Bayreuth
Basketball

Bayreuth trifft die Dreier nicht

Medi Bayreuth präsentiert sich im Derby gegen Bamberg gegenüber den zuletzt schwachen Leistungen verbessert, verliert aber mit 79:90.
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Nach schwachem ersten Viertel legten Daniel Schmidt (hinten) und Brose Bamberg im zweiten Abschnitt (30:12) den Grundstein zum 90:79-Sieg gegen Medi Bayreuth und David Stockton (vorne). Rechts Hassan Martin. Foto: Peter Mularczyk
Nach schwachem ersten Viertel legten Daniel Schmidt (hinten) und Brose Bamberg im zweiten Abschnitt (30:12) den Grundstein zum 90:79-Sieg gegen Medi Bayreuth und David Stockton (vorne). Rechts Hassan Martin. Foto: Peter Mularczyk
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Medi Bayreuth hat sein letztes Heimspiel der Saison 2018/19 in der Basketball-Bundesliga mit 79:90 (31:43) gegen Brose Bamberg verloren. Zum Hauptrunden-Ende gastieren die Wagnerstädter am Sonntag um 15 Uhr bei den Basketball Löwen Braunschweig, die unbedingt einen Sieg brauchen, um eventuell noch auf einen Play-Off-Platz vorzustoßen.

Die Bamberger sicherten mit dem Erfolg vor 3400 Zuschauern in der ausverkauften Oberfrankenhalle Platz 5 und treffen nun im Viertelfinale auf Rasta Vechta, das zunächst Heimvorteil hat.

Medi-Trainer Raoul Korner wartete mit einer personellen Überraschung auf, die sich so mancher Fan schon früher gewünscht hätte: Erstmals waren mit Eric Mika, Andreas Seiferth und Hassan Martin alle Centerspieler im Aufgebot vertreten, dafür mussten die gegen Würzburg mehr als enttäuschenden Kyan Anderson und Adonis Thomas als überzählige Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen. Ebenfalls nicht im Aufgebot war der abermals verletzte Routinier Steve Wachalski, der wohl seine letzte Saison für Medi absolviert.

Gute Mischung

Korner beorderte Doreth, Robertson, Raivio, Brooks und Mika zum Start auf das Parkett und hatte damit ganz offensichtlich eine gute Mischung gefunden. Bamberg konnte zwar schnell mit 5:0 in Führung gehen, dann übernahmen aber die Medi-Korbjäger das Kommando und erarbeiteten sich bis zur ersten Viertelpause einen 19:13-Vorsprung (10.). War Nik Raivio mit vier Punkten und frühen vier Rebounds der Bayreuther Aktivposten im ersten Abschnitt, so übernahm nun Andreas Seiferth dessen Rolle. Sichtlich beflügelt von der zusätzlichen Konkurrenz auf der Centerposition sammelte Seiferth nach seiner Einwechslung in kurzer Folge sechs Punkte. Dennoch konnten die Bamberger schnell ausgleichen und sich absetzen. Während Medi Bayreuth eine "Fahrkarte" nach der anderen von der Dreierlinie warf (null Treffer bei neun Versuchhen bis zur Pause), verwandelten die Gäste sieben Dreier bis zum Seitenwechsel, ein 31:43-Pausenrückstand war die logische Konsequenz.

Mika muss früh runter

Nik Raivio (10) und Topscorer Hassan Martin (19), der den frühzeitig ausgefoulten Eric Mika ersetzte, übernahmen bei Medi Bayreuth nach dem Seitenwechsel die Verantwortung in der Offensive. Mehr als zwei Punkte konnten die Bayreuther im dritten Spielabschnitt aber aufgrund einer ansonsten zu hohen Fehlerquote nicht aufholen (51:61, 30.).

Für die letzten zehn Minuten der Saison in heimischer Halle hatten sich die Bayreuther ganz offensichtlich noch einmal etwas vorgenommen. Mit viel Energieeinsatz konnten sie mehrfach bis auf fünf Punkte herankommen. Die Bamberger schafften es jedoch immer wieder, die Bayreuther Läufe aus der Distanz wirkungsvoll zu stoppen und den Sieg sicher einzufahren.

Medi Bayreuth - Brose Bamberg 79:90 (19:13; 12:30; 20:18; 28:29) Medi Bayreuth: Mika (2), Robertson (5), Stockton (7/1), Doreth (3/1), Seiferth (8), Martin (17), Hrovat (15/3), Meisner (2), Brooks (8), Raivio (10).

Brose Bamberg: Rice (11/2), Zisis (9/1), Stuckey (1), Schmidt (3/1), Olinde (0), Harris (11), Rubit (15), Alexander (8), Heckmann, Taylor (19/4), Kulboka (6/2).

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