Bayreuth
Basketball

Bayreuther Krise hält an: Vechta schlägt Bayreuth

Medi Bayreuth kassierte gegen das Überraschungsteam aus Vechta die fünfte Bundesliga-Pleite in Serie.
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Rückkehrer Kyan Anderson (links) zieht am Vechtaer Maximilian Dileo vorbei. Der Aufbauspieler konnte dem Medi-Team noch nicht die erhofften Impulse geben.  Foto: Peter Mularczyk
Rückkehrer Kyan Anderson (links) zieht am Vechtaer Maximilian Dileo vorbei. Der Aufbauspieler konnte dem Medi-Team noch nicht die erhofften Impulse geben. Foto: Peter Mularczyk
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Zwei Serien fanden am Sonntagnachmittag in der Bayreuther Oberfrankenhalle ihre Fortsetzung: Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth kassierte mit 81:86 (34:40) seine fünfte Niederlage in Folge, Aufsteiger SC Rasta Vechta schrieb indes seine Erfolgsgeschichte mit dem neunten Sieg in Serie weiter.

Trainer Raoul Korner hatte vor der Partie tief in die "Trickkiste" gegriffen und Vechta nicht nur mit dem kurzfristig am zurückliegenden Freitag engagierten Rückkehrer Kyan Anderson (Prishtina) im Spielaufbau überrascht, sondern auch noch den zuletzt angeschlagen pausierenden De'Mon Brooks (Adduktorenzerrung) auf der Position des Power Forwards gleich wieder in der Startformation aufgeboten.

Die Niedersachsen zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und dominierten die Startphase der Partie nach Belieben. Mit Aggressivität und viel Leidenschaft unterbanden sie einerseits jeglichen Fluss im Bayreuther Spiel und erzwangen immer wieder Ballverluste. Andererseits sicherten sie sich am offensiven Brett mehrfach zweite Wurfchancen. Mit 24:13 (10.) ging somit das erste Viertel an die Gäste. Und es sollte noch schlimmer kommen: In der 13. Minute hatten sich die Pferdestädter bereits auf 37:19 abgesetzt.

Durch seine zweite Auszeit und die Umstellung auf Halbfeldpresse initiierte Raoul Korner jetzt die Aufholjagd: Mit einem 15:3-Zwischenspurt konnten die Wagnerstädter bis zum Gang in die Kabine wieder in Schlagdistanz (34:40) herankommen.

Meisner gleicht zum 60:60 aus

Brooks und Mika verkürzten gleich nach dem Seitenwechsel weiter auf 38:40 (22.), doch der abgeklärt aufspielende Liganeuling zeigte sich davon genauso wenig beeindruckt wie vom Bayreuther 60:60-Ausgleich (32.), den Lukas Meisner zu Beginn des Schlussabschnitts an der Freiwurflinie erzielte.

Die passenden Antworten gab Vechtas herausragender Aufbauspieler TJ Bray jeweils von der Dreierlinie. Im letzten Viertel erzielte Bray neun seiner insgesamt 17 Punkte und verteilte zudem sechs von am Ende 14 Assists, von denen mehrfach Michael Kessens und Seth Hinrichs profitierten und damit den Sieg festhalten konnten.

"Wir haben eine tolle Defensive gespielt, 18 Ballverluste provoziert und sind beim Stand von 60:60 ruhig geblieben", zog Gästecoach Pedro Calles nach der Partie ein zufriedenes Fazit. Medi-Coach Korner zollte den Gästen seinen Respekt: "Vechta spielt einen intensiven und intelligenten Teambasketball und hat den Sieg absolut verdient."

Bester Bayreuther war der unermüdlich ackernde Gregor Hrovat mit 17 Punkten und sieben Rebounds, gefolgt von De'Mon Brooks (14 Punkte, 4 Rebounds). Debütant Kyan Anderson (zwei Punkte) kam 13 Minuten zum Einsatz, konnte aber noch nicht die erhofften Impulse setzen.

Medi Bayreuth - SC Rasta Vechta 81:86 (13:24, 21:16, 20:20, 27:26) Bayreuth: Mika (11), Thomas (11/3), Robertson (9/3), Anderson (2), Doreth (5/1), Seiferth (5), Hrovat (17/3), Meisner (7/1), Brooks (14).

SC Rasta Vechta: Carter (2), DiLeo, Bray (17/5), Kessens (14), Young (14), Nash (9), Herkenhoff (2), Hollins (11/2), Hinrichs (17/1), Christen.

Zuschauer: 3211. - Schiedsrichter: Anne Panther, Konstantin Simonow, Henning Fröhlich.



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