Bayreuth
Basketball

Bayreuther Negativserie soll enden

Medi-Trainer Raoul Korner warnt vor dem kommenden Europe-Cup-Gegner Sigal Prishtina, hofft aber auf das erste Erfolgserlebnis.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach langer Verletzungspause will Andreas Seiferth (rechts) dem Bayreuther Spiel wieder wichtige Impulse geben und zum ersten Saisonsieg beitragen.  Foto: Peter Mularczyk
Nach langer Verletzungspause will Andreas Seiferth (rechts) dem Bayreuther Spiel wieder wichtige Impulse geben und zum ersten Saisonsieg beitragen. Foto: Peter Mularczyk

Im zweiten Spiel im Europe Cup empfängt Bundesligist Medi Bayreuth heute (20 Uhr) den kosovarischen Meister und Pokalsieger Sigal Prishtina in der Oberfrankenhalle. "Wir brauchen endlich einen Sieg, einerseits für unser angeschlagenes Selbstvertrauen, andererseits weil wir in diesem Wettbewerb bleiben wollen", fordert Medi-Trainer Raoul Korner.

Die bisherige Saisonbilanz der Bayreuther ist trostlos: Zu vier Niederlagen in den ersten vier Bundesliga-Partien gesellt sich das Aus im Achtelfinale des Pokals. Und auch der Start in den Europe Cup ging am vergangenen Mittwoch gründlich daneben: Bei BK Ventspils war das Korner-Team chancenlos und mit der 77:95-Niederlage noch gut bedient.

Mit Seiferth und Linhart

Zu den wenigen Lichtblicken zählten vergangene Woche das Comeback von Center Andreas Seiferth nach mehrmonatiger Schulterverletzung sowie das Saisondebüt von Rückkehrer Nate Linhart. "Das Gesicht der Mannschaft verändert sich mit diesen beiden Personalien. Wir setzen darauf, dass es uns jetzt den entscheidenden Schritt zum ersten Saisonsieg geben wird", hofft Korner.

Gegner Sigal Prishtina ist mit einem unerwartet deutlichen 93:74-Erfolg gegen Apoel Nikosia in den Europe Cup gestartet und kann mit einem weiteren Sieg das Tor zur Zwischenrunde ein gutes Stück aufstoßen. Auch in der kosovarischen Superliga schwimmt der Meister und Pokalsieger mit der Bilanz von 5:1 Siegen als Tabellenerster auf einer Erfolgswelle. Zuletzt feierten die Hauptstädter einen 82:55-Kantersieg gegen Trepca, bei dem der 30-jährige Center Fahro Alihodzic mit einem Double-Double aus 18 Punkten und 15 Rebounds herausragte. Topscorer bei Prishtina ist der polnisch-kosovarische Flügelspieler Dardan Berisha mit durchschnittlich 21 Punkten pro Spiel, gefolgt von US-Spielmacher Myles Divine (16,7 Punkte pro Spiel), Alihodzic (16,3) und Shooting Guard Mikaile Tmusic (12,2). Mit College-Absolvent Shea Feehan und Jonathan Wade (Pully/Schweiz) stehen zwei weitere US-Amerikaner für den Backcourt zur Verfügung.

"Eine abgezockte Truppe"

"Prishtina ist eine absolut abgezockte Truppe. Sie setzen im Wesentlichen auf die Starting-Five, verfügen somit über eine klare Rollenverteilung und variieren stark in der Defensive", warnt Korner. Deshalb müsse man ihnen mit einer hohen Intensität begegnen und ihnen defensiv auf den Füßen stehen, allen voran ihrem Topwerfer Berisha.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren