Bayreuth

Bayreuth überrennt die Bakken Bears

Medi Bayreuth feiert einen 105:82-Sieg gegen Aarhus und darf im Europa-Cup vom Viertelfinale träumen.
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Nate Linhart (rechts) erzielt zwei seiner zwölf Punkte, der Aarhuser Chris Ortiz kann ihn nicht hindern. Foto: Peter Mularczyk
Nate Linhart (rechts) erzielt zwei seiner zwölf Punkte, der Aarhuser Chris Ortiz kann ihn nicht hindern. Foto: Peter Mularczyk
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat sein erstes Heimspiel im neuen Jahr souverän gewonnen. In der Zwischenrunde des FIBA-Europa-Cups besiegten die Wagnerstädter den dänischen Rekordmeister Bakken Bears mit 105:82 (56:43), nahmen damit erfolgreich Revanche für die Hinspiel-Niederlage und gewannen auch den wichtigen direkten Vergleich. Nun steht für die Bayreuther die Tür zum Viertelfinale ganz weit offen.

Der dänische Nationalspieler Darko Jukic eröffnete die Partie für die Gäste aus Aarhus vor 2201 Zuschauern von der Dreierlinie, dann übernahmen aber sofort die Medi-Korbjäger das Kommando, die schnell auf 12:5 (3.) davonziehen konnten. Doch die Dänen verkürzten von der Dreierlinie (16:12, 6.).

Der ersten zweistelligen Bayreuther Führung ging die bis dahin schönste Aktion der Partie voraus: Evan Bruinsma eroberte sich den Rebound und schickte James Woodard, am Ende Topscorer mit 23 Punkten, mit einem langen Pass auf die Reise, die mit einem sehenswerten Dunking des US-Guards zum 24:14 endete. Kurz darauf ging es beim Stand von 29:21 (10.) in die erste Viertelpause.

Bruinsma prägte auch die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts, sowohl als Passgeber, als auch als Vollstrecker. Von seinen Pässen profitierte nicht zuletzt der einmal mehr ungemein effektive Nationalcenter Andreas Seiferth, der zur Pause zusammen mit Woodard mit jeweils zwölf Punkten die Korbschützenliste anführte. Aber auch Lukas Meisner spielte stark. Beim Pausenstand von 56:43 schienen die Bayreuther auf dem besten Weg, die deutliche 18-Punkte-Niederlage aus dem Hinspiel ausmerzen zu können.

Doch nach dem Seitenwechsel verkürzte Aarhus auf 60:53. Trainer Raoul Korner zog mit einer Auszeit die Reißlinie, was die gewünschte Wirkung zeigte. Die Wagnerstädter zogen danach bis zur letzten Viertelpause auf 78:58 davon und hatten schon zu diesem Zeitpunkt die Hinspiel-Niederlage wettgemacht. Der Widerstand der Skandinavier war damit gebrochen, Bayreuth triumphierte am Ende mit 23 Zählern Differenz.

Der Aarhuser Trainer Steffen Wich analysierte, dass Bayreuth "viel mehr Energie hatte und den Sieg mehr wollte". Wich weiter: "Wir hatten 21 Würfe mehr als Bayreuth, aber wir haben vorne nichts getroffen. Jetzt müssen wir hoffen, dass Bayreuth in Lissabon gewinnt und uns in das Viertelfinale mitnimmt."

Bayreuths Trainer Raoul Korner sagte: "Das Hinspiel lag uns allen noch schwer im Magen, somit war heute wenig Motivation erforderlich. Unsere Offensive läuft derzeit wie ein gut geölter Motor, und auch defensiv bin ich heute nicht unzufrieden." Medi Bayreuth - Bakken Bears 105:82 (29:21, 27:22, 22:15, 27:24) Medi Bayreuth: Robinson (7), Woodard (23), Doreth (7), Seiferth (16), Meisner (14), Alford (6), Travis (6), Bruinsma (14), Linhart (12), Grüttner. Bakken Bears: Efianyi, Darbo (3), Evans (6), Ortiz (6), Jukic (19), Ongwae (6), Diouf (13), Sahlertz, Galloway (3), Hilliard (15), Laerke (11). Zuschauer: 2200.

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