Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers hadern mit dem Schiedsrichter

Bayreuther Zweitligist verliert das vierte Spiel der Abstiegsrunde gegen die Lausitzer Füchse knapp mit 1:2
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Eng umkämpft war auch das vierte Duell der Tigers mit den Lausitzer Füchsen: Hier behauptet sich der Bayreuther Sergej Stas (links) gegen Artur Tegkaev.  Foto: Peter Mularczyk
Eng umkämpft war auch das vierte Duell der Tigers mit den Lausitzer Füchsen: Hier behauptet sich der Bayreuther Sergej Stas (links) gegen Artur Tegkaev. Foto: Peter Mularczyk
Die Play-downs zwischen den Bayreuth Tigers und den Lausitzer Füchsen sind wieder völlig offen. Auch im vierten Spiel der DEL2-Abstiegsrunde machte nur ein Treffer den Unterschied - diesmal mit dem besseren Ende für das Team aus Weißwasser. Die Füchse gewannen in Bayreuth mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) und glichen die Serie (Best of seven) zum 2:2 aus.


DEL2, Play-downs, 1. Runde

Bayreuth Tigers - Lausitzer Füchse 1:2

"Der Puck war klar hinter der Torlinie. Ein klares Tor wurde nicht gegeben. Ich bin sprachlos", war Sergej Waßmiller verärgert. Dem Tigers-Trainer verschlug eine Szene knapp zwei Minuten vor Spielende die Sprache. Beim Stand von 1:2 und noch knapp zwei Minuten Spielzeit hatte Michael Bartosch Füchse-Torwart Maximilian Franzreb mit einem abgefälschten Schuss überwunden. Der Puck ging neben dem Pfosten ins Tor und prallte wieder heraus. Das zeigten die Videobilder. Doch die Schiedsrichter verweigerten dem Ausgleich nach Sichtung des Videobeweises die Anerkennung. Auch die anschließende 6:5-Überzahl blieb für die Gastgeber erfolglos - die Niederlage war besiegelt.

Allerdings kann diese nicht ausschließlich an der Schiedsrichterentscheidung festgemacht werden. "Wir haben uns mehr Fehler als der Gegner erlaubt", sagte Waßmiller. Beim 0:1 (16.) hatte Füchse-Stürmer Roope Ranta ohne größere Gegenwehr zum Solo angesetzt, und den Puck mit der Rückhand ins Tor befördert. Beim 0:2 (49.) sah Tigers-Torwart Tomas Vosvrda unglücklich aus: Beim Schuss von Jeff Hayes prallte ihm der Puck an die Schulter, flog in hohem Bogen Richtung Tor und kullerte über die Linie.

Zudem ließen die Bayreuther gerade in der zweiten Hälfte des ersten Drittels viele Chancen aus. Jan Pavlu, Anthony Luciani und Bayrtosch vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Allerdings hatten auch die Gäste gute Einschussmöglichkeiten.

Außerdem spielte ihnen das 0:1 in die Karten. Sie setzten ihre Defensiv-Taktik in der Folge konsequent um und legten das Hauptaugenmerk auf einen massiven Abwehrverbund.


Wenig Chancen im zweiten Drittel

So entwickelte sich im zweiten Abschnitt eine Partie mit wenigen Torchancen. Weißwasser wartete ab, Bayreuth mangelte es an zündenden Ideen und Tempo. Ihre läuferischen Vorteile nutzten die Sachsen zu einzelnen Möglichkeiten, doch hier zeigte sich Vosvrda aufmerksam.

Im Schlussabschnitt änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. So schien der Treffer zum 0:2 schon eine Vorentscheidung zu sein. Doch nun zeigten die Bayreuther den Kampfgeist, der sie seit Jahren auszeichnet. Sie erhöhten die Intensität und drängten auf den Anschlusstreffer. Und er gelang in Überzahl: Ivan Kolozvary nutzte seinen Freiraum für einen genauen Querpass auf den mitgelaufenen Luciani. Der Torjäger erzielte das 1:2 (57.). Angefeuert von den Fans machten die Bayreuther weiter Druck, allerdings vergeblich.

Spiel 5 der Serie steigt am Freitag (19.30 Uhr) bei den Füchsen, bevor es dann am Sonntag (16 Uhr) in Bayreuth zur sechsten Partie kommt.

Bayreuth Tigers: Vosvrda - Gerstung, Heider, Neher, Linden, Müller, Potac, Mayer - Pavlu, S. Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, V. Busch, Stas, Luciani, Gläser.

Zuschauer: 1674. - Strafminuten: Bayreuth 10, Weißwasser 12 + 10 gegen Geiseler. - Tore: 0:1 (16.) Ranta (Tegkaev, Bär), 0:2 (49.) Hayes (Owens, Tegkaev), 1:2 (57.) Luciani (Kolozvary - 5 gegen 4). red
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