Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers wollen erneut gegen den Meister punkten

Die formstarken Bayreuth Tigers rechnen sich gegen die Bietigheim Steelers etwas aus und wollen auch in Bad Tölz nicht leer ausgehen.
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Gegen den Favoriten aus Frankfurt (links: Antti Kerälä) erspielten sich die Tigers um Sebastian Busch (rechts) immer wieder Freiräume - das soll nun auch gegen Bietigheim und in Bad Tölz gelingen.  Foto: P. Mularczyk
Gegen den Favoriten aus Frankfurt (links: Antti Kerälä) erspielten sich die Tigers um Sebastian Busch (rechts) immer wieder Freiräume - das soll nun auch gegen Bietigheim und in Bad Tölz gelingen. Foto: P. Mularczyk

Die Rote Laterne der DEL2 haben die Bayreuth Tigers (13. Platz) am vergangenen Wochenende abgegeben. Nun gilt es, den Aufwärtstrend fortzusetzen und den Abstand zu den Mittelfeldplätzen zu verkürzen. Am Freitag (20 Uhr) geht es auf eigenem Eis gegen den amtierenden DEL2-Meister Bietigheim Steelers (5.). Zwei Tage später geben die Tigers ab 18.30 Uhr bei den Tölzer Löwen (8.) ihre Visitenkarte ab.

Wechselhafte Leistungen

Bietigheim befindet sich trotz vieler routinierter Spieler im Umbruch. Noch sind die Steelers auf der Suche nach der Konstanz der vergangenen Jahre und erlauben sich immer wieder Ausrutscher. Die Qualität im Kader ist zweifelsohne vorhanden. Trainer Hugo Boisvert stehen besonders im Angriff um Matt McKnight (41 Scorerpunkte), Marcus Sommerfeld (30) und Norman Hauner (28) bewährte und hochkarätige Kräfte zur Verfügung.

Trotzdem belegt der "Dauerfinalist" der vergangenen Jahre aktuell nur Platz 5. Die viertplatzierten Löwen Frankfurt sind schon sieben Punkte entfernt. Die Bietigheimer Abwehr um Neuzugang Willie Corrin sowie das Torhüter-Trio Ilya Shapirov, Sinisa Martinovic und Florian Proske fängt in dieser Saison deutlich mehr Gegentreffer als in der Vergangenheit. Zudem ist die heimische Halle keine Festung mehr. Auswärts holten die Steelers mehr Punkte als zu Hause. Die Spezialteams, früher eine Paradedisziplin, versprühen ebenfalls nicht mehr den großen Glanz.

Die bisherigen Duelle mit den abstiegsgefährdeten Bayreuthern waren knapp. Einen Bietigheimer 3:2-Auswärtserfolg konterten die Tigers ebenfalls mit einem 3:2-Sieg - der entscheidende Treffer fiel in der Verlängerung.

Bad Tölz wird ein unbequemer Gegner

Ähnlich fällt die Bayreuther Bilanz gegen den Sonntagsgegner aus Bad Tölz aus: Einer 2:5-Auswärtsniederlage folgte ein 4:2-Heimsieg. Die Löwen spielen eine ordentlich Saison, vor allem da es gelungen ist, die Leistungen im Unter- und Überzahlspiel zu verbessern. Viel tragen dazu Stammtorwart Ben Meisner sowie die Verteidiger Andreas Schwarz, Kevin Wehrs und Casey Borer bei.

Zudem überzeugt in der Offensive die Paradereihe um Kyle Beach (37 Punkte), Stephen MacAulay (33) und Andreas Pauli (27). Aber auch die Rückkehr der lange verletzt fehlenden Lubor Dibelka und Philipp Schlager wirkt sich belebend aus. Viele lauf- und kampfstarke Eigengewächse komplettieren das Tölzer Team, das sich in der DEL2 etabliert hat.

Geringe Gegentorquote

Doch die Tigers gehen mit viel Selbstbewusstsein in die beiden Partien. Wurde ihre fünf Spiele anhaltende Siegesserie zuletzt doch erst durch eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen Titelkandidat Frankfurt gestoppt. Die positiven Aspekte überwogen auch in dieser Partie.

Positiv ist auch, dass sich bis auf den erkrankten Gustav Veisert alle Bayreuther Spieler für die kommenden Aufgaben fitgemeldet haben. Tigers-Trainer Petri Kujala hat daher die Qual der Wahl und will erst kurzfristig entschieden, welche Kontingentspieler er ins Rennen schickt und welchem Torhüter er das Vertrauen schenkt. Der Coach baut darauf, dass sein immer stabiler werdendes Team - wie in den vergangenen Wochen - die Gegentorquote niedrig hält und dem Gegner möglichst wenig Freiraum auf dem Eis lässt. red

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