Bayreuth
Eishockey

Bayreuth Tigers distanzieren Schlusslicht

Bayreuther besiegen Bad Tölz im Kellerduell der DEL2 mit 5:2 und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den letzten Platz.
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Anthony Luciani (rechts, gegen den Tölzer Johannes Huss) stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Beim Bayreuther 5:2-Sieg erzielte er seinen 23. Saisontreffer.  Foto: Peter Mularczyk
Anthony Luciani (rechts, gegen den Tölzer Johannes Huss) stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Beim Bayreuther 5:2-Sieg erzielte er seinen 23. Saisontreffer. Foto: Peter Mularczyk
Die Bayreuth Tigers haben den vorletzten Platz in der DEL2 abgesichert und sich die Chance auf Platz 12 erhalten. Der EHC Freiburg (12.) ist nach dem 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)-Sieg der Tigers im Kellerduell gegen die Tölzer Löwen noch sechs Punkte entfernt.

Die Aufholjagd wollen die Bayreuther am Dienstag fortsetzen. Allerdings wartet ab 19.30 Uhr bei den drittplatzierten Löwen Frankfurt eine schwere Aufgabe.


DEL2

Bayreuth Tigers - Tölzer Löwen 5:2

Die Gäste hatten anfangs mehr Spielanteile, kamen aber kaum zu großen Torchancen. Begünstigt durch zwei Powerplays gestalteten die Tigers die Partie dann aber ausgeglichen. So fiel der erste Treffer erst in der 17. Minute: Luca Gläser zog wuchtig aus der Distanz ab, der Ex-Tölzer Timo Gams fälschte entscheidend ab.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts bekamen die Tölzer immer mehr Oberwasser. Eine Fehlerkette in der Bayreuther Defensive bestrafte Florian Strobl mit dem verdienten Ausgleich. Die Löwen blieben am Drücker, auch weil den nun nervösen Hausherren offensiv kaum etwas gelang. Folgerichtig fiel der nächste Treffer für die Tölzer: Im Powerplay traf Johannes Sedlmayr im Nachschuss.

Nun wachten die Hausherren wieder auf: Eric Chouinard überraschte den schlecht positionierten Löwen-Torwart Mikko Rämö aus spitzem Winkel mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:2. Den besten Spielzug des Tages krönte der auffällige Sergej Stas mit dem 3:2. Zuvor hatte Trainer Sergej Waßmiller mit Wechseln in den Sturmformationen einen wichtigen Impuls in der Offensive gegeben - allerdings war die Führung nach 40 Minuten auch etwas glücklich.

Im Schlussabschnitt neutralisierten sich die Teams zunächst weitestgehend. Bei den wenigen Chancen waren die Torhüter zur Stelle. Glück hatten die Tigers, als Josef Frank (52.) nur den Außenpfosten traf. So waren die Gäste in der Schlussphase gezwungen, offener zu agieren. Den sich bietenden Raum nutzte der dynamische Michal Bartosch bei einem Konter zum 4:2. Die Löwen setzten alles auf eine Karte und nahmen bereits zwei Minuten vor Spielende den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis. Die Wende blieb aber aus, im Gegenteil: Tigers-Torjäger Anthony Luciani erzielte einen Empty-Net-Treffer zum 5:2-Endstand.

Zuschauer: 1531. - Strafminuten: Bayreuth 4, Bad Tölz 4. - Tore: 1:0 (17.) Gams (Gläser, Gerstung), 1:1 (22.) Strobl (Sedlmayr, Schwarz), 1:2 (35.) Sedlmayr (Borer, Kornelli - 5 gegen 4), 2:2 (38.) Chouinard (Luciani, Vosvrda), 3:2 (40.) Stas (Chouinard, Müller), 4:2 (58.) Bartosch (Luciani, Potac), 5:2 (59.) Luciani (Chouinard, Müller - 5 gegen 6).

Löwen Frankfurt - Bayreuth Tigers

Die Rollen sind klar verteilt: Die Frankfurter haben bisher alle drei Partien gegen die Bayreuther gewonnen und wollen nun den vierten Sieg. Die Tigers fühlen sich aber in der Außenseiterrolle wohl. "Frankfurt ist sicher nicht der Gegner, den wir unbedingt schlagen müssen, aber wir werden wie immer alles geben und versuchen zu punkten", sagt Waßmiller. "Dass die Kraft und Kondition inzwischen wieder da sind, hat man am Sonntag gesehen, als die Mannschaft im letzten Drittel noch mal das Tempo anziehen konnte."

Allerdings muss der Tigers-Trainer erneut improvisieren. Zwar kehrt Ivan Kolozvary in den Kader zurück, doch fehlen nun die erkrankten Friedrich Hartung und Marvin Neher sowie Timo Gams (U19-Nationalmannschaft). Zudem fallen Andreas Geigenmüller, Yannick Drews und Martin Heider weiter aus. Umso schwieriger wird es, dem aktuellen Tabellendritten aus Frankfurt mit seinem Topsturm - 180 Treffer sind Ligabestwert - Paroli zu bieten. red
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