Bayreuth
Basketball

Bayreuther sind auch vom Riesen nicht zu stoppen

Die Bayreuther Basketballer haben ihre Erfolgsserie in Gießen fortgesetzt. Das 95:90 war ihr neunter Erfolg hintereinander.
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Hassan Martin prallt an der Gießener Wand in Gestalt von Center-Koloss John Bryant ab. Foto: Peter Mularczyk
Hassan Martin prallt an der Gießener Wand in Gestalt von Center-Koloss John Bryant ab. Foto: Peter Mularczyk
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat seine Erfolgsserie weiter ausgebaut: Bei den Gießen 46ers feierten die Wagnerstädter vor 3565 Zuschauern in der Gießener Sporthalle Ost am 11. Spieltag mit 95:90 (51:43) ihren wettbewerbsübergreifend neunten Sieg in Folge. Dabei konnte auch der überragende Gießener Center-Koloss John Bryant mit seinen 2,11 Metern Körpergröße die Oberfranken nicht stoppen.

"Das ist keine leichte Halle hier. Wir haben in der zweiten Halbzeit einen Gießener Lauf zugelassen und einige Dreier kassiert. Aber wir konnten am Ende den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen", war Medi-Center Andreas Seiferth (13 Punkte, 6 Rebounds) nach der Partie sichtlich erleichtert.

Angetrieben von einem stark aufspielenden David Stockton, der acht seiner21 Zähler gleich in den ersten Minuten markierte, konnten die Wagnerstädter den ersten Spielabschnitt mit 14:19 (10.) für sich entscheiden und diesen Vorsprung im zweiten weiter ausbauen. Der bis dahin noch etwas verhalten agierende Kassius Robertson sorgte mit sieben Punkten in Folge zum 37:47 (18.) für die erste zweistellige Führung. Kurz darauf ging es beim Stand von 43:51 in die Halbzeitpause.

Medi dominiert an den Brettern

Basis der Bayreuther Pausenführung war neben einer guten Trefferquote nicht zuletzt die Dominanz an den Brettern (21:14 Rebounds) sowie die Tatsache, dass der tags zuvor eingebürgerte US-Center John Bryant bis dahin nicht zu seiner gewohnten Form gefunden hatte.

Das sollte sich nach der Pause ändern: Mit zwölf Punkten in Folge brachte der Centerkoloss seine Gießener nahezu im Alleingang auf 66:68 heran. "Glückwunsch an John Bryant, der von uns nicht zu stoppen war. Ich finde nicht mal, dass wir schlecht verteidigt haben, und das macht seine 29 Punkte mit zwölf Rebounds noch frustrierender. Zum Glück haben wir gewonnen, obwohl wir es offensichtlich nicht geschafft haben, John einzugrenzen. Ein Spieler von der Qualität, der auch von außen trifft und die Passqualitäten mitbringt, ist für jedes Team eine ganze Menge Arbeit und hat auch uns heute vor große Aufgaben gestellt", lobte Medi-Trainer Raoul Korner den Gießener, der zum besten Mann auf dem Parkett avancierte.

Doreth ist blendend aufgelegt

Die Aufholjagd der Hessen stoppte schließlich der blendend aufgelegte Medi-Kapitän Bastian Doreth (14 Punkte, 4/5 Dreier) an der Dreierlinie (66:71, 29.). Kurz darauf markierte Hassan Martin mit einem krachenden Dunking die Bayreuther 69:73-Führung vor der letzten Viertelpause.

Die Hessen hatten nun "Lunte gerochen" und auch auf den guten Start der Korner-Schützlinge in den Schlussabschnitt (82:74, 34.) wieder eine passende Antwort parat - natürlich erneut in Person von John Bryant, der in der 38. Minute mit seinen Punkten 28 und 29 zum 87:86 für die erste Gießener Führung der Partie sorgte. Im Gegenzug übernahm David Stockton Verantwortung und traf zum 87:88.

Dann leistete sich Gießens US-Guard Max Landis ein Offensivfoul gegen De'Mon Brooks, und Robertson erhöhte auf 87:90. Ein Ballverlust von John Bryant, der die Partie einmal mehr mit einem Double-Double (29 Punkte, zwölf Rebounds) beendete, leitete schließlich die Gießener Niederlage ein. Medi Bayreuth brachte den Sieg an der Freiwurflinie ins Ziel.

"Unter dem Korb sind wir wirklich nicht schlecht, aber jetzt fällt es eben immer mehr auf, dass unsere kleinen Spieler im 1-gegen-1 nicht stark genug verteidigen. Deshalb haben wir viel zu viele Gegenpunkte erhalten", sah Gießens Cheftrainer Ingo Freyer den entscheidenden Unterschied, während Raoul Korner zufrieden feststellte: "Unsere Leistung heute war sehr ausbalanciert. Die Spieler hatten ihre Momente auf verschiedenste Weise, haben in den richtigen Momenten die passenden Entscheidungen getroffen und Verantwortung übernommen. Die acht Siege, die wir bereits in Folge hatten, haben uns sicherlich auch noch mehr Selbstvertrauen gegeben, um zu wissen, wie man so ein heißes Spiel am Ende für sich entscheidet."

Gießen 46ers - Medi Bayreuth 90:95 (14:19, 29:32, 26:22, 21:22) Gießen 46ers: Chambers (6), Kraushaar (4), Taylor, Agva (11), Landis (8), Lischka (9), Gordon (6), Thomas (10), Bryant (29), Bell (7). Medi Bayreuth: Robertson (11), Stockton (21), Doreth (14), Seiferth (13), Martin (12), Wachalski, Horvat (12), Meisner, Brooks (6), Raivio (6).

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