt verkürzten, in den letzten zehn Minuten an. Ein Vierpunktspiel des US-Spielmachers, der bei einem erfolgreichen Dreipunktwurf gefoult wurde und danach auch an der Freiwurflinie traf, sorgte für den ersten Führungswechsel nach der Pause (80:81, 35.).

Robinson eröffnete ein Herzschlag-Finale, in dem die Führung fast in jedem Angriff wechselte. Den letzten Führungswechsel der Partie konnte erneut Robinson mit seinem vierten erfolgreichen Dreier (fünf Versuche) zum 92:93 (39.) erzwingen - es waren allerdings die letzten Zähler für Bayreuth in dieser Partie. Brown und Petrasek trafen für die Hessen jeweils von der Freiwurflinie (96:93, 40.), dann leistete sich Meisner bei einem Passversuch auf Seiferth den wohl entscheidenden Ballverlust. Teyvon Myers kratzte im Gegenzug mit seinem Wurf zwar nur an der Ringkante, Petrasek konnte das Leder jedoch durch die Bayreuther Reuse tippen.

Erster "Hunderter" für Gießen

Als dann Linharts Dreier am Ziel vorbeiflog, konnte der herausragende Petrasek an der Freiwurflinie sein Punktekonto noch auf 25 Zähler hochschrauben und den ersten Hunderter für die Gießen 46ers in dieser Saison voll machen. "Ich hatte kein Feuerwerk unsererseits erwartet, dafür war unser Programm auch emotional zu heftig in den letzten Tagen", sagte Medi-Coach Raoul Korner nach der Niederlage.

Korner hadert mit Fehlwürfen

Nach der jüngsten Serie wollte Korner eine fokussierte Leistung seiner Mannschaft sehen. "Das war es auch im Großen und Ganzen. Wir haben leider viele freie Shots und auch Freiwürfe (17/26, Anm. der Redaktion) liegenlassen und haben defensiv dann individuell zu viele Fehler gemacht." Das sei gerade in der Phase gewesen, in der Medi den Rückstand von neun Punkten aufgeholt hatte.

"Das war eine Periode, in der das Team gewinnen wird, das die Stopps holt und das war dann Gießen. Sie haben es dann im Eins-gegen-Eins besser gelöst. Das war der Unterschied in diesem Spiel", sagte Korner, der trotz der Niederlage nicht unzufrieden war.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Bayreuthern nicht, bereits am Dienstagabend steht im FIBA-Europe-Cup das letzte Spiel der zweiten Gruppenphase gegen den belgischen Erstligisten Charleroi auf dem Spielplan. Gießen 46ers: Brown (19/2), Kraushaar (5/1), Myers (11/1), Pjanic (14/1), Tiby (12/2), Gray (3), Thomas (0), Bryant (11), Petrasek (25/5)

Medi Bayreuth: Robinson (21/4), Woodard (9/1), Doreth (3/1), Seiferth (19), Alford (7/1), Travis (9), Bruinsma (7), Linhart (9/2), Grüttner (0), Meisner (9/1)

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