Bayreuth

Bayreuther verspielen 3:0-Führung - und siegen

Die SpVgg Bayreuth führte beim SV Heimstetten einen 3:0-Vorsprung, erzielte aber kurz vor Schluss doch noch den Siegtreffer.
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Anton Makarenko umarmt den Doppel-Torschützen Christoph Fenninger (Nummer 9). Auch Johannes Golla (links) und Ivan Knezevic (rechts) kommen zum Gratulieren. Foto: Peter Mularczyk
Anton Makarenko umarmt den Doppel-Torschützen Christoph Fenninger (Nummer 9). Auch Johannes Golla (links) und Ivan Knezevic (rechts) kommen zum Gratulieren. Foto: Peter Mularczyk
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Die SpVgg Bayreuth hat in der Fußball-Regionalliga Bayern ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Die Altstädter feierten beim Tabellenletzten SV Heimstetten einen imposanten 4:3-Sieg und verschafften sich weiter Luft im Abstiegskampf.

Mit einer scheinbar geruhsamen 3:0-Führung schienen die Wagnerstädter längst auf der Siegerstraße, ehe spielerisch durchaus überzeugende Hausherren mit drei Treffern in nur drei Minuten ausglichen. Die Bayreuther steckten diesen Rückschlag aber mühelos weg, schüttelten sich und schlugen noch einmal zurück. Drei Minuten vor dem Ende wurde Joker Marcel Schiller an der Strafraumgrenze gefällt, den fälligen Freistoß zirkelte Patrick Weimar gekonnt an der Mauer vorbei und sorgte für euphorischen Jubel unter mehr als 100 mitgereisten oberfränkischen Schlachtenbummlern.

Die sahen ab der ersten Minute einen offenen Schlagabtausch. Heimstetten agierte mutig nach vorne, Keeper Sebastian Kolbe musste gegen Lukas Riglewski im direkten Duell all sein Können aufbieten, um einen Rückstand zu vermeiden (3.). Ein Duell, das es noch öfter zu sehen geben sollte. Auf der anderen Seite machte es Christoph Fenninger besser. Von Anton Makarenko überragend freigespielt, blieb er cool und netzte locker in die lange Ecke ein (29.).

Für die Altstädter Führung zeichnete letztlich aber Sebastian Kolbe verantwortlich: Noch zweimal blieb er gegen Lukas Riglewski Sieger und sicherte seinen Farben den knappen Vorsprung. Den baute die Rost-Elf nach der Pause schnell aus. Shpetim Sulejmani köpfte einen Flankenball von Ivan Knezevic punktgenau ein, Christoph Fenninger schnürte nach Patrick Weimars Chipball durch den Strafraum per Kopf seinen Doppelpack - die Messe schien nach 55 Minuten gegessen.

Doch die Altstädter machten die Rechnung ohne den Wirt - die Heimstettener. Lukas Riglewski, Fabian Sabbagh und erneut der bärenstarke Riglewski sandten innerhalb von drei Minuten dreimal ein. Die Bayreuther schienen vom scheinbar sicheren Sieger zum Verlierer zu werden. Doch auch da täuschten sich die Zuschauer. Mit jedem Wechsel traten die "Gelb-Schwarzen" wieder stabiler auf, Marcel Schiller - in Memmingen zuletzt Matchwinner - erzwang ein Heimstettener Foulspiel, und Weimar versenkte den ruhenden Ball. Der Rest war gelb-schwarzer Jubel und rot-weiße Niedergeschlagenheit.

SV Heimstetten - SpVgg Bayreuth 3:4 (0:1) SV Heimstetten: Riedmüller - Günzel, Wellmann, Thomik, Beierkuhnlein, Regal, Hannemann, Sabbagh (80. Ebeling), Schels, Akkurt, Riglewski. SpVgg Bayreuth: Kolbe - Dengler (71. Götzendörfer), Eder, Golla (63. Held), Makarenko, Schwarz, Wolf, Weimar, Fenninger, Sulejmani, Knezevic (81. Schiller). Tore: 0:1 Fenninger (29.), 0:2 Sulejmani (48.), 0:3 Fenninger (55.), 1:3 Riglewski (61.), 2:3 Sabbagh (62.), 3:3 Riglewski (63.), 3:4 Weimar (87.). - Schiedsrichter: Beitinger (Regensburg). - Zuschauer: 250.

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