Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers sind Außenseiter, aber nicht chancenlos

Die Bayreuth Tigers wollen in der DEL2 gegen die Spitzenteams aus Kaufbeuren und Ravensburg erneut überraschen.
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Vorsicht vor Sami Blomqvist (Mitte): Der Stürmer des ESV Kaufbeuren (hier gegen den Bayreuther Torhüter Brett Jaeger) sammelte in seinen 40 Saisonspielen bereits 59 Scorerpunkte.  Foto: Peter Kolb
Vorsicht vor Sami Blomqvist (Mitte): Der Stürmer des ESV Kaufbeuren (hier gegen den Bayreuther Torhüter Brett Jaeger) sammelte in seinen 40 Saisonspielen bereits 59 Scorerpunkte. Foto: Peter Kolb

Auf dem Papier ist Zweitligist Bayreuth Tigers am Wochenende klarer Außenseiter. Schließlich tritt er am Freitag (19.30 Uhr) beim ESV Kaufbeuren (3. Platz) und am Sonntag (18.30 Uhr) zu Hause gegen die Ravensburg Towerstars (2.) an. Beide Gegner haben 79 Punkte gesammelt und damit 26 mehr als die Bayreuther. Doch die Tigers haben zuletzt immer wieder mit Erfolgen gegen Spitzenteams überrascht.

Mit Erfolgen gegen Kaufbeuren (4:2) und in Ravensburg (3:2) läuteten die Bayreuther Ende Dezember ihre bislang stärkste Saisonphase ein. Anschließend gaben sie unter anderem auch den Play-off-Kandidaten Lausitzer Füchsen (2:1 nach Verlängerung) und Löwen Frankfurt (4:3) das Nachsehen. Die Aufholjagd führte die Tigers bis auf den zehnten Tabellenplatz, der mit der Teilnahme an den Pre-Play-offs den direkten Klassenerhalt bedeuten würde.

Allerdings ist der Kampf um diesen Platz sehr eng. Hinter Bayreuth (53 Punkte) lauern die Eispiraten Crimmitschau (53) und die Tölzer Löwen (47). Unerwartete Punkte am Wochenende gegen die Topteams kämen den Tigers also entgegen. Doch plagen Trainer Petri Kujala Sorgen: "Wir hatten einige Kranke, die nicht oder nicht die komplette Woche trainieren konnten. Wie werden erst am Freitag sehen, mit welchen Reihen wir die Spiele angehen können."

Nicht in Bestbesetzung

Auch Freitagsgegner ESV Kaufbeuren kann wohl nicht aus dem Vollen schöpfen. Wie die Allgäuer vermelden, bangt Leistungsträger Joseph Lewis (Oberkörperverletzung) um seinen Einsatz. Für den ins Training zurückgekehrten, 16-fachen Torschützen Jere Laaksonen kommt ein Punktspiel noch zu früh. Zudem fehlen die langzeitverletzten Sebastian Osterloh und Julian Eichinger sowie Fabian Koziol. Daniel Oppolzer und Denis Pfaffengut (beide krank) konnten zuletzt nicht trainieren.

Doch der ESV kann die Ausfälle mit seinem stark besetzten Kader auffangen. Gleich sieben Akteure haben bereits eine zweistellige Torausbeute. Herausragend ist der Finne Sami Blom-qvist mit 59 Scorerpunkten (32 Tore). Doch auch Brandon Gracel (48 Punkte) und Ossi Saarinen (34) können in einer Partie jederzeit den Unterschied machen.

In der Abwehr gibt der starke und erfahrene Torhüter Stefan Vajs den Allgäuern den nötigen Rückhalt.

Lange Zeit Tabellenführer

Der Bayreuther Sonntagsgegner aus Ravensburg spielt eine bärenstarke Saison. Die Towerstars waren bislang nie schlechter als Platz 5 und 32 Spieltage Tabellenführer, mussten die Spitzenposition am vergangenen Wochenende aber an die Lausitzer Füchse (zwei Spiele mehr absolviert) abgeben.

Zehn Spieler mit 26 oder mehr Scorerpunkten sprechen für einen ausgeglichen stark besetzten Kader. Topscorer ist mit Andreas Driendl (50 Punkte) einer der besten Deutschen DEL2-Angreifer, der kürzlich seinen Vertrag um zwei weitere Spielzeiten verlängert hat. Mit David Zucker (45), Vincenz Mayer (43), Mathieu Pompei (43), Robbie Czarnik (38) und Robin Just (31) stehen weitere Angreifer im Kader, die viel Druck aufbauen. Hinzu kommen mit Ondrej Pozivil (30) und Sören Sturm (34) zwei effektive Offensivverteidiger.

Jonas Langmann ist mit einer Fangquote von 92 Prozent der beste Schlussmann der Liga. Aufpassen müssen die Tigers zudem bei eigenem Überzahlspiel. Die Towerstars haben nicht nur das viertbeste Powerplay-Killing der Liga, sondern sind mit neun Treffern in Unterzahl brandgefährlich. red

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