Bayreuth
Eishockey

Die Bayreuth Tigers haben zwei Rechnungen offen

Die Bayreuth Tigers wollen sich in Crimmitschau und gegen Frankfurt für die hohen Hinspiel-Niederlagen revanchieren.
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Die Marschroute ist klar: Trainer Petri Kujala will mit den Tigers die Siegesserie ausbauen.  Foto: Peter Mularczyk
Die Marschroute ist klar: Trainer Petri Kujala will mit den Tigers die Siegesserie ausbauen. Foto: Peter Mularczyk

Seit vier Spielen sind die Bayreuth Tigers unbesiegt, für das Schlusslicht der DEL2 ist sogar ein Platz im Mittelfeld wieder greifbar. Schließlich trennen den Tabellenachten EHC Freiburg und die Tigers nur acht Punkte. Allerdings warten am Wochenende zwei schwere Aufgaben auf die Bayreuther. Am Freitag (20 Uhr) treten sie bei den Eispiraten Crimmitschau (7.) an, am Sonntag empfangen sie ab 16 Uhr die Löwen Frankfurt (3.).

Gegen Crimmitschau haben die Tigers etwas gutzumachen. Das Hinspiel in Bayreuth endete mit einem 5:0 für die Eispiraten. Doch sind die Leistungen der siebtplatzierten Sachsen schwankend. Zuletzt blieben sie dreimal in Folge ohne Punktgewinn. Besonders die Torausbeute hat Trainer Kim Collins als Baustelle ausgemacht. Und das lässt sich statistisch belegen: Schließlich ist mit dem Kanadier Carl Hudson (11 Tore, 14 Vorlagen) ein Verteidiger Topscorer. Erst dahinter kommen mit Patrick Pohl (7/17) und Rob Flick (15/8) zwei gelernte Offensivkräfte. Ihnen sitzt Pat McNally (6/15) - ein weiterer Verteidiger - im Nacken.

Dagegen bleiben die namhaften Stürmer Vincent Schlenker, Julian Talbot und Christian Hilbrich zumindest bei den Scorerpunkten hinter den Erwartungen zurück.

Prunkstück der Crimmitschauer ist die Abwehr um Stammtorhüter Brett Kilar. Den ohnehin schon starken Defensivverbund verstärkt Patch Alber, der in dieser Saison auch schon sieben Mal bei Kooperationspartner Fischtown Pinguins Bremerhaven in der DEL aktiv war.

Team ohne größere Schwachstelle

In starker Form ist der Bayreuther Sonntagsgegner. Die Frankfurter sind aktuell Dritter und gewannen zuletzt auswärts beim souveränen Spitzenreiter Ravensburg Towerstars mit 2:1. Die im Sommer runderneuerten Hessen haben ein ausgeglichen stark besetztes Team. Nicht einmal der Ausfall von Topverteidiger Mike Card (seit Saisonanfang) oder die Abstellung von U20-Spielern zur WM-Vorbereitung bereitet dem Team aus der Bankenmetropole Sorgen. Auch, weil der langzeitverletzte Finne Antti Kerälä wieder in den prominent besetzten Kader um Adam Mitchell, Mathieu Tousignant, Eduard Lewandowski, Matthew Pistilli, Daniel Spang und Tim Schüle zurückgekehrt ist.

Torhüter verpflichtet

Einzig die Torhüterleistungen stimmten im Saisonverlauf nicht immer. Jedoch zeigte Nachwuchskeeper Bastian Kucis zuletzt gute Vorstellungen. Zudem verpflichteten die Frankfurter Ilya Andryukhov. Der 28-jährige Deutschrusse sammelte bereits Erfahrungen in der ersten (KHL) und zweiten (VHL) russischen Liga. Überragend ist bei den Hessen das Überzahlspiel (25 Prozent Erfolgsquote). Im bislang letzten Aufeinandertreffen (10:4 für Frankfurt) erzielten die Löwen drei Powerplay-Treffer.

Tigers mit Selbstvertrauen

Doch die hohen Hinspielniederlagen gegen Frankfurt und Crimmitschau sind für Tigers-Trainer Petri Kujala vergessen, mittlerweile stehe ein anderes Bayreuther Team auf dem Eis: "Wir machen es nun einfach besser, führen unser Forechecking intensiver und effektiver aus. Dabei lassen wir trotzdem weniger Lücken im Rückraum zu. Wir fällen nun viel häufiger instinktiv die richtigen Entscheidungen und spielen dadurch deutlich stabiler."

Hinzu kommt nach den guten Auftritten der Vorwochen ein gewachsenes Selbstvertrauen. Die Bayreuther bleiben in den Wochenendpartien zwar Außenseiter, da sie aber in Bestbesetzung antreten, sind Überraschungen möglich. bis



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