Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers erobern den zehnten Platz

Die Bayreuth Tigers springen dank eines Sechs-Punkte-Wochenendes auf den zehnten Tabellenplatz der DEL2.
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Ein Jubelschrei nach dem Führungstreffer: Der Bayreuther Tim Richter (Mitte) feiert sein Tor   zum 1:0 gegen die Eispiraten Crimmitschau.  Foto: Peter Mularczyk
Ein Jubelschrei nach dem Führungstreffer: Der Bayreuther Tim Richter (Mitte) feiert sein Tor zum 1:0 gegen die Eispiraten Crimmitschau. Foto: Peter Mularczyk

Die Bayreuth Tigers haben sich im Abstiegskampf der zweiten Liga in eine tolle Position gebracht. Dem überraschenden 4:3 (1:0. 1:1, 2:2)-Auswärtssieg bei Spitzenreiter Löwen Frankfurt, folgte ein 5:2 (1:0, 1:1, 3:1) gegen die Eispiraten Crimmitschau und der Sprung auf Rang 10. Damit liegen die Tigers auf dem letzten Pre-Play-off-Platz und müssten nach aktuellem Stand nicht in die Abstiegsrunde.

DEL2

Bayreuth Tigers - Eispiraten Crimmitschau 5:2

Es entwickelte sich ein Kampfspiel, in das die Bayreuther - wie schon am Freitag in Frankfurt - ohne Jozef Potac und Luca Gläser starteten. Die beiden Abwehrreihen verhinderten meist einen geordneten Spielaufbau des Gegners, so dass Torchancen Mangelware waren. Die wenigen Abschlüsse waren sichere Beute der Torhüter. Als die Tigers in der 13. Minute schnell umschalteten, stand es 1:0: Simon Mayr schickte Sebastian Busch steil, der Tim Richter in Szene setzte. Der seit Wochen formstarke Stürmer setzte den Puck platziert ins Netz.

Die Gäste verpassten zwei große Chancen auf den Ausgleich: Erst parierte Tigers-Keeper Brett Jaeger stark, dann zielte Vincent Schlenker daneben.

Im zweiten Abschnitt blieb das Spiel ausgeglichen, beide Teams kamen in der intensiv geführten Partie zu je einem Treffer. Erst erhöhte Ville Järveläinen nach guter Rajala-Vorarbeit auf 2:0, dann narrte Dominic Walsh die heimische Abwehr und erzielte den Anschlusstreffer.

Und die Partie drohte nach dem zweiten Seitenwechsel zu kippen. Julian Talbot erzielte das 2:2, als die Crimmitschauer eine doppelte Überzahl geduldig ausgespielt hatten. Das Spiel nahm nun Fahrt auf, beide Teams überzeugten mit gelungenen Aktionen. Die besseren Chancen hatten aber die Tigers - und nutzten diese eiskalt. Angeführt von Michal Bartosch und Ivan Kolozvary, legten sie den Grundstein zum Heimsieg. Das Duo zeichnete für die Treffer zum 3:2 und 4:2 verantwortlich.

Da die Hausherren zudem in der Defensive sehr kompakt standen, war die Entscheidung gefallen. Timo Gams erhöhte mit einem Treffer in das leere Eispiraten-Tor noch auf 5:2.

Zuschauer: 2307. - Strafminuten: Bayreuth 8, Crimmitschau 6. - Tore: 1:0 (13.) Richter (Busch, Mayr), 2:0 (34.) Järveläinen (Rajala, Mannes). 2:1 (35.) Walsh (Kircher, Hilbrich), 2:2 (43.) Talbot (Flick, Pohl - 5 gegen 3), 3:2 (46.) Bartosch (Kunz, Kolozvary), 4:2 (52.) Kolozvary (Bartosch, Karlsson), 5:2 (60.) Gams (Busch, Kronawitter - Empty Net).

Löwen Frankfurt - Bayreuth Tigers 3:4

Großes Plus der Tigers war eine konzentrierte Abwehrleistung - und diese zeigten sie ab der ersten Minute. Die Bayreuther ließen in der Defensive nur wenig zu und setzten vorne mit schnellem Umschaltspiel Nadelstiche. Einen langen Pass von Juuso Rajala nahm Benjamin Kronawitter auf und spitzelte Löwen-Torwart Ilya Andryukhov den Puck durch die Schoner - 0:1 (6.). Ville Järveläinen verpasste kurz darauf bei einem Lattentreffer das 0:2. Frankfurt kam stärker auf, lief sich aber immer wieder an der Bayreuther Abwehr um Torwart Brett Jaeger fest.

Und der Keeper stand nach dem ersten Seitenwechsel immer mehr im Mittelpunkt. Das Geburtstagskind glänzte an alter Wirkungsstätte mit tollen Paraden. In der Offensive waren die Gäste effektiv. Nicklas Mannes erhöhte nach klugem Järveläinen-Pass mit großem Durchsetzungsvermögen auf 2:0 (28.) - es war sein Premierentreffer im Tigers-Trikot.

Frankfurt war angestachelt und baute immer mehr Druck auf. Jaeger parierte einen Penalty von Brett Breitkreuz und hatte bei einem Pfostenschuss Glück. Erst gegen Dalton Yorkes Distanzschuss in obere Toreck war der Keeper machtlos. Danach rettete er mit schnellen Reflexen gegen Lukas Koziol, Maximilian Eisenmenger und Eduard Lewandowski. Die Bayreuther kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen.

Allein im letzten Abschnitt sprach das Schussverhältnis mit 21:7 klar für die Gastgeber - doch Bayreuth stemmte sich mit aller Macht gegen die Angriffe und hatte bei einem Lattentreffer Glück. Erst nach einer Strafzeit gegen den Frankfurter Maximilian Eisenmenger befreiten sich die Tigers etwas aus der Umklammerung - und schlugen eiskalt zu. Rajala schloss ein Solo zum 1:3 (51.) ab. Auch auf den Anschlusstreffer von Antti Kerälä (53.) fanden die Gäste durch Mark Heatley (57.) die passende Antwort.

In der packenden Schlussphase verkürzten die Löwen in doppelter Überzahl auch 3:4 durch Carter Proft (58.). Doch mit viel Einsatzwillen und Kampfgeist verteidigten die Tiger ihren knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene. Zuschauer: 4528. - Strafminuten: Frankfurt 8 + 10 Max. Eisenmenger; Bayreuth 6. - Tore: 0:1 (6.) Kronawitter (Rajala), 0:2 (28.) Mannes (Järveläinen), 1:2 (33.) Yorke (Lewandowski), 1:3 (51.) Rajala (Karlsson - 5 gegen 4), 2:3 (53.) Kerälä (Koziol, Pistilli), 2:4 (57,) Heatley (Rajala, Heider - 5 gegen 4), 3:4 (58.) Proft (Kerälä, Schüle - 6 gegen 4). red

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