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Bayreuth: Korner verlängert und wird Nationaltrainer

Der Bayreuther Trainer Raoul Korner verlängert seinen Vertrag bei Medi Bayreuth und wird österreichischer Nationaltrainer.
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Beide Daumen hoch: Raoul Korner bleibt Trainer von Medi Bayreuth. "Es hätte sich nicht richtig angefühlt, jetzt zu gehen", sagte der 45-Jährige bei einer Pressekonferenz.  Foto: Peter Mularczyk
Beide Daumen hoch: Raoul Korner bleibt Trainer von Medi Bayreuth. "Es hätte sich nicht richtig angefühlt, jetzt zu gehen", sagte der 45-Jährige bei einer Pressekonferenz. Foto: Peter Mularczyk

Raoul Korner hat in der kommenden Basketball-Saison noch mehr als bisher zu tun. Denn der 45-Jährige Trainer wird neben seinem Amt beim Bundesligisten Medi Bayreuth auch Coach der Herren-Nationalmannschaft seines Heimatlandes Österreich. Mit ihr will sich Korner für die Europameisterschaft qualifizieren. Quasi als Dankeschön, dass Medi Bayreuth ihm diese Chance ermöglichte, verlängerte der 45-Jährige seinen Vertrag in Bayreuth bis 2021.

Raoul Korner war der Wunschkandidat des österreichischen Basketball-Verbandes. Doch die Freigabe für das Amt des Nationaltrainers verknüpften der Geschäftsführer von Medi Bayreuth, Björn Albrecht, sowie der Sportliche Leiter Matt Haufer mit der Vertragsverlängerung bis 2021.

Raoul Korner sagt: "Es ist kein Geheimnis, dass mir der Standort Bayreuth sehr am Herzen liegt und ich mich hier extrem wohl fühle. Als Österreicher ist es für mich allerdings auch ein Traum, mein Heimatland bei einer Europameisterschaft zu coachen. Durch meine vorzeitige Vertragsverlängerung kann ich nun beide Herzensangelegenheiten miteinander verbinden, wofür ich sehr dankbar bin."

Zeichen für Wertschätzung

Laut Björn Albrecht zeige die Berufung Korners zum Nationaltrainer, "wie sehr seine Arbeit inzwischen in ganz Europa wertgeschätzt" werde. Der Geschäftsführer des Bundesligisten sagt: "Wir wollten ihm diese Chance ermöglichen und haben uns mit Raoul Korner und dem österreichischen Basketballverband auf eine für alle Seiten sinnvolle Konstellation verständigt. Gleichzeitig konnten wir vor diesem Hintergrund den Vertrag mit Raoul um eine weitere Saison, also bis Ende 2020/21, verlängern. Dies ermöglicht uns hier in Bayreuth mit Raoul längerfristig an der Erfolgsgeschichte Bayreuther Basketball zu arbeiten."

Matt Haufer will nicht nur den Spielern die Möglichkeit geben, "in einer Nationalmannschaft tätig zu sein", sondern auch dem Trainer. "Wir möchten unseren Protagonisten alle Chancen eröffnen, ihr höchstmögliches Level zu erreichen. Natürlich wird die terminliche Koordination an der einen oder anderen Stelle eine Herausforderung darstellen, aber in Anbetracht der Professionalität Raouls und der Kompetenz unseres gesamten Trainerteams machen wir uns da wenig Sorgen."

Gerald Martens, Präsident des Österreichischen Basketball-Verbandes, bezeichnet sein aktuelles Nationalteam als "das beste der Geschichte". "Wir haben die historische Chance, uns erstmals für eine Europameisterschaft zu qualifizieren. Die besten Spieler reichen dafür aber nicht. Es braucht auch den bestmöglichen Trainer. Und den haben wir mit Raoul Korner jetzt definitiv gefunden."

Die Vor-Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft 2021 laufen schon seit 2017. Österreich hat sich in der Gruppe D knapp vor den punktgleichen Engländern und Zypern durchgesetzt. Am 25. September beginnt nun die Endrunde mit 32 Teams, darunter auch Deutschland. Aus den insgesamt acht Vierergruppen qualifizieren sich die jeweils drei Besten jeder Gruppe für das Endturnier, für dessen Ausrichtung sich bisher Spanien und Italien beworben haben. Auch der Deutsche Basketball-Bund überlegt eine Bewerbung.

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